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Apfelweinmuseum soll Kulturzentrum werden

An alte Frankfurter Traditionen erinnert in der internationalen Bankenstadt nur noch wenig. Das will ein Verein mit einem Zentrum für Apfelweinkultur ändern. Wo dies entstehen soll, ist aber unklar.
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Frankfurt. 

Die Pläne für ein Apfelweinmuseum in Frankfurt nehmen Gestalt an, Streit gibt es aber über den Standort. Das weitgehend privat finanzierte Ausstellungsgebäude samt gehobenem Restaurant soll nach dem Willen der Initiatoren im Haus «Schildknecht» in der Altstadt entstehen, die voraussichtlich bis 2016 in Teilen rekonstruiert und in Teilen neu gebaut wird. Das ist nach Einschätzung der DomRömer GmbH, die im Auftrag der Stadt die Planung und Bauarbeiten koordiniert, derzeit aber kein Thema. Das begehrte Haus am Hühnermarkt 18 sei ein Neubau und darin seien ausschließlich Wohnungen geplant, sagte Projektmanager Patrik Brummermann am Freitag.

Das Gebäude solle von der ABG Holding Frankfurt, dem Immobilienkonzern der Stadt, gekauft und die Miete für das Apfelweinmuseum zur Hälfte von der Stadt getragen werden, sagte der Sprecher des Trägervereins, Jügen Aha. «Den Rest können wir finanzieren.» Dafür sollten unter anderem Räume an einen Gastronom untervermietet werden. «Eine Immobilie können wir nicht bezahlen.» Die ABG-Holding unterstützt Ahas Pläne allerdings nach eigenen Worten nicht. «Wir sind ein Wohnungsbaukonzern und bauen Wohnungen», sagte ABG-Chef Frank Junker.

Aha hält seine Altstadt-Pläne dennoch für realistisch und beruft sich auf die Unterstützung der Politik. Die Kosten für das Museum bezifferte er auf rund 1,5 Millionen Euro. Zusammen mit dem Apfelwein Centrum Hessen, dem Pomologen Verein und der Apfelwein Compagnie, die sich mit der Weiterentwicklung der hessischen Apfelweinkultur beschäftige, werde das Haus zu einem «Kompetenzzentrum der Apfelweinkultur». Die Museumskonzeption selbst steht unter dem Motto «Sehen-Schmecken-Erleben. Anfassen erlaubt».

Der frühere Frankfurter Kulturdezernent Hilmar Hoffmann (SPD) gehört zu den prominenten Unterstützern des Projekts Apfelweinmuseum und hält es grundsätzlich für realistisch, weil es zum großen Teil privat finanziert werden solle. «Wir brauchen frankfurttypische Sachen, die geschichtsträchtig sind. Und der Apfelwein hat in Frankfurt seine Heimatstadt.»

«Die drastischen Sparbeschlüsse im Kulturetat der Stadt Frankfurt schrecken uns nicht ab, sondern bestätigen vielmehr, dass wir mit unserem Konzept der Kostenträgerschaft auf dem richtigen Weg sind», sagte Mitinitiator Günter Possmann laut Mitteilung. Zwei Stiftungen hätten bereits finanzielle Unterstützung signalisiert, ergänzte Aha.

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