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Beißerchen fliegen in der Nacht

Tagsüber sieht man die Fledermäuse nicht – nur auf einem Bild. Tagsüber sieht man die Fledermäuse nicht – nur auf einem Bild.
Frankfurt. 

Beim Klären der Frage half Biologin Ulrike Balzer. Seit mehr als 16 Jahren erforscht und „beschützt“ sie Fledermäuse. Mit feinen Netzen fängt sie die Tiere um ihren Zustand zu überprüfen. Außerdem befestigt sie oft ein Ortungsgerät am Rücken der Fledermäuse, um mehr über ihre Flugbahnen und Wohnsitze zu erfahren. Ihr ausgiebiges Wissen wird aber besonders bei der Planung von Großprojekten wie zum Beispiel Windradanlagen benötigt. Viele Arten der Fledermäuse sind vom Aussterben bedroht und stehen deshalb auf der „Roten Liste der bedrohten Tierarten“. Entdeckt nun Ulrike Balzer auf dem Gelände eine der besonders bedrohten Arten, darf an diesem Standort nicht gebaut werden. So beschützt sie die kleinen Beißerchen.

Fledermäuse gibt es schon seit 50 Millionen Jahren. Die älteste, bekannte Art heißt Archeo Lyctus Trigonom. Ein Fossil dieser Art wurde in der Nähe von Darmstadt gefunden.

Auf der ganzen Welt gibt es 4000 Säugetierarten, davon sind 1100 Fledertiere, darunter 800 Fledermausarten. In Deutschland existieren 22 Arten, in Hessen kommen 16 vor. Die bekanntesten sind der Abendsegler, die Zwergfledermaus und die Wasserfledermaus. „Vampire“ kommen nur in tropischen Gebieten vor, dort ernährt sich eine einzige Art von Tierblut.

Fledermäuse sind kleine, aber flinke Tierchen. Jede von ihnen frisst bis zu 5000 Insekten pro Nacht, die sie in rasendem Flug mit dem Maul fangen. Mit ihren winzigen Augen können sie aber wenig erkennen. Sie stoßen einen sehr hohen Ton aus, einen Ultraschall. Treffen die Schallwellen auf ein Hindernis, können sie am Echo erkennen, ob Feind, Beute oder Baum vor ihnen sind.

Da ihre Beute, die Insekten, nur im Sommer fliegen, würden die Fledermäuse im Winter verhungern. Deshalb fressen sie sich im Herbst einen Winterspeck an und suchen sich ein Winterquartier, zum Beispiel eine Ruine. Sie fallen dann wie Dornröschen in einen Tiefschlaf, wachen aber nach fünf Monaten schon wieder auf.

Klasse 4b der Fried-Lübbecke-Schule. Eschersheim

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