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Außerdem: Hotel und Kita geplant: Bürohaus im Frankfurter Westend wird Wohnturm

Von Das leerstehende „Hochhaus am Park“ bekommt eine neue Nutzung: Im höheren der beiden Türme entstehen 130 Wohnungen, im anderen eröffnet ein Hotel mit 120 bis 130 Zimmern.
Die unterschiedliche Fassadengestaltung soll auf die unterschiedliche Nutzung der beiden Türme hinweisen: Im linken Turm entstehen Eigentumswohnungen, der dunkle Turm wird als Hotel genutzt.	Ansicht: KSP Jürgen Engel Die unterschiedliche Fassadengestaltung soll auf die unterschiedliche Nutzung der beiden Türme hinweisen: Im linken Turm entstehen Eigentumswohnungen, der dunkle Turm wird als Hotel genutzt. Ansicht: KSP Jürgen Engel
Westend.  Sibel Rath von der Aktionsgemeinschaft Westend graut es vor dem Tag, an dem der Umbau des „Hochhauses am Park“ startet. Denn nur einen Steinwurf entfernt in der Oberlindau werde nun endlich nach drei Jahren Bauzeit das Wohnhochhaus „Onyx“ fertig. Lärm- und Staubbelästigung sowie Straßensperren hätten die Nerven der Anwohner arg strapaziert.

„Verwenden Sie geräuscharme und umweltfreundliche Maschinen, ansonsten ist Ärger programmiert“, appellierte sie in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 2 (Bockenheim, Westend, Kuhwald) an die Vertreter von RFR, die das Bauprojekt vorstellten. Der Projektentwickler hatte 2016 das Bürogebäude im Grüneburgweg 102 gekauft.

Die verspiegelte Fassade des Gebäudes verschwindet. Bild-Zoom Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA
Die verspiegelte Fassade des Gebäudes verschwindet.

RFR-Geschäftsführer Alexander Koblischek versicherte, dass ein partnerschaftlicher Dialog mit den Nachbarn angestrebt und alles für den Lärmschutz getan werde. So würden beispielsweise zunächst lärmintensive Arbeiten im Innern des Gebäudes ausgeführt und erst anschließend die neue Fassade angebracht. Zudem werde eine Hotline geschaltet, unter der Anwohner ihre Kritik äußern könnten.

Kita im Erdgeschoss

Diesen Sommer sollen laut Koblischek die Bauarbeiten beginnen. Weihnachten 2019 soll alles fertig sein. 130 Eigentumswohnungen ab 50 Quadratmeter entstehen in dem mit 96 Metern höheren der beiden Türme. Auf einer Etage sind sechs geförderte Einheiten geplant, im Erdgeschoss eröffnet eine Kita. Der zweite Turm ist für eine Hotelnutzung vorgesehen. Verhandlungen mit Betreibern im gehobenen Segment würden bereits geführt. Im Parterre ist ein für jedermann zugängliches Restaurant geplant. Zudem will die RFR den angrenzenden Mitscherlich-Platz attraktiver gestalten, mit Vertretern der gleichnamigen Platz-Initiative sei man schon in Kontakt.

Das massive Gebäude, das zuletzt von der Universität genutzt wurde und seit fast drei Jahren leer steht, wird nach Plänen des Frankfurter Büros KSP Jürgen Engel umgebaut. Nach Angaben von Architekt Christopher Hammerschmidt entstehen zwei elegante und transparente Türme, indem die außenliegenden Treppenhäuser ins Gebäudeinnere verlegt werden und die verspiegelte Fassade ausgetauscht werde. Die unterschiedliche Fassadengestaltung soll zudem auf die unterschiedliche Nutzung der Türme hinweisen. Entfernt werden die massiven Lüftungsrohre und auch eine Zufahrt zur Tiefgarage mit 180 Stellplätzen soll ersatzlos verschwinden.

Der Baustellenverkehr wird laut Koblischek über den Grüneburgweg abgewickelt, Container werden ausschließlich auf dem zum Hochhaus gehörenden Gelände stehen. Angrenzende Straßen werden nicht gesperrt, beruhigte er eine besorgte Anwohnerin.

Bauantrag wird geprüft

Kritik an dem Bauprojekt äußerte Hans-Jürgen Hammelmann (Linke), weil viel zu wenig geförderter Wohnraum entstehe. „Es müssten mindestens 30 Prozent sein“, sagte er aufgebracht. Grundsätzlich zweifelt er daran, dass das Bauvorhaben wie geplant realisiert werden darf. Denn im gültigen Bebauungsplan 320 sei vermerkt, dass im ersten und zweiten Stock des Gebäudes Stellplätze vorgehalten werden müssen. Das wurde damals so verfügt, weil das Gebäude höher und breiter gebaut wurde als ursprünglich erlaubt. Nach Angaben von Planungsamtssprecher Mark Gellert wurde bislang allerdings noch keine Baugenehmigung erteilt, der Bauantrag werde derzeit geprüft. Eine Bauvoranfrage der RFR sei jedoch positiv beschieden worden.

Mit anderen Worten: Das Projekt wird wohl wie von der RFR geplant umgesetzt werden.

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