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Traditionelles Kulturfestival: Das ist das neue Konzept für die Luminale in Frankfurt

Mit dem neuen Konzept für das Lichtfestival Luminale will die Kuratorin Isa Rekkab das Festival thematisch öffnen und neu strukturieren. Doch es bleibt auch vieles beim Alten.
Eine vom Baum hängende, kreisende Lichtprojektion: „Candlelight“ von Auri Neuroth war vergangenes Jahr im Nizza-Park unten am Main einer der Anziehungspunkte der Luminale Foto: Alexander Heinl (dpa) Eine vom Baum hängende, kreisende Lichtprojektion: „Candlelight“ von Auri Neuroth war vergangenes Jahr im Nizza-Park unten am Main einer der Anziehungspunkte der Luminale
Frankfurt.  Die Luminale wird auch im kommenden Jahr die Stadt wieder erleuchten. Nicht nur die Innenstadt, sondern mit dem neuen Konzept wollen die Macher auch unbekannte und bislang unbeachtete Plätze in den Fokus rücken.

Auch 2018 startet das Lichtfestival wieder parallel zur „Light + Building“ Messe, die vom 18. bis 23. März 2018 stattfinden wird. Das Neue an dem Konzept: Frankfurt wird nicht mehr nur die Bühne bilden, sondern ist auch Gegenstand des Lichtfestes. Die Luminale soll um städtepolitische und gesellschaftliche Fragen erweitert werden. Das Konzept sieht vor, dass nicht nur die bekannten Wahrzeichen, Denkmäler und Sehenswürdigkeiten der Stadt beleuchtet werden. In Zukunft leuchten auch eher unbekanntere und verborgene Orte als Teil der Luminale.

Isa Rekkab, die neue Kuratorin der Luminale Bild-Zoom Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)
Isa Rekkab, die neue Kuratorin der Luminale
Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Messe Frankfurt, Peter Feldmann (SPD), ist von dem neuen Konzept überzeugt. „Wir werden ein Festival der Licht- und Stadtgestaltung schaffen, das es in dieser Form noch nicht gibt.“ Die Idee für eine Neugestaltung der Luminale stammt von dem Studio Rekkab aus Frankfurt. Inhaberin Isa Rekkab entwickelt seit 1999 Kommunikationsprojekte und hat sich 2012 selbstständig gemacht. Sie hat bei einer Neuausschreibung den Zuschlag für das Projekt erhalten. Zuvor war der Vertrag mit dem langjährigen Kurator und Mentor der Luminale, Helmut Bien, nicht verlängert worden. Er kritisierte, dass die kuratorische Freiheit nicht mehr gewährleistet sei. Außerdem sagte er, dass die Luminale nicht mehr eine Veranstaltung mit eigener Philosophie, sondern nur noch ein Anhängsel der Messe sein werde. Aus dem Grund hat er sich nicht beworben. Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, sagte dazu nur, dass es Zeit für einen Neustart wäre. Aber die Luminale werde die Luminale bleiben, denn sie sei mit der Stadt stark verbunden.

Ob Helmut Bien recht hat oder nicht, kann man derzeit nicht sagen. Bei der Präsentation des neuen Konzepts wurde lediglich die Verbundenheit der Messe mit der Luminale zur Geltung gebracht. Denn die Luminale stelle die Kernthemen der Messe in einen urbanen Kontext, sagte Rekkab. Sie nannte dabei Themen wie Klimaschutz, Digitalisierung oder Energieersparnis. Alles Themen, die für die Zukunft der Stadt und dem demographischen Wandel wichtig seien. Und das neue Konzept werde sich darauf beziehen.

Neue Ideen

Die Luminale wird zukünftig in fünf Kategorien eingeteilt. Ein neuer Bereich lädt Architekten, Städteplaner, Künstler oder Umweltexperten ein, „das Leben in der Stadt sauberer, grüner, sicherer und komfortabler“ zu machen. Wie das genau aussehen soll, bleibt zunächst unklar. Es sollen unter anderem „intelligente Lösungen“ und „visionäre Konzepte“ präsentiert werden.

Die anderen Kategorien sind etwas deutlicher. Eine Jury mit Experten aus den Bereichen Architektur, Lichtdesign, Video oder Kunst wählen Projekte aus, die sich künstlerisch mit den Themen Licht und Stadt auseinandersetzen. Wer zur Jury zählen wird, ist noch nicht bekannt.

Außerdem haben junge Menschen die Chance, sich bei der Luminale mit eigenen Projekten in Szene zu setzen. Eine weitere Kategorie sieht vor, Projekte der Frankfurter Bürger sowie von Initiativen der Stadtteile oder Nachbarschaftsaktionen einzubeziehen. Bei der dieser Kategorie soll mindestens ein Projekt präsentiert werden, das der Stadt erhalten bleibt.

Alte Probleme

Die bekannten Spielstätten in den Frankfurter Stadtteilen sowie die Kooperation mit Offenbach bleiben bestehen. Die Luminale bleibt, wie zuvor unter der Leitung von Helmut Bien, für alle offen. Aber auch ein anderer Aspekt bleibt: Die Projekte müssen von den Künstlern selbst organisiert und über Sponsoren finanziert werden. Ex-Kurator Helmut Bien hatte im vergangenen November kritisiert, dass nach wie vor kein Budget für die Lichtprojekte vorgesehen seien.

Die Messe Frankfurt wird auch in Zukunft nur das Projektbüro und die Kommunikation des Gesamtprojektes finanzieren. Im Jahr 2002 fand die erste Luminale statt. In enger Zusammenarbeit mit der Fachmesse „Light + Building“ präsentierte die Messe Frankfurt alle zwei Jahre das Lichtspektakel. 2016 waren mehr als 200 Lichtinszenierungen in Frankfurt und Offenbach zu sehen, knapp 200 000 Besucher wurden angezogen.

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