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Stargeiger David Garrett Teufelsgeiger: David Garrett - «Teufelsgeiger» im MTZ

Stargeiger David Garrett war zu Besuch im Kinopolis: Er präsentierte dort seinen Film „Der Teufelsgeiger“. Wie gibt sich ein gefeierter Musiker im Einkaufszentrum? Wir waren dabei.
Die achtjährige Sarah darf dem Meister etwas vorspielen - David Garrett lauscht andächtig. Bilder > Foto: Hans Nietner (Hans Nietner) Die achtjährige Sarah darf dem Meister etwas vorspielen - David Garrett lauscht andächtig.
Sulzbach.  Wird er spielen? Die Frage hängt über den Köpfen der David-Garrett-Fans, die dicht gedrängt im Kinopolis-Foyer stehen. Und sie beschäftigt den Pressesprecher, der immer wieder nervös seinen Zettel mit Interviewfragen aus dem Jackett fummelt. Es heißt, in Marburg hätte Garrett vor der Filmvorstellung seine Geige hervorgeholt, ein bisschen widerwillig. „Hoffen wir, dass er’s hier auch macht“, sagt der Sprecher und blinzelt nervös.

Das Foyer ist voll

Das Foyer ist voll. Es müssen mindestens 700 Leute sein, die sich am Samstagabend an der Absperrung drängten; so viele passen ins Kino Eins. David Garrett, der Stargeiger, der Musikrebell, der gutaussehende junge Mann mit perfekt getrimmtem Dreitagebart – er wird dort seinen Film vorstellen. Garrett spielt den „Teufelsgeiger“ Paganini im gleichnamigen Streifen. Perfekt auf der Violine, schauspielerisch so lala, sind sich die Kritiker einig.
 
Bilderstrecke David Garrett - Teufelsgeiger im Einkaufszentrum
Zahlreiche - vor allem weibliche - David-Garrett-Fans warteten auf die Präsentation seines Kinofilms: «Der Teufelsgeiger »Der STargeiger gibt im Main-Taunus-Zentrum vor dem Kinopolis Autogramme - auch auf Geigen.Für seinen Einsatz an der Autogrammfront - und natürlich auch für seinen Film - erntete der Geiger Applaus.
Es folgen Impressionen von dem Termin.

Alle Fotos: Nietner

Den Fans ist das egal; sie wollen Fotos, viele Fotos, und Autogramme. Vielleicht sogar einen Händedruck, ein kurzes Lächeln, mit Blickkontakt. Die meisten von ihnen sind sorgfältig geschminkte Mädchen. „David ist toll, ich will werden wie er“, sagt Sarah, acht Jahre alt, und umklammert ihre kleine Geige. „Auf der hat sie vor drei Jahren angefangen zu spielen“, erklärt ihre Mutter; sie hat vor Aufregung rote Wangen. „Sag ihm, er soll auf der Geige unterschreiben, hörst du?“

Auf der Geige unterschreiben

Dann kommt er. Schwarz glänzendes Sakko, darunter ein buntes T-Shirt, viel Schmuck – natürlich: Garrett ist Markenbotschafter für den Juwelier Thomas Sabo, der irgendwie mit drin hängt im Film: Jedenfalls trägt Garrett im offiziellen Trailer einen Haufen Ketten und sagt, der „Teufelsgeiger“ sei „inspired by Thomas Sabo“. Garretts Hosenboden hängt in den Kniekehlen, seine Füße stecken in glitzernden Bikerboots, und dann dieser Bart.
 
Die Menge kreischt, David arbeitet die Reihen ab. Er hat einen Helfer dabei, der den Fans ihre Kameras aus der Hand nimmt, ein Foto schießt und genervt guckt, wenn sie sie vor Verzückung nicht gleich wieder an sich nehmen. Ein weiterer Mann trägt Garretts Fünf-Millionen-Geige von Stradivari aus dem 18. Jahrhundert in einem Kasten auf dem Rücken. Er schaut streng auf die Journalisten, die abseits stehen und Wasser trinken. „Lassen Sie bitte David eines übrig“, sagt er, „die Flaschen waren für ihn.“ Betretendes Schweigen, bis auffällt, dass wohl nicht umsonst mehrere Gläser auf dem Tablett standen.

Er spielt für die Fans

David Garrett macht drei Runden, dann hat er genug. Er lächelt freundlich und zieht ab, die Fans strömen in Kino Eins, und für den Pressesprecher beginnt der schwierige Teil: Er muss die Zeit überbrücken, bis der Geiger sich auf die Bühne bequemt. Er macht ein paar Scherze, aber die Zuschauer hinter ihren Smartphones wollen nur einen sehen. Und da ist er: David Garrett, auf der Bühne, vor dem roten Samtvorhang, und eigentlich wirkt er wie der nette Typ von nebenan, nur dass er dafür einen Tick zu viel Schmuck trägt. Dann die Frage aller Fragen, die mehr ein Wink mit dem Zaunpfahl ist: „David, du bist doch eigentlich Geiger...?“.
 
Ja, er spielt: Ein Stück von Paganini, was sonst. Für ungeübte Ohren klingt es etwas schräg und ziemlich abgehackt, aber so war Paganini nun mal. Das Publikum johlt, es ist glücklich. Der Pressesprecher auch. (Julia Rösch)
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