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Flugplatz Egelsbach: Der kleine Nachbar im Süden

Der kleine Nachbar des Frankfurter Flughafens, der Flugplatz Egelsbach, feiert nächstes Jahr sein 60-jähriges Jubiläum. Mit über 70 000 Flugbewegungen im Jahr ist er inzwischen ein ganz Großer.
Die Hellerhofschüler erlebten unter fachkundiger Führung von Flughafensprecherin Nina Lamprecht einen spannenden Tag in Egelsbach. 	Foto: Jost Bilder > Die Hellerhofschüler erlebten unter fachkundiger Führung von Flughafensprecherin Nina Lamprecht einen spannenden Tag in Egelsbach. Foto: Jost
Egelsbach. 

Der Flugplatz Egelsbach, 24 Kilometer südlich von Frankfurt, hat eine Fläche von rund 72 Hektar. Er wird betrieben von der Hessischen Flugplatz GmbH Egelsbach, deren Mehrheitseigentümerin mit knapp 88 Prozent die Firma NetJets ist. Der Flugplatz verfügt über eine Start- und Landebahn mit einer Länge von 1400 Metern und einer Breite von 25 Metern sowie über eine Graspiste (670 mal 30 Meter) für bestimmte Kleinflugzeuge bis 1,2 Tonnen. Flugzeuge bis 20 Tonnen dürfen den Flugplatz benutzen, vorwiegend sind aber dort kleinere Maschinen vorzufinden.

Nina Lamprecht (55), Pressesprecherin sowie für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit zuständig und von der Luftfahrt fasziniert, arbeitet seit fünf Jahren am Flugplatz Egelsbach und ist von der Luftfahrt fasziniert. Früher arbeitete sie am Frankfurter Flughafen –18 Jahre lang. „Das besondere an dem Job ist, dass jeder Tag spannend und jeder Tag anders ist“, hob sie begeistert hervor und beantwortete gerne die Fragen der wissbegierigen ZING-Reporter.

 

Eigene Tankstelle

 

Zum Beispiel, dass eine Cessna, deren Tanks in den Tragflächen liegen, etwa 20 Liter Flugbenzin (AVGAS) pro Stunde bei einer Reisegeschwindigkeit zwischen 90 und 200 Kilometer pro Stunde verbraucht. Dafür steht eine eigene Tankstelle auf dem Flugplatz zur Verfügung, während zu größeren Fliegern Tankfahrzeuge fahren.

Größere Flugzeuge (Business-Jets), die Düsen- oder Propellerantrieb haben, erreichen Reisegeschwindigkeiten von 700 bis 860 km/h. Die Anschaffungspreise dieser Maschinen bewegen sich von drei bis 20 Millionen Euro. Praktisch: Fluggäste können mit dem Taxi direkt ans Flugzeug gebracht und abgeholt werden.

Auf dem Flugplatz, dessen Betriebszeiten zwischen 7 und 21 Uhr liegen, parken etwa 160 Flugzeuge in 16 Hangars oder in zwei modernen Flugzeughallen, die im Jahr 2006 entstanden sind. Eine verfügt über einen Drehteller zum leichteren Rangieren der Flugzeuge. Vor den Hallen stehen für größere Maschinen auch Beladungsgeräte (Gepäckwagen) bereit. Von den Betriebszeiten ausgenommen ist der Polizeihubschrauber. Er darf zu jeder Zeit fliegen.

Der Tower ist mit zwei Personen besetzt, von denen jeweils eine die Flugzeuge am Boden betreut und die andere für die Flugzeuge in der Luft zuständig ist, wobei die Anmeldung für das Anfliegen kurzfristig erfolgen kann. Für Notfälle steht immer eine eigene Feuerwehr bereit. Es gibt auch ein „Follow me“-Fahrzeug, das die Flugzeuge in die Parkposition einweist, aber auch die Aufgabe hat, die Landebahn abzufahren und dort mögliche Fremdkörper und Hindernisse zu beseitigen.

Nina Lamprecht weiß über ein bereitstehendes 67 Jahre altes russisches Flugzeug der Firma „Classic Wings“ vom Typ Antonow An-2, zu berichten, dass es täglich auch Schulkinder befördert hat, die weit weg von der Schule wohnten. Der Doppeldecker war das seinerzeit meistgebaute Flugzeug, das auf der Grasbahn bereits nach 300 Meter steht.

 

Fluglärm ist Thema

 

Soeben ist eine Hawker 800 mit einer Spannweite von 15,66 Meter und acht Sitzplätzen zwischengelandet. Der Pilot kam von Dijon (Frankreich) und möchte weiter nach Bristol (England) fliegen. Inzwischen ist ein weiterer, diesmal sehr leiser Jet gelandet. Trotzdem ist Fluglärm auch am Flugplatz Egelsbach ein Thema. Daher ist hierfür ein Beschwerdetelefon eingerichtet.

Weniger laut geht es dagegen in den am Flugplatz ansässigen 30 verschiedenen Firmen z. Dazu gehören ein Nobelrestaurant, Luftfahrtunternehmen, Flugschulen und Vereine, die insgesamt etwa 700 Mitarbeiter beschäftigen.

 

Rivin Ader, Ervin Berovic, Quang Bui, Belmin Cruovrsanin, Justin Emrekovic, Dennis Erjawez, Valéria Garcia C., M’hamed Hadiki, Nico Horvat, Tharani Jeyakumat, Amira Lamaallam, Gina Leotta, Abeal Meham, Lea Nabache, Crynan Pan, Daniel Savas von der Klasse 4d der Hellerhofschule, Gallus.

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