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Kriminalstatistik: Drogenhandel: Jeder zweite Dealer illegal im Land

Von Mehr als die Hälfte aller im vergangenen Jahr im Bahnhofsviertel geschnappten Drogendealer kamen aus Afrika. Eingereist sind sie zumeist erst ab Mitte 2015. Und mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen hielt sich illegal im Bundesgebiet auf. Das gab die Polizei am Freitag bei der Veröffentlichung der Frankfurter Kriminalstatistik bekannt.
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Frankfurt. 

Um die Drogen- und Straßenkriminalität im Bahnhofsviertel in den Griff zu bekommen, setzt die Polizei auf stärkere Präsenz und hohen Kontrolldruck. Die Zahl der dort festgestellten Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz ist dadurch deutlich gestiegen. Das geht aus der gestern im Frankfurter Präsidium vorgestellten Kriminalstatistik hervor. 2017 verzeichnete die Polizei 530 Fälle mutmaßlichen Drogenhandels im Bahnhofsgebiet, das sind 147 Fälle mehr als im Vorjahr und viermal so viele wie 2014.

Bereswill: „Frankfurt ist sicherer geworden“

Von einer „äußerst erfreulichen Entwicklung“ sprach Polizeipräsident Gerhard Bereswill bei der Vorstellung der Kriminalstatistik. „Das Jahr 2017 war für die Frankfurter Polizei ein erfolgreiches Jahr.

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Folge der Flüchtlingskrise

Die meisten im vergangenen Jahr aufgegriffenen Dealer stammen aus Afrika, alleine 38 Prozent aus den beiden nordafrikanischen Staaten Marokko und Algerien. Dies ist offenbar eine Folge der Flüchtlingskrise. Denn 61 Prozent der Tatverdächtigen, denen Drogenhandel oder -schmuggel im Bahnhofsviertel vorgeworfen wird, seien erst ab Mitte 2015 nach Deutschland eingereist, stellte die Frankfurter Polizei fest. Mehr als jeder Zweite habe sich „illegal im Bundesgebiet“ aufgehalten.

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Kommentar

Dass die Frankfurter Polizei detaillierte Angaben zur Herkunft der Drogendealer im Bahnhofsviertel gemacht hat, ist zu begrüßen. Diejenigen, die den Beamten Rassismus vorwerfen, werden zwar entgegnen:

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Ihre Arbeit im Bahnhofsviertel stellt die Polizei als Erfolg dar. Die verstärkte Präsenz habe zu einem deutlichen Rückgang bei Diebstählen geführt, sagte Abteilungsdirektor Michael Hallstein. Die Zahl der Straßenraub-Fälle stieg hingegen auf 227 Fälle, das ist ein deutliches Plus von rund 33 Prozent gegenüber 2016. „Diese Zahl muss man jedoch relativieren“, sagte Hallstein. Denn darunter seien viele Szenedelikte, die erst durch die erhöhte Polizeipräsenz bekannt würden. „Wenn ein Dealer dem anderen einen Crack-Stein wegnimmt, stellt normalerweise niemand Strafanzeige“, erklärte er.

Verschiebung ins Hellfeld

Der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill betonte, dass auch die Zunahme der Rauschgiftdelikte durch die häufigeren Kontrollen im Bahnhofsviertel zu erklären sei. „Es handelt sich in Wirklichkeit um keine Zunahme, sondern es ist eine Verschiebung vom Dunkel- und Hellfeld“, sagte Bereswill.

Während der Polizeipräsident mit der insgesamt zurückgegangen Kriminalität im Stadtgebiet sehr zufrieden ist (siehe Text rechts) , bereitet ihm eine Entwicklung größere Sorgen: Die Gewalt gegen Polizisten ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. 1442 seiner Beamten wurden der Polizeistatistik zufolge im vergangenen Jahr Opfer von Angriffen und gewalttätigem Widerstand, 9,3 Prozent mehr als im Vorjahr. „Die Politik hat darauf bereits reagiert, aber es fehlt ein deutliches Signal aus der Gesellschaft, dass es so nicht weitergehen kann“, sagte Bereswill.

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