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Ein Museum, das sein Konzept völlig verändert hat

Jeden Tag – außer montags – öffnet das Weltkulturen Museum seine Türen zu außergewöhnlichen Objekten und Kunstwerken. Das Museum zählt heute 67 000 Objekte. Vom Völkerkundemuseum zum Weltkulturen Museum und vom Sammeln der Objekte aus aller Welt zum Kunstwerklabor hat sich das Konzept verändert. Darüber sprach die Klasse 4 d der Hellerhofschule mit der Leiterin der Abteilung Bildung und Vermittlung, Stephanie Endter.
Die ZING-Reporter der Klasse 4 d der Hellerhofschule interviewen Stephanie Endter im Weltkulturen Museum. Die ZING-Reporter der Klasse 4 d der Hellerhofschule interviewen Stephanie Endter im Weltkulturen Museum.

Was ist Ihre Aufgabe in diesem Museum?

STEPHANIE ENDTER: Ich mache die Konzepte für Führungen und die Workshops in den Ausstellungen.

Was ist das Besondere an diesem Museum?

ENDTER: Es werden mittlerweile keine neuen Objekte mehr gesammelt und es werden auch keine Expeditionen mehr in ferne Länder gemacht. In den 2000er Jahren änderten wir nicht nur den Namen des Museums, sondern auch unser Konzept. Es wurde ein Labor eingerichtet. Zeitgenössische Künstler wie zum Beispiel Maler oder Designer besuchen das Museum für ein paar Wochen, können sich Objekte aussuchen, beobachten und Ideen für ein neues Kunstwerk sammeln. Aus diesen neuen Kunstwerken entstehen neue Ausstellungen, und dadurch wächst auch unsere Sammlung.

Wie heißt die jetzige Ausstellung und was gibt es da zu sehen?

ENDTER: „El Hadji Sy: Painting, Performance, Politics“ ist die aktuelle Ausstellung im Weltkulturen Museum, die sich mit dem Thema Kunst und Aktivismus in Afrika beschäftigt. Die Ausstellung endet am 18. Oktober 2015. El Hadji Sy ist ein senegalesischer Künstler, der sich mit den Objekten des Museums auseinandergesetzt hat. Eines seiner außergewöhnlichen Bilder wird im Obergeschoss des Museums gezeigt. Die ausgestellten Objekte bestehen aus vier geschnitzten Hockern aus Papua-Neuguinea aus der Sammlung des Weltkulturen Museums. Diese wurden von El Hadji Sy auf eine Bodenmalerei aus Jutesäcken gestellt. Die Hersteller dieser Hocker sind unbekannt, und für El Hadji Sy sind es keine Handwerker gewesen, sondern Künstler. Mit diesem Kunstwerk möchte der Künstler diese vier Unbekannten und ihr Werk würdigen. Er malte auf die Jutesäcke vier unsichtbare und namenlose Personen aus Papua-Neuguinea, die sich in einem Brunnen spiegeln. An der Wand über diesem Kunstwerk findet man ein riesiges Portrait des früheren senegalesischen Präsidenten Abdoulaye Wade. El Hadji Sy benutzt alltägliche Materialien. Dieses Portrait wurde auf Metzgerpapier gemalt.

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