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Nach Hels-Angels-Schießerei: Frankfurt will Rocker-Korso verbieten

Nach einer Schießerei im Frankfurter Bankenviertel, bei der fünf Mitglieder der Rockergruppe Hells Angels verletzt wurden, will die Stadt eine für morgen geplante Rundfahrt der Höllenengel verbieten.
Die Stadt Frankfurt will eine für morgen geplante Rundfahrt der Hells Angels nach einer Schießerei verbieten. Foto: dpa Die Stadt Frankfurt will eine für morgen geplante Rundfahrt der Hells Angels nach einer Schießerei verbieten. Foto: dpa
Frankfurt. 

Die Sicherheit in Frankfurt sei nach dem Vorfall nicht mehr zu gewährleisten, sagte Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) gestern. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass eine Auseinandersetzung zwischen Hells Angels aus Frankfurt und Gießen am späten Mittwochabend (02.07.2014) derart eskalierte, dass schließlich geschlagen und geschossen wurde.

Bilderstrecke Fünf Verletzte bei Rockerkrieg in Frankfurt
In der Nacht vom 2. Auf den 3. Juli 2014 peitschten Schüsse durch die Frankfurter Innenstadt. Fünf Menschen wurden verletzt. FNP.de zeigt Bilder vom Tatort in dieser Fotostrecke. Fotos: Scheh (6), Kammerer (6), dpa (4)Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich um einen Streit zwischen Mitgliedern der Rockergruppe "Hells Angels".Die Schüsse fielen um 23:45 Uhr vor dem Hochhaus "Taunustor" in der Frankfurter Taunusstraße.

„In Frankfurt ist kein Platz für Gewalttäter“, sagte Stadtrat Frank mit Blick auf den „City Run“ der Hells Angels, zu dem 500 Teilnehmer mit Motorrädern erwartet werden. Frank kündigte an, sowohl den Korso als auch die anschließende Party zu verbieten. In Frankfurt gab es bis 2011 zwei Charter, also Clubs der Angels. Diese wurden vom damaligen Innenminister als „kriminell“ verboten, die Mitglieder sind aber noch da.

Die Hintergründe des blutigen Streits sind nach Angaben der Strafverfolger noch unklar. Spekuliert wird, dass Meinungsverschiedenheiten um die Ausrichtung der Hells Angels eine Rolle spielen könnten. Während die „Traditionalisten“ aus Frankfurt der Aufnahme von Männern mit Migrationshintergrund skeptisch gegenüberstehen, haben die nach Nordrhein-Westfalen orientierten „Progressisten“ aus Gießen etwa mehrere Ausländer in ihren Reihen. Auch dass die Schüsse mit einem Verteilungskampf nach dem Verbot der Frankfurter Hells-Angels-Charter zu tun haben, wird in Sicherheitskreisen für denkbar gehalten. Dem Vernehmen nach organisiert sich die Szene derzeit neu.

Bei den Schüssen vor dem Japan Tower im Bankenviertel wurden vier „Höllenengel“ von jeweils einer Kugel getroffen, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Außerdem wurde einem Rocker so fest auf den Arm geschlagen, dass seine Bizepssehne riss. Wer schoss und wie viele Waffen im Spiel waren, ist noch unklar.

Die Verwaltung des Japan Centers hat den Eingang abgesperrt. Dort wurden nachts mehrere Kugeln abgefeuert. In der Glasfront links, die getroffen wurde, fehlen nun zwei Scheiben.	Fotos: chc/mwe/lhe
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