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Gewalt: Frauenleiche lag wohl mehrere Tage in Wohnung

Von Die Tote lag mehrere Tage in ihrer Wohnung – am Donnerstag wurde sie von der Polizei entdeckt und in die Gerichtsmedizin gebracht. Die Polizei sucht nun den Lebensgefährten der 51-Jährigen aus Hausen.
Hausener Obergasse 15: Ein eher tristes Mietshaus, etwas heruntergekommen, die Mietparteien größtenteils Migranten. Im zehnten Stock fand die Polizei eine Leiche. Es könnte ein Verbrechensopfer sein. Gestern waren die meisten Bewohner noch ratlos über das, was in ihrer Nachbarschaft geschehen sein soll. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Hausener Obergasse 15: Ein eher tristes Mietshaus, etwas heruntergekommen, die Mietparteien größtenteils Migranten. Im zehnten Stock fand die Polizei eine Leiche. Es könnte ein Verbrechensopfer sein. Gestern waren die meisten Bewohner noch ratlos über das, was in ihrer Nachbarschaft geschehen sein soll.
Frankfurt. 

Eine Bekannte hatte die Polizei alarmiert, nachdem die Tür ihrer Freundin Claudia M. am Donnerstag verschlossen geblieben war, Klopfen und Läuten half nichts. Um 14.30 Uhr war die Polizei da, öffnete die Wohnungstür im zehnten Stock des Hochhauses in der Hausener Obergasse – und fand die 51-jährige Mieterin tot.

Ob es ein Verbrechen war, war gestern noch nicht zu sagen. Die Leiche wurde gerichtsmedizinisch untersucht, ein Ergebnis lag noch nicht vor. Ob der Leichnam Hinweise auf Gewaltanwendung aufwies, dazu wollte sich Polizeisprecher Manfred Füllhardt nicht äußern. Ausschließen wollte er eine Gewalttat aber auch nicht. Füllhardt: „Sonst läge die Leiche jetzt ja auch nicht in der Rechtsmedizin.“ Mit ersten Ergebnissen der Untersuchung rechnet die Polizei für Montag. Die Tote lag wohl schon einige Tage in der Wohnung.

Nachbarn hörten Schreie

Schon am Samstag war die Polizei bei dem 13-stöckigen Wohnhochhaus in Hausen. Anwohner hatten Hilfeschreie gehört und die Polizei alarmiert. Als die Beamten aber in der Obergasse eintrafen, sei alles ruhig gewesen, berichtet Füllhardt. „Niemand konnte sagen, woher die Hilferufe gekommen waren.“ Die Beamten hätten versucht, sich durchzuklingeln – bei einem Haus mit 70 Parteien ein schwieriges Unterfangen. Ob die Hilfeschreie überhaupt etwas mit dem Leichenfund zu tun hätten, sei auch noch nicht klar, betont der Polizeisprecher.

Die Polizei sucht nun nach dem 54-jährigen Lebensgefährten der Frau. Dieser habe ein inniges Verhältnis zu Claudia M. gehabt, erzählen Nachbarn. „Sie haben alles zusammen gemacht. Das ist alles so traurig“, sagt eine Frau.

Ein anderer Nachbar, der die 51-jährige kannte, seit er ein Kind war und der sie gleichfalls gut leiden konnte, berichtet, dass der Lebensgefährte vor sechs Jahren aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen sei und seitdem in einer eigenen Wohnung im selben Haus lebe. „Aber er hatte einen Schlüssel und konnte immer rein, auch, wenn sie gar nicht da war.“ Übereinstimmend berichten die beiden Nachbarn darüber, dass der Lebensgefährte wohl drogensüchtig sei.

Großes Polizeiaufgebot

Die Polizei habe nach Auffinden des Leichnams alles abgesucht, auch mit Suchhunden. Mieter hatten sich über das große Polizeiaufgebot gewundert. Gestern war die Spurensicherung noch einmal in der Wohnung. Am Nachmittag standen ein Bus der Polizeitaucher und ein Notarztwagen an der Nidda unweit des Hochhauses.

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