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Wahlkampf: Grüne gehen mit Themen Verkehrswende und Weltoffenheit auf Stimmenfang

Von Klimawandel, solidarische Gesellschaft, Verkehrswende und Wohnen: Das sind die Themen, mit denen die Grünen ab sofort um Wählerstimmen werben. Mindestens einen Wahlkreis wollen sie direkt gewinnen.
Sie stehen für Grün: Miriam Dahlke (v.l.), Miriam Schmidt, Sebastian Popp, Martina Feldmayer, Taylan Burcu, Marcus Bocklet. Foto: Holger Menzel (Holger Menzel) Sie stehen für Grün: Miriam Dahlke (v.l.), Miriam Schmidt, Sebastian Popp, Martina Feldmayer, Taylan Burcu, Marcus Bocklet.
Frankfurt. 

„Des muss klappe, dass die Grüne widder hochkomme“, sagt eine Frau auf einer Bank gegenüber des Wahlstandes der Grünen am Merianplatz, während sich dort die Kandidaten für die Landtagswahl vorstellen. Und so sagt Beatrix Baumann, Vorstandssprecherin der Grünen, auch sogleich: „Wir gehen mit hohen Erwartungen in den Wahlkampf.“

Chance auf Wahlkreis 38

Bei der vergangenen Landtagswahl im Jahr 2013 haben die Grünen hessenweit 11,1 Prozent der Wählerstimmen bekommen – in Frankfurt waren es 16,7 Prozent. Seither bilden die Grünen mit der CDU die Regierungskoalition im Landtag. „Hessen ist grüner und gerechter geworden“, sagt Baumann. „Und die aktuellen Umfragen stimmen uns optimistisch.“ Wäre jetzt Wahl, könnte die Partei 14 Prozent der Stimmen erreichen. „Die Chancen stehen sogar gut, dass wir den Wahlkreis 38 gewinnen.“

Dieser Wahlkreis umfasst die Stadtteile Bornheim, Nordend und Ostend – eine klassische Grünen-Hochburg. Dennoch holte sich dort bei der vergangenen Wahl Bettina Wiesmann (CDU) das Direktmandat mit 32,7 Prozent der Wählerstimmen. Marcus Bocklet musste sich geschlagen geben, über den Listenplatz schaffte er dennoch den Einzug in den Landtag. Er gibt sich kämpferisch: „Ich will hier gewinnen.“ Damit ihm dies gelingt, will er für eine verbesserte Integration von Migranten und Flüchtlinge einstehen. „Wir müssen den sozialen Zusammenhalt stärken.“ Angesichts der Bilder aus Chemnitz, wo Rechtsradikale Ausländer gejagt haben, sei dies dringend notwendig.

CO2-Bremse und Kultur

Chemnitz, die dortigen Ausschreitungen und der Rechtsruck in der Gesellschaft, das sind Themen, die nicht nur Marcus Bocklet, sondern auch die anderen fünf Landtagskandidaten der Grünen beschäftigen. Dazu zählt neben Taylan Burcu (Wahlkreis 39: Osten), der sich für die Verteidigung der offenen und vielfältigen Gesellschaft einsetzen will, auch Martina Feldmayer (Wahlkreis 34: Westen). „In den hessischen Landtag drängen Rassisten“, so Feldmayer. „Wir müssen uns der Hetze und dem Hass entgegenstellen.“ Sie will sich aber auch, ebenso wie Miriam Dahlke (Wahlkreis 35: Nordwesten), für eine Verkehrswende einsetzen. „Wir brauchen eine CO2-Bremse im Grundgesetz.“ Dahlke fügt an: „Wir müssen den öffentlichen Personennahverkehr attraktiver machen.“

Europa im Blick

Sebastian Popp (Wahlkreis 36: Innenstadt) will das Thema Kultur im Landtag stärken und sich dafür einsetzen, dass die Stadt bei Sanierung oder Neubau der Städtischen Bühnen Unterstützung aus Wiesbaden bekommt. Miriam Schmidt (Wahlkreis 37: Süden) hingegen macht sich für Europa stark. „Das ist für mich der Schlüssel der Zukunft. Nur gemeinsam können wir etwas erreichen“, sagt sie.

Im Wahlkampf setzen die Grünen auf den Kontakt mit den Bürgern, gehen – wie die SPD – von Tür zu Tür. Es stehen auch Radtouren, ein Besuch in einem Boxclub sowie die Aktion „Von Gadde zu Gadde“ an. Dabei besuchen die Politiker Kleingartenanlagen und verteilen Sonnenblumensamen.

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