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Hinter den Kulissen eines Warenhauses

Interview in der Dekoabteilung. Die ZING-Reporter sprechen mit Bettina Schmidt. Foto: Fritzsche Interview in der Dekoabteilung. Die ZING-Reporter sprechen mit Bettina Schmidt. Foto: Fritzsche
Frankfurt. 

Vom Bleistift für 19 Cent bis zur Perlenkette für 18 000 Euro – das Warenangebot der Galeria Kaufhof an der Hauptwache bietet für jeden Geldbeutel etwas.

Auf einer Fläche von 25 000 Quadratmetern, verteilt auf zehn Etagen – von der Lebensmittelabteilung im Untergeschoss bis zur Sportabteilung im sechsten Stockwerk und dem Restaurant in der siebten Etage – können die jährlich neun Millionen Kunden zwischen 350 000 Artikeln wählen. In Eisenbahnwaggons verpackt, ergäbe das Warenangebot einen Zug von etwa 40 Kilometer Länge. Rund 700 Mitarbeiter kümmern sich an 305 Tagen im Jahr Montag bis Mittwoch von 9.30–20 Uhr und Donnerstag bis Samstag von 9.30–21 Uhr vor und hinter den Kulissen um das Wohl der Kunden.

Um sechs Uhr treffen die ersten Lastwagen an der Rampe der Warenannahme im Erdgeschoss ein. Auf der linken Seite werden die Lebensmittel angeliefert. Aus hygienischen Gründen sollen sie nicht mit anderen Waren in Berührung kommen. Hartwaren (Konfektion, Töpfe usw.) werden danach bis 14 Uhr an der rechten Seite ausgeladen.

Die Waren kommen zum Teil aus dem Außenlager in Dietzenbach, da das Haus an der Hauptwache zu wenig Lagerraum bietet. Im Bereich der Warenannahme befindet sich auch ein großer Container, in dem die Papier- und Plastikabfälle des gesamten Hauses für die Wiederverwertung gesammelt werden.

Im Kälte-Maschinenraum, dem Schaltraum, der Zuluft-Zentrale und der Pforte werden Temperatur, Licht und Luft reguliert sowie über die Sicherheit im Haus gewacht. Wichtig sind die Aufzüge: Lastenaufzug, Kundenaufzüge und ein Umlaufaufzug fürs Personal – der gute, alte Paternoster! Er ist eine Besonderheit in der Galeria Kaufhof, da diese Art Aufzug nicht mehr hergestellt wird. Dabei ist er wegen seiner gleichmäßigen Fahrweise und mit einem Verbrauch von fünf Kilowatt pro Stunde äußerst stromsparend. Das Warenhaus hat übrigens eine monatliche Stromrechnung von rund 100 000 Euro.

Im Erdgeschoss ist Roland Schuler in der Pforte verantwortlich für die Überwachung der Räume. Hier befindet sich auch die Brandmeldezentrale. Nachts ist die Pforte per Alarmanlage mit einem Wachdienst verbunden. Alle Mitarbeiter müssen sich bei Arbeitsantritt an der Pforte in ein Anwesenheitsbuch eintragen oder ihre Mitarbeiterkarte abstempeln.

Die Ware in der Galeria Kaufhof schön zu präsentieren ist die Aufgabe der Dekorationsabteilung. Hier wird gebügelt, gebastelt, gemalt, werden Plakate angefertigt und Preisschilder gedruckt. Ganz wichtig ist für die Mitarbeiter, die rund 300 Schaufensterfiguren in Szene zu setzen. Die Dekorationen richten sich nach den Jahreszeiten und Festen. Geschäftsführer Frank Bertsch sorgt mit 15 Abteilungsleitern, Assistenten, Verkaufspersonal und technischen Mitarbeitern für einen reibungslosen Ablauf im Warenhaus, welches direkt an der Zeil gelegen ist. Das Personal arbeitet 7,5 Stunden täglich in drei Schichten: Frühschicht, Mittelschicht, Spätschicht. Es gilt die 5-Tage-Woche. Überstunden werden entweder ausgeglichen oder vergütet. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, in der Galeria Kaufhof Karriere zu machen: eine Lehre, ein duales Studium oder mit einer Handwerkerausbildung.

Klasse 4b der Heinrich-Kromer-Schule, Niederursel

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