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Agility für Hunde: Im Laufschritt über Hindernisse

Von Beim Agility trainieren Mensch und Tier Geschick, Reaktionsfähigkeit, Schnelligkeit. Teamarbeit ist hier gefragt.
Während der Vierbeiner über einen Steg rennt, rennt ihm Frauchen hinterher und gibt Anweisungen. Foto: Holger Menzel Während der Vierbeiner über einen Steg rennt, rennt ihm Frauchen hinterher und gibt Anweisungen.
Bockenheim. 

Es wirkt fast wie Magie, was die Damen und Herren auf dem Hundeplatz im Rebstöcker Weg aufführen: Sie laufen durch einen Parcours aus Slalomstangen, Stegen, Wippen und Röhren, führen ihre Hände wie Konzertdirigenten durch die Luft und ihre Hunde folgen wie an einer unsichtbaren Leine gezogen. Sie rasen und hüpfen in irrem Tempo durch den Parcours, stets den Blick auf Hände und Schultern von Herrchen oder Frauchen gerichtet. Etwa 30 Sekunden dauert der Lauf, dann gibt es ein verdientes Leckerli.

Was die knapp 100 Teams aus Mensch und tierischem Begleiter beim Agility-Turnier gerade zeigen, hat mit Magie aber nicht viel zu tun, dafür umso mehr mit diszipliniertem Training und einer starken Bindung. Letztere nämlich werde beim Agility-Training des Sportvereins für Schutz- und Gebrauchshunde (SSGH) besonders gefördert, sagt Vereinssprecherin Silke Lathan. Wenn ein Hund einen Fehler macht, also beim Slalom eine Stange wirft oder durch eine Röhre läuft, obwohl er über den Steg soll, dann sei die Schuld stets beim Menschen zu suchen: „Man muss immer gucken: Wo laufe ich und wo verläuft der optimale Weg des Hundes. Wenn ich falsch stehe, nimmt der Hund ein falsches Hindernis“, sagt Lathan.

Fünf Minuten Zeit

Mensch und Tier trainierten somit gleichermaßen Reaktionsfähigkeit, Schnelligkeit und Geschick. Dies nicht zuletzt, weil man nur fünf Minuten habe, den Parcours zu studieren.

Zu berücksichtigen gilt es dabei auch, dass Hunde und Menschen anders ausgeprägte Gesichtsfelder besitzen: Während ein Mensch rund 180 Grad horizontal erkennt, sieht ein Hund etwa 250 Grad. „Ich muss den Hund also durch den Parcours führen“, betont Lathan.

Eine falsch gestellte Schulter oder ein zu weit abgespreizter kleiner Finger könnten je nach Hunderasse schon große Unterschiede in der Führung machen. „Es ist unglaublich, wie Hunde uns lesen. Jeder Fehler, den du machst, wird dir nicht verziehen“, erklärt die Besitzerin des sechsjährigen Chihuahua-Mix Nele und des vierjährigen Collie-Mix Mori.

Dass die Rasse für die Teilnahme und den Erfolg nicht entscheidend ist, zeigt die Anwesenheit vieler verschiedener Hunderassen: Border Collie, Jack Russel Terrier, Cocker Spaniel, Dackel, Beagle, Spitz – sie alle flitzen durch den Parcours, der daher mehrfach nur für Hundegröße (klein, mittel, groß) und Leistungsklasse (Anfänger bis Fortgeschritten) umgebaut wird. „Lediglich sehr große Rassen wie Bernhardiner sind einfach zu langsam und nicht wendig genug für ein Turnier“, erklärt Lathan. Besonderes Augenmerk liege beim Aufbau des Parcours stets auf der Gesundheit der Tiere: „Extra ausgebildete Wettkampfrichter machen das. Sie achten darauf, dass der Parcours gut zu laufen ist und die Gelenke der Hunde schont“.

Mindestalter nötig

Voraussetzung für die Teilnahme, die später zu Landes- und Weltmeisterschaften führen kann, ist eine Begleitprüfung und ein Mindestalter von 18 Monaten. Der älteste Hund des Turnier ist mit elf Jahren bereits ein Senior: „Das sind immerhin schon 77 Hundejahre“, lacht Lathan.

Infos gibt es bei Dagmar Brähler unter der Rufnummer 56 79 08.

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