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Jede Sekunde zählt

Wenn ein Flugzeug brennt, dauert es vier bis fünf Minuten, bis das Feuer den Innenraum erreicht hat. Die Flughafen-Feuerwehr muss eher da sein.
Ran ans Löschfahrzeug: Kinder-Reporter der Erasmus-Schule sind bei der Flughafen-Feuerwehr mit Feuereifer im Einsatz.	Foto: Rainer Rüffer Ran ans Löschfahrzeug: Kinder-Reporter der Erasmus-Schule sind bei der Flughafen-Feuerwehr mit Feuereifer im Einsatz. Foto: Rainer Rüffer
Frankfurt. 

Schon von weitem sieht man die Fahrzeughalle an der neuen Landebahn Nordwest des Flughafens. Zehn riesige Feuerwehrautos warten dort auf ihren Einsatz. Sie fahren auf Rädern, die so groß sind wie ein zehnjähriges Kind. In jedem Flughafenlöschfahrzeug haben vorne drei und hinten vier Feuerwehrleute Platz. Der Preis solch eines Feuerwehrautos ist beeindruckend: weit über eine Million Euro. Das kleinste Feuerwehrauto am Flughafen wiegt eine Tonne und das größte 55 Tonnen. Die Autos der Feuerwehr haben grüne Kennzeichen, weil für sie keine Steuern gezahlt werden müssen.

 

25 Kilogramm am Körper

 

Wenn es zu einem Einsatz kommt, müssen die Feuerwehrleute ihre Kleidung schnell komplettieren, sodass sie in 30 Sekunden auf dem Wagen sitzen. Das ist gar nicht so leicht, denn die lebensrettende Schutzkleidung wiegt etwa 25 Kilogramm. Damit die Feuerwehrleute ganz schnell in der Fahrzeughalle sind, benutzen sie statt der Treppe eine Rutsche.

Das erst drei Jahre alte Feuerwehr-Gebäude wurde umweltschonend gebaut, sodass wenig Strom und Wasser verbraucht werden. Mit einer neuen Technologie kann das Gebäude mit Grundwasser bei Hitze abgekühlt und bei Kälte mit Grundwasser aufgewärmt werden. Aufgesammeltes Regenwasser verwenden die Feuerwehrleute für Übungen.

Karl-Christian Hahn, der Leiter des Brandschutzes am Frankfurter Flughafen, erzählt begeistert von seinem vielfältigen Beruf. Seit 20 Jahren ist er schon bei der Flughafenfeuerwehr, und es macht ihm Spaß, sowohl mit vielen verschiedenen Menschen in Kontakt zu treten als auch überall am Flughafen zu sein und Aufgaben zu erledigen. Ein Erlebnis, an das er sich noch gut erinnert, schildert er: „Vor ein paar Jahren regnete es sehr stark, sodass das Wasser auf den Straßen des Flughafens stand und viele Keller vollliefen.“ An diesem Tag gab es 70 Einsatzstellen auf einmal!

Die moderne Küche in der Feuerwache sieht aus wie eine normale Familienküche, nur viel größer. Kommt es während des Kochens zu einem Notruf, gehen alle Geräte automatisch aus, damit es nicht in der Küche brennt, während die Feuerwehrleute außer Haus im Einsatz sind.

 

24-Stunden-Job

 

„Ein Feuerwehrmann schläft nie, er ruht“, erklärt Brandschutz-Chef Karl-Christian Hahn. Ein Feuerwehrmann arbeitet 24 Stunden; acht Stunden hat er Dienst und 16 Stunden ist er in Bereitschaft. Deswegen gibt es auf der Feuerwache Ruheräume mit je zwei Betten. Während des Bereitschaftsdienstes können die Feuerwehrleute zum Beispiel Sport treiben oder in einem der Aufenthaltsräume Fernsehen schauen oder lesen.

Der Betrieb der Flughafenfeuerwehr nahm im Jahr 1951 seinen Betrieb auf – mit vier Feuerwehrmännern und 19 Handfeuerlöschern. Heute arbeiten bei der Flughafenfeuerwehr 326 Feuerwehrmänner und vier Feuerwehrfrauen. 55 000 Rauchmelder wachen über die Sicherheit der Fluggäste und der Einrichtungen auf dem Frankfurter Flughafen.

 

Klasse 4e der Erasmus-Schule, Westend

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