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Kuriose Vornamen: Kevin in Frankfurt nicht allein zu Haus

Von In Frankfurt leben besonders viele Menschen mit Namen, die für Spott sorgen können. Das hat ein Informatiker herausgefunden. Dabei kann ein Vorname für echte Probleme sorgen.
Schreit nicht wegen seines Namens: Kevin, hier in New York. Foto: SAT.1_20th_Century_Fox_Film (SAT.1) Schreit nicht wegen seines Namens: Kevin, hier in New York.
Frankfurt. 

Kevin, Chantal, Mandy und Co. – normaler Name oder schlimme Strafe? Viele Jugendliche verbinden mit den Vornamen Dummheit und asoziales Verhalten. Glaubt man dem Informatiker Knud Bielefeld, dann laufen in Frankfurt überdurchschnittlich viele Menschen mit solchen Namen herum.

Auf seiner Homepage hat er ein Ranking veröffentlicht. Darin landet Frankfurt auf Platz 21 der „kevinistischsten Großstädte Deutschlands“. Spitzenreiter ist Remscheid, vor Bremerhaven und Wolfsburg. Offenbach schafft es auf Platz 7. Kassel und Göttingen landen auf den Rängen 17 und 18. Wiesbaden steht nur einen Rang vor Frankfurt. Besonders viele Kevins gibt es offenbar nur 30 Kilometer von Frankfurt entfernt: Groß-Gerau landete unter den Städten auf Rang zwei hinter Goslar.

Mithilfe einer App hat Bielefeld die sogenannte Kevinismus-Wahrscheinlichkeit errechnet. Sie soll zeigen, ob ein Name in absehbarer Zeit eine ähnliche Karriere hinlegt wie Kevin oder Chantal und durch den Kakao gezogen wird. Warum das Ganze? „Mich hatten viele werdende Eltern angeschrieben, weil sie Angst hatten, dass der Name ihr Kind irgendwann mal stigmatisieren könnte.“

Hobby-Forscher Bielefeld klapperte Geburtskliniken in ganz Deutschland ab. Allein in Frankfurt waren es sechs Stück. Dort fand er für das Jahr 2016 vermehrt folgende Namen: Jason, Liam, Luca. Mädels heißen Aaliyah, Zoe, Cataleya.

Eine kurze Recherche der FNP ergab Namen: Jaden Jamie, Amira Soraya, Don Hugo sowie John-Thor. In Groß-Gerau kamen unter anderem zur Welt: Finn Prince, Mika Leonas, Milo Martin, David Diego, Destiny, Summer und Scarlett.

Was für Nicht-Kevins witzig klingt, kann zu Problemen führen. „Studien zeigen, dass manche Kinder wegen ihres Namens von Lehrern schlechter benotet werden“, so Bielefeld. Ebenfalls denkbar: Ein Kandidat wird nicht zum Bewerbungsgespräch geladen, weil der Personaler Vorbehalte wegen dessen Vornamen hat. „Auch bei Dating-Portalen scheiden viele Menschen mit solchen Vornamen von vornherein aus“, sagt Bielefeld.

Werdenden Eltern in Frankfurt rät der Hobby-Forscher: „Namen der Ur-Großeltern, also so um 1917 herum, sind recht sicher. Paul etwa, Anton oder Emil. Bei den Mädchen sind es Anna, Martha oder Friede.“ Seinen Sohn hat er Erik genannt. „Die Kevin-Wahrscheinlichkeit ist bei dem Namen sehr gering.“

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