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Neubau in Bockenheim: Land gibt 100 Millionen Euro für neue Musikhochschule

Der Knoten ist geplatzt: die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) in Frankfurt erhält einen Neubau. In spätestens zehn Jahren soll Hessens einzige Hochschule für Musik und Theater umziehen. Diese Entscheidung verkündete Wissenschaftsminister Boris Rhein gestern in einer eilig einberufenen Pressekonferenz. Damit ist, wie HfMDK-Präsident Thomas Rietschel sagte, eine Jahrhundertentscheidung gefallen.
Die Computer-Visualisierung zeigt die in Frankfurt auf dem Gelände des künftigen Kulturcampus geplanten zwei Hochhaus-Türme. Foto: ABG Frankfurt Holding (ABG Frankfurt Holding) Die Computer-Visualisierung zeigt die in Frankfurt auf dem Gelände des künftigen Kulturcampus geplanten zwei Hochhaus-Türme.
Frankfurt. 

100 Millionen Euro aus dem Hochschulbauprogramm Heureka stellt das Land der HfMDK bis 2025 zur Verfügung. Dafür zieht die Hochschule auf den „Kulturcampus Bockenheim“. Dieses ehemalige Universitätsareal war ursprünglich für Wohnen, Arbeiten und Kultur gedacht. Doch der geplante Standort der HfMDK blockierte gewissermaßen die Kultur. Die Hochschule sollte auf dem Areal der bestehenden Universitätsbibliothek nördlich der Bockenheimer Landstraße unterkommen. Der Umzug wäre nicht möglich, ehe die Goethe-Universität nicht eine neue Bibliothek bekommen hätte. Die Kosten dafür bezifferte Rhein mit 130 Millionen Euro. Unmöglich zu stemmen in den kommenden zehn Jahren. Für die HfMDK hätte das gehießen: Warten bis Sankt Nimmerlein.

Diesen gordischen Knoten zu zerschlagen, ist Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne), Wissenschafsminister Rhein (CDU) und Rietschel jetzt gelungen. Vergessen ist die Bibliothek, die HfMDK zieht auf das Gelände des jetzigen Juridicums nördlich des Senckenberg-Museums. Dieses große Gebäude der Universität wird 2018 bereits frei. Bis dahin müssten das Land und die Hochschule geplant haben, was gebaut werden soll. Klar ist, die HfMDK an der Eschenheimer Landstraße ist mit 7800 Quadratmetern gut 6000 Quadratmeter zu klein.

14 000 Quadratmeter sollten und könnten es werden auf dem Gelände des Juridicums. Vielleicht bleibt sogar noch Grundstücksfläche übrig, um die anderen Kulturinstitutionen auf den Campus zu holen: Das Frankfurt LAB, das Ensemble Modern, die Forsythe Company, die Hessische Theaterakademie, die Junge Deutsche Philharmonie und das Hindemith-Institut sollen mit der HfMDK als Kern und dem Senckenberg-Museum das ehemalige Universitätsgelände zum Kulturcampus machen..

(tjs)

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