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250 Millionen Euro teures Gebäude: Messe Frankfurt eröffnet die neue Halle 12

Von Die große Eröffnungsparty steht erst für den 25. Oktober im Kalender. Doch die neue Messehalle 12 öffnet heute, anlässlich der Automechanika, bereits ihre Pforten.
Böte auf ihren beiden Ebenen Platz für insgesamt vier Fußballfelder: die Messehalle 12. Foto: Holger Menzel (Holger Menzel) Böte auf ihren beiden Ebenen Platz für insgesamt vier Fußballfelder: die Messehalle 12.
Frankfurt. 

Gut vier Fußballfelder mit Zwischenraum könnte man unter ihrem Dach unterbringen. Sie hat eine Bruttoausstellungsfläche von insgesamt 33 600 Quadratmetern auf zwei Ebenen, ist gut 30 Meter hoch und wurde in nur knapp zwei Jahren fertiggestellt: die von Kadawittfeld-Architektur entworfene Halle 12 auf dem Messegelände. Ihre Abnahme ist positiv verlaufen, weswegen sie jetzt schon benutzt werden darf. Von ihrer Fläche her ist sie mit der Halle drei vergleichbar. Heute, zum Start der Automechanika, wird sie mit Leben gefüllt. Zu Spitzenzeiten haben zeitgleich mehr als 800 Handwerker an der Fertigstellung gearbeitet, Grundsteinlegung war im Februar 2016, und dass es seither so schnell voranging mit dem 250-Millionen-Projekt lieg vor allem an seiner Modulbauweise.

800 Parkplätze

Außerdem verfügt die Halle über Solarpanels, die pro Jahr 1087 Megawattstunden ernten. Das entspricht ungefähr dem Bedarf von 241 Familien-Haushalten und sechs Prozent des Bedarfs des Messegeländes. Doch damit nicht genug, denn Halle 12 verfügt zudem über ein Parkhaus mit 800 Stellplätzen, es gibt 13 mietbare Büros, zwei Bistros mit je 50 Sitzplätzen und zwei Restaurants mit je 200 Sitzplätzen. Eine Besonderheit sind die offenen Foyers. „Mehr Transparenz“ sollen sie bieten, sagte ein Sprecher der Messe-Gesellschaft gestern. Was sie aus dem Innern heraus ganz offensichtlich bieten, ist der freie Blick aufs Europaviertel.

Ein Schnittmodel des Käfers gehört zu den Ausstellungsstücken auf der Automechanika in der neuen Halle. Bild-Zoom Foto: Holger Menzel (Holger Menzel)
Ein Schnittmodel des Käfers gehört zu den Ausstellungsstücken auf der Automechanika in der neuen Halle.

Nötig ist der Neubau geworden, weil die Messe quasi ständig in Bewegung ist. Unterschiedlich alt sind die Hallen auf dem Gelände, unterschiedlich stark benutzt und abgenutzt, 100 Jahre hat die Seniorin, die altehrwürdige Festhalle, schon auf dem Buckel. Die Messe gleicht somit einer Stadt, wo ständig Gebäude renoviert, saniert und eben neu gebaut werden.

Bekenntnis zum Standort

Zu den nicht mehr ganz so jungen Messehallen gehören die 5 und die 6. Bald sollen sie auf Vordermann gebracht werden, und wenn die Arbeiten dort beginnen, leistet die neue Halle 12, die aktuell für mehr Platz sorgt, nunmehr lediglich den Ausgleich. Ab 2022 soll Halle 5 dann ans Netz gehen.

Zahlen und Fakten

Die Messehalle 12 wird bis 15. September mit der Automechanika Frankfurt ihre erste Messe zu Gast haben. Von Mai 2016 bis August 2018 wurde die Messehalle gebaut.

clearing

Der Masterplan für das Gesamtprojekt Modernisierung sieht ein Bauvolumen für gut eine Milliarde Euro vor. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), auch Aufsichtsratsvorsitzender der Messe Frankfurt, erkennt in der Vollendung des Projektes ein klares Bekenntnis der Messe-Gesellschaft zu ihrem Heimatort Frankfurt. „Ein qualitativ hochwertiges Messegelände und ein erstklassiges Veranstaltungsprogramm dokumentieren ausdrücklich den Willen, den Standort auszulasten und für die hochkarätigen Veranstaltungen der Messe Frankfurt zu rüsten“, so Feldmann.

Große Worte fand auch Wolfgang Mardin, der Vorsitzende der Messe-Geschäftsführung gestern bei der Präsentation. Er sieht in Halle 12 eine „Bewegungsplattform“, gar ein „Heim für unsere Gäste“.

Als solches soll sie sich nun in den nächsten Tagen erweisen, wenn bis Ende der Woche die 25. Ausgabe der Automechanika über die Bühne geht. Die Messe knackte in diesem Jahr den Ausstellerrekord: 5 000 sind es, die dort ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren wollen. Unter anderem eben auch in der neuen Halle 12. Dort sind auch Oldtimer zu sehen und die Unterabteilung „Reifen“, wo sich alles um den modernen Rad- und Reifenservice dreht, findet ebenso dort statt. „Es gab flächenmäßig noch keine größere Automechanika“, so Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.

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