Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Hofheim am Taunus 15°C

Oberbürgermeisterwahl Frankfurt: OB-Kandidatur der CDU: Weyland statt Becker - Nicht nur Bouffier lobt

Entgegen aller Ankündigungen wird Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) im kommenden Jahr nicht für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren. An seine Stelle tritt die ehemalige Stadtverordnetenvorsteherin Bernadette Weyland. Volker Bouffier sagt, Weyland werde Frankfurt gut tun.
Überraschung: Bernadette Weyland (CDU) wird OB-Kandidatin in Frankfurt.	Foto: Christes Überraschung: Bernadette Weyland (CDU) wird OB-Kandidatin in Frankfurt. Foto: Christes
Frankfurt.  Damit hatte schon keiner mehr gerechnet. Die Frankfurter CDU zieht mit einer Frau in den OB-Wahlkampf. Obwohl der Kreisvorsitzende und Stadtkämmerer Uwe Becker schon länger öffentlich seine Ambitionen erklärt hatte, verzichtet er nun und lässt Bernadette Weyland den Vortritt. "Ich habe es in den vergangenen Wochen stark abgewogen, ob es einen Kandidaten gibt, mit dem wir noch bessere Chancen haben", so Becker. Bei Bernadette Weyland, der früheren Stadtverordnetenvorsteherin, sei das der Fall. Weyland wird im kommenden Jahr gegen Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) antreten.

Hessens CDU-Vorsitzender Volker Bouffier unterstützt die Finanz-Staatssekretärin Weyland bei ihrer Kandidatur für das Amt. Die 59-Jährige sei eine hoch anerkannte, sehr respektierte und beliebte Persönlichkeit, sagte der Ministerpräsident am Dienstag in Wiesbaden. Sie würde als Oberbürgermeisterin die richtigen Akzente für die Stadt setzen und Frankfurt würdig vertreten. „Frau Weyland wird Frankfurt gut tun”, betonte Bouffier.

Als Staatssekretärin im Finanzministerium zeige sie in einem zentralen Politikfeld des Landes ihre Sach- und Führungskompetenz. Zudem könne Weyland unterschiedliche Interessen ausgleichen und Menschen zusammenführen. „Ich bin sicher, dass Frankfurt nun einen sehr interessanten Wahlkampf um das Oberbürgermeisteramt erleben wird, den wir mit Bernadette Weyland natürlich gewinnen wollen.”



 

Mit weiteren Vorschlägen rechnet Uwe Becker derweil so oder so nicht. Die 59 Jahre alte Weyland solle auf einem CDU-Kreisparteitag Ende April als Kandidatin nominiert werden. Dann werde sie als Staatssekretärin im Finanzministerium zurücktreten, kündigte Weyland an. Sie sprach von einer gemeinsamen Entscheidung, dankte Becker und betonte, sie wolle für die Bürger da sein und Politik „mehr gestalten als verwalten”.

Auch Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) betonte, die Staatssekretärin habe seine volle Unterstützung für ihre neue, zusätzliche Aufgabe. Dass sie ihr Amt als Staatssekretärin aufgeben wolle, sei schade, aber konsequent und pass zu ihr, betonte Schäfer: „Keine halben Sachen, sondern volle Kraft voraus.” Der Fraktionsvorsitzende im hessischen Landtag, Michael Boddenberg, sagte, im Gegensatz zum amtierenden Oberbürgermeister Feldmann setze Weyland nicht auf Inszenierung, sondern wisse als ehemalige Stadtverordnetenvorsteherin, wo die Bürger Frankfurts der Schuh drückt. „Ich freue mich auf den gemeinsamen Wahlkampf mit Frau Weyland”, erklärte der Frankfurter Landtagsabgeordnete.

red/dpa
Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse