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Nichts mehr zu retten: Otto-Hahn-Schule in Nieder-Eschbach muss abgerissen werden

Die Otto-Hahn-Schule soll schon seit vielen Jahren saniert, die alte Turnhalle neu errichtet werden. In der jüngsten Sitzung verlangte der Ortsbeirat 15 von neuem Auskunft über den Stand. Auch große Teile der Schule selbst müssen wohl neu gebaut werden.
Elegante Rhönradturnerinnen rollten auch schon durch die Halle 1 der Otto-Hahn-Schule in Nieder-Eschbach. Foto: Holger Menzel Elegante Rhönradturnerinnen rollten auch schon durch die Halle 1 der Otto-Hahn-Schule in Nieder-Eschbach.

Für die Jugendlichen in Nieder-Eschbach und den angrenzenden nördlichen Stadtteilen ist sie der tägliche Aufenthaltsort: die Otto-Hahn-Schule, benannt nach dem berühmten Frankfurter Kernphysiker. Doch: Die Schule ist marode, muss saniert und zum Großteil abgerissen und neu gebaut werden. Dies sagte die Schulleiterin Birgit Haake in der Bürgerfragestunde des Ortsbeirats 15 (Nieder-Eschbach).

„Ortsbeirat engagiert“

„Ich danke dem Ortsbeirat für sein fortgesetztes Engagement“, sagte sie und erläuterte, dass der Ortsbeirat sie fast besser informieren würde, als dies das Amt für Bau und Immobilien (Abi) täte. Dieses Amt ist für die Schulbauten in Frankfurt zuständig. Ihrer Aussage nach besuchen derzeit 1350 Schüler die kooperative Gesamtschule. „Wir sind im Gymnasialzweig fünfzügig, in der Förderstufe dreizügig“, sagte die Schulleiterin. Nach der sechsten Klasse entscheidet sich für die Förderstufenschüler, ob die Noten für die Realschule reichen oder für die Hauptschule. Je zwei Realschul- und zwei Hauptschulklassen sind die Regel ab Klasse sieben.

Die Zahl der Schüler sei in den vergangenen Jahren ständig gewachsen, die Räumlichkeiten jedoch nicht, sagte die Schulleiterin. „Gebäudeteil B muss saniert werden, die Teile A und D sind nicht zu retten.“ Ihre neuesten Informationen: Sie müssen abgerissen und erneuert werden. „Wir sollten schon vor zehn Monaten in Container umziehen, bis heute ist das noch nicht geschehen“, sagte Haake. „Wir sind alle gespannt, wann es weitergeht.“

Hinzu kommt das fast schon ewige Problem der alten Turnhalle. Dort musste bereits die Tribüne abgerissen werden, von den Mauern bröckelt es, weshalb eine Stirnseite der Halle mit einem Vorbau gesichert wird. Die Dachkonstruktion ist lange schon überfällig. Die ebenso konstruierte Eishalle in Bad Reichenhall war Anfang 2006 unter einer großen Schneelast eingestürzt; daraufhin wurde der Halle in Nieder-Eschbach in einem Gutachten eine Frist von zehn Jahren gesetzt. Abgerissen und neu gebaut ist sie jedoch noch immer nicht.

Die Grünen haben in einem Antrag, in dem sie den Magistrat um Auskunft bitten, darauf hingewiesen, dass eine neue Halle – wieder mit Tribüne – bis zur 1250-Jahr-Feier 2022 benötigt werde. Der Antrag ist als interfraktioneller Antrag aufgenommen und einstimmig verabschiedet worden.

Seitens des Amts für Bau und Immobilien wurden dieser Zeitung gestern schon einige Fragen beantwortet, die dem Ortsbeirat auf der Seele lasten. Sprecher Günter Murr zufolge soll die Planung der Turnhalle noch in diesem Jahr ausgeschrieben werden, damit sich Architekten bewerben können. „Frühestens 2020 beginnt da der Neubau“, sagte Murr. Anders sieht es bei den Schulgebäuden aus. Die Sanierungspläne für Gebäude B sind fertig, sie müssen jetzt noch die städtischen Gremien durchlaufen, dann kann mit der Sanierung im kommenden Jahr begonnen werden. „Weil das Gymnasium von drei auf fünf Züge erweitert wurde, herrscht schon jetzt eine große Raumnot. Der werden wir begegnen, indem wir nach den Herbstferien 18 Container aufstellen“, sagte Murr.

Provisorische Schule

Für die eigentliche Sanierung des Gebäudeteils B wird hingegen ein Provisorium errichtet, eine schnell aufzubauende Schule. Die Container sollen dann auch wieder verschwinden. „In jedem Fall wird die Schule Gebäudeteil für Gebäudeteil saniert oder erneuert“, sagte Murr.

Die Turnhalle hingegen werde wohl parallel dazu abgerissen und neu aufgebaut. Ob dies, wie vom Ortsbeirat gewünscht, noch vor dem Fest 2022 abgeschlossen werden kann, scheint allerdings fraglich zu sein.

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