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Bäume aus Rasierpinseln, Häuser aus Dominosteinen: Rasierpinsel, Dominosteine, Alufolie - Frankfurts Miniatur-Skyline

Endspurt im Historischen Museum: Bis zum Herbst wird die Ausstellung im Neubau eingerichtet. Ein Highlight ist fast fertig: Das Stadtmodell, das der Rotterdamer Künstler Hermann Helle entworfen hat. Hätten Sie Frankfurt so erkannt?
Hauptbahnhof aus Dosen, Gleise aus Draht, Straßen werden mit einem roten Seil dargestellt: Der Künstler Hermann Helle hat ein etwas skurriles Bild der Stadt Frankfurt gebaut. Mit Blick in die Zukunft: Neben dem Einkaufszentrum „Skyline Plaza“ steht bereits der „Grand Tower“, der in der Realität noch in Bau ist. Bilder > Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Hauptbahnhof aus Dosen, Gleise aus Draht, Straßen werden mit einem roten Seil dargestellt: Der Künstler Hermann Helle hat ein etwas skurriles Bild der Stadt Frankfurt gebaut. Mit Blick in die Zukunft: Neben dem Einkaufszentrum „Skyline Plaza“ steht bereits der „Grand Tower“, der in der Realität noch in Bau ist.
Frankfurt. 

Außen ist der Neubau des Historischen Museums am Römerberg fast fertig. Innen aber wird noch intensiv gewerkelt. Im Eingangsgebäude bauen Schreiner die Kassentheke. Auf dem Platz zwischen den Gebäudeteilen, der von Mai an öffentlich zugänglich ist, werden die letzten Pflastersteine verlegt. Und im lichtdurchfluteten Dachgeschoss des Ausstellungsgebäudes mit dem prägnanten Doppelgiebel werden an einem spektakulären Exponat die letzten Handgriffe erledigt.

Bilderstrecke Frankfurt aus Klobürsten und Dominosteinen: Erkennen Sie unsere Wahrzeichen?
Ein Künstler hat für den Neubau des Historischen Museums Frankfurt nachgebaut: Aus kleinen Klobürsten, zerrissenen Brettspielen, Alufolie und allerlei anderem Krimskrams. Sehen Sie Frankfurt, wie Sie es noch nie gesehen haben. Und rätseln Sie mit: Welchen Teil der Stadt zeigen eigentlich die Bilder?Unser erstes Foto zeigt natürlich standesgemäß die Frankfurter Skyline.Im zweiten Bild wird es schon schwieriger: Es zeigt den Blick auf den Campus-Westend der Universität mit dem IG-Farben-Haus (Poelzig-Bau).

Ein 70 Quadratmeter großes Modell zeigt die Stadt in ihrer heutigen Gestalt. Allerdings hat der Künstler Hermann Helle nicht einfach die Stadt eins zu eins nachgebaut. Zur Gestaltung hat er Fundstücke aus dem Alltagsleben verwendet: Der Stadtwald wurde aus lackierten Rasierpinseln erstellt, die Terminalgebäude des Flughafens bestehen aus ausrangierten Telefonen, als Wohnhäuser dienen Spielwürfel oder Legosteine. Das Frauengefängnis in Preungesheim wird durch eine Mäusefalle dargestellt, der durchsichtige Doppelturm der Europäischen Zentralbank ist mit Banknoten-Schnipseln gefüllt, für die Schlote der Pharmafirmen im Industriepark Höchst wurden Spritzen verwendet, der Fernsehturm besteht aus einer Autoantenne.

Wie ein Wimmelbild

Eingeflossen in Helles Arbeit sind auch die Ergebnisse einer Umfrage unter 1166 Frankfurtern. Sie konnten Orte benennen, die sie als besonders wichtig erachten für ihren Stadtteil. Deshalb ist zum Beispiel das Grüne-Soße-Denkmal in Oberrad in Miniaturformat nachgebildet. Das Stadtmodell ist wie ein Wimmelbild im Kinderbuch: Ständig findet man neue Details: Zwischen den Bankentürmen wühlt Dagobert Duck im Geld, in den Osthafen hat sich ein Kriegsschiff verirrt, im Volkspark Niddatal weidet eine Herde Zebras. Gut sichtbar sind diese und viele andere Details aus der Mitte des Modells, wo ein überbreiter Main die Stadt in zwei Hälften teilt. Ergänzt wird das Modell noch um digitale Informationen und Soundeffekte – so werden etwa startende Flugzeuge zu hören sein.

Zwölf Mitarbeiter Helles haben ein halbes Jahr lang an dem Modell gearbeitet. Eine von ihnen ist Juliet Campfens, die vor allem die Grünanlagen gestaltet hat. „Es war wie ein Spiel“, erzählt sie. Es habe ihr Spaß gemacht, sich auf die Stadt einzulassen, die sie vorher nicht kannte. Im Palmengarten hat sie Buffalo Bill platziert – der 1890 tatsächlich in Frankfurt war.
Eröffnung im Oktober

Genau zehn Jahre ist es her, dass sich die Stadt dafür entschied, einen Neubau für das Historische Museum zu errichten. 2011 wurde der in den 70er Jahren errichtete Betontrakt abgerissen, im Jahr

clearing

Jetzt wird alles eingepackt

Heute ist Juliet Campfens letzter Arbeitstag. Das Modell wird dann sorgfältig eingepackt und während der noch ausstehenden Arbeiten vor Staub geschützt. Die Öffentlichkeit bekommt es erst im Oktober zu sehen.

(mu)
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