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Stickstoffdioxidgrenzwerte: Verkehrsdezernent rechnet in Frankfurt mit Diesel-Fahrverboten

Symbolfoto Foto: Marijan Murat (dpa) Symbolfoto
Frankfurt. 

Frankfurts Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) rechnet mit Diesel-Fahrverboten in Hessens größter Stadt. „So wie die Entwicklung ist, halte ich es für relativ wahrscheinlich, dass wir auch in Frankfurt Diesel-Fahrverbote werden einführen müssen”, erklärte Oesterling dem Radiosender hr-iNFO. Oesterling begründete seine Einschätzung mit dem Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart. Das Gericht verlangt, in den kommenden Monaten Fahrverbote für alte Dieselfahrzeuge in Stuttgart auszusprechen.

 

Die Deutsche Umwelthilfe klagt gegen das Land Hessen, damit unter anderem in Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt die Stickstoffdioxidgrenzwerte eingehalten werden. Die Verhandlung über den Luftreinhalteplan für Frankfurt soll laut Verwaltungsgericht Wiesbaden am 5. September stattfinden.

Oesterling räumte ein, dass die bisherigen Maßnahmen wie E-Busse und neue Fahrradwege kurzfristig die Stickstoffdioxidwerte nicht deutlich senken würden. Zwar werde die Stadt so die Grenzwerte in sieben bis acht Jahren einhalten: „Aber dass das innerhalb der nächsten zwei Jahre passiert, ist eher unwahrscheinlich.”

Eigentlich lehne er Dieselfahrverbote ab, sagte Oesterling der Deutschen Presse-Agentur. Er würde es lieber sehen, dass die Auto-Industrie die Wagen nachrüste. Zudem sei ein Fahrverbot nicht einfach umzusetzen und ein großer bürokratischer Aufwand. Aber die Stadt sei nun mal gezwungen, die EU-Vorgaben umzusetzen.

(dpa)

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