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ZING: 23 Fledermausarten in Deutschland

Die Klasse 4 b der Willemerschule hatte Besuch von Frank Uwe Pfuhl, einem Mitarbeiter des Naturschutzbunds (NABU) Wetterau, und wollte mehr über Fledermäuse erfahren.
Die Zwergfledermaus wiegt nur etwa fünf Gramm. Die Zwergfledermaus wiegt nur etwa fünf Gramm.
Frankfurt. 

Trotz ihres Namens ist die Fledermaus nicht mit der Maus verwandt, sondern bildet eine eigenständige Säugetierart. Da es weltweit etwa 1000 verschiedene Fledermausarten gibt, zählt sie sogar zu der zweitgrößten Säugetierart. In Deutschland gibt es 23 Arten von Fledermäusen. Die häufigste ist die Zwergfledermaus, die auch in Städten vorkommt. Vor etwa zehn Jahren wurde eine neue Art, die Mückenfledermaus, entdeckt; sie ist die kleinste Fledermaus in Deutschland. Die größte und schwerste Fledermausart Deutschlands ist das Große Mausohr mit einer Flügelspannweite von 40 Zentimetern und einem Gewicht von einer halben Tafel Schokolade, nämlich 40 bis 50 Gramm. Die Zwergfledermaus hingegen hat nur eine Flügelspannweite von 20 Zentimeter und wiegt etwa so viel wie ein Stückchen Schokolade, nämlich fünf Gramm. Frank Uwe Pfuhl erklärte am Beispiel der braunen Langohrfledermaus, dass man oft schon am Namen erkennt, wie die Fledermaus aussieht.

Fledermäuse ernähren sich von Käfern, Spinnen und Insekten. Eine Fledermaus frisst in einem Sommer bis zu 500 000 Mücken - das sind 2000 bis 8000 Mücken pro Tag!

Fledermäuse können mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h fliegen; mindestens aber erreichen sie eine Geschwindigkeit von 30 km/h. „Sonst würden sie abstürzen“, meint Frank Uwe Pfuhl. Sie leben im Sommer am liebsten in kalten Gemäuern, unter Dachböden und in naturnahen Gärten. Den Winter verbringen sie meist in Höhlen oder alten Bergwerken, wo sie ihren Winterschlaf machen.

Viele Fledermäuse fliegen bei Nacht. Dabei helfen ihnen ihre Augen nicht viel, mit denen sie nur die Umrisse der Gegenstände sehen. Sie sind zwar nicht blind, aber „bräuchten mal eine Brille“, wie Frank Uwe Pfuhl meint. Fledermäuse sehen nicht mit den Augen, sondern mit den Ohren. Sie stoßen Ultraschalllaute aus, die die Menschen mit bloßem Ohr nicht hören können. Wenn diese Schallwellen zurückkommen, können Fledermäuse sich ein genaues Hörbild machen und sich so auch bei absoluter Dunkelheit orientieren.

Woher der schlechte Ruf der Fledermäuse kommt, kann sich der NABU-Mitarbeiter nicht erklären. Wahrscheinlich liege es daran, dass man sie nur nachts im Halbdunkeln flattern sieht. In China ist die Fledermaus sogar ein Glückstier! Allerdings gibt es in Südamerika tatsächlich eine Vampirfledermaus, die etwa einen Fingerhut Blut von Rindern und Hühnern trinkt.

Alle 23 Fledermausarten in Deutschland stehen leider auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten, denn es werden immer mehr große Häuser gebaut, und der Lebensraum der Fledermäuse verschwindet allmählich. Weitere Feinde der Fledermaus sind Parasiten, Krankheiten und Witterungsverhältnisse. Eine Kälteperiode Anfang Juni hat verheerende Folgen für ein Fledermausweibchen, das jede Nacht die Hälfte ihres Körpergewichtes an Nahrung zu sich nehmen muss!

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