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Online-Petition für Hundepark: Zweiter Anlauf für mehr Auslauf

Die Niederräder Hundefreunde lassen nicht locker: Sie wünschen sich ein umzäuntes Areal für ihre Lieblinge – und sammeln nun Unterschriften im Internet.
Schon im vergangenen Jahr machten sich Monika Weiß-Hauf und Monika van der Brügge für einen Hundepark stark. Jetzt soll eine Petition im Internet frischen Schwung in die Diskussion bringen. 
Foto: Michael Faust Schon im vergangenen Jahr machten sich Monika Weiß-Hauf und Monika van der Brügge für einen Hundepark stark. Jetzt soll eine Petition im Internet frischen Schwung in die Diskussion bringen. Foto: Michael Faust
Niederrad. 

„Wer aufgibt, hat schon verloren“, sagt Monika von der Brüggen. Und aufgeben, das will die Niederräder Hundebesitzerin ganz sicher nicht. Rund ein Jahr nach ihrem ersten Anlauf startet sie nun einen zweiten, um im Stadtteil Niederrad einen Hundepark zu realisieren. „Auslaufflächen gibt es, auch bei uns im Süden Frankfurts. Zum Beispiel einen Grünstreifen zwischen der Mainfeldstraße und der Niederräder Uferstraße. Was uns hier im Süden fehlt, ist eine Freilauffläche“, sagt von der Brüggen.

 

Kein Schutz vor Gefahren

 

Um dies zu ändern, hat sie im vergangenen Jahr gemeinsam mit ihren Mitstreitern fast 600 Unterschriften gesammelt. Nun versucht sie ihr Glück mit einer Petition im Internet. Unter der Internetadresse www.openpetition.de kann sie jeder unterzeichnen. „Die Lebenswelten unserer Vierbeiner haben sich in der heutigen Zeit durch die viele Bebauung verändert. Auslaufflächen befinden sich vielmals an stark befahrenen Straßen und bieten somit weder Freilauf noch Schutz vor Gefahren“, heißt es dort.

Eine eingezäunte Fläche könnte hier Abhilfe schaffen, meint die Hundebesitzerin. Die Möglichkeiten, die sich derzeit in der näheren Umgebung im Stadtteil selbst bieten, seien beschränkt. „Und die Wiesen in Richtung Schwanheim werden landwirtschaftlich genutzt“, klagt von der Brüggen.

Ihr Ziel mit der Petition: „Wir wollen, dass sich die Leute mal sachlich mit dem Thema auseinandersetzen. Und vielleicht erreichen wir ja etwas“, sagt sie. Aus Sicht der Hundefreundin wäre eine Fläche ideal, die eingezäunt werden könnte. „So könnte man auch Hunde von der Leine lassen, die noch nicht so gut trainiert sind. Etwa aus dem Tierheim oder Welpen“, sagt sie.

Im vergangenen Jahr ist es von der Brüggen und ihren Mitstreitern zumindest gelungen, das Thema auf die politische Tagesordnung im Ortsbeirat 5 (Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen) zu bringen. Die Fraktion der Grünen fragte damals den Magistrat nach seinen Erfahrungen, ob er sich die Einrichtung eines Hundeparks vorstellen könnte, was eine Umzäunung kosten würde und wie hoch die Kosten für die Reinigung einer solchen Fläche wären.

 

„Keine Möglichkeit“

 

Die Antwort allerdings lässt wenig Gutes für den erneuten Anlauf der Niederräder Hundefreunde vermuten. „Die Möglichkeit zur Ausweisung weiterer Hundeauslaufflächen wird gegenwärtig nicht gesehen“, heißt es dort mit Verweis auf zwei Auslaufflächen am Mainfeld und entlang der Flughafenstraße. Die Kosten für einen Zaun werden auf 50 bis 100 Euro je laufenden Meter geschätzt. Die Möglichkeit einer besonderen Reinigung einzelner Flächen im Hinblick auf Hinterlassenschaften von vierbeinigen Besuchern sieht der Magistrat nicht.

Entsprechend ist Reinhard Klapproth, Fraktionschef der Grünen im Ortsbeirat, zurückhaltend. Ob er das Vorhaben der Niederräder Hundefreunde noch einmal politisch aufgreifen wird, weiß er noch nicht. „Das hängt auch vom Erfolg der Petition ab. Für die Hundebesitzer im Stadtteil ist es sicherlich ein Thema“, sagt er. Große finanzielle Aufwendungen dürften allerdings nicht entstehen, wenn es die Chance für einen Hundepark doch noch geben sollte. „Wenn man etwas macht, muss es im Rahmen bleiben, erst recht in Zeiten knapper Kassen. Und das Grünflächenamt ist finanziell ohnehin nicht besonders gut ausgestattet“, sagt Klapproth.

Monika von der Brüggen überlegt, ob sie ihr Anliegen bei der Ortsbeiratssitzung am kommenden Freitag vortragen soll. Die beginnt um 19 Uhr im Depot Oberrad, Offenbacher Landstraße 357. Die Petition der Hundefreunde gibt es unter www.openpetition.de mit den Suchworten „Hundepark“ und „Niederrad“.

(göc)
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