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Stadtgeflüster: Eine Radiolegende fängt neu an

Zurück am Main: Kommenden Montag geht Thomas Koschwitz wieder beim Hessischen Rundfunk auf Sendung. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Zurück am Main: Kommenden Montag geht Thomas Koschwitz wieder beim Hessischen Rundfunk auf Sendung.

Obwohl er bereits seit 43 Jahren im Geschäft ist, drückt Moderator Thomas Koschwitz wieder die Schulbank. Wenn auch nur im übertragene Sinn. Denn nach 24 Jahren geht die Radiolegende ab Montag wieder beim Hessischen Rundfunk auf Sendung. Und zwar ist er bei hr1 bei „Koschwitz am Morgen“ ab 5 Uhr zu hören. „Ich möchte mich weiterentwickeln“, formuliert der 62-Jährige seine Ziele. Deshalb findet er das mit den Schulungen „sehr, sehr gut. Man darf hier nicht an all die Geräte, bevor man weiß, was man mit ihnen anstellen kann.“

Denn Koschwitz „fährt seine Sendungen“ selbst, wie das im Fachjargon heißt. „Das haben Werner Reinke und ich beim Hessischen Rundfunk eingeführt“, plaudert er aus dem Nähkästchen. „Das kam aus den DJ-orientierten US-Formaten, das waren unsere Vorbilder.“

Koschwitz hat ein Ziel mit seiner Sendung: „Ich möchte sie ein bisschen liebenswerter machen.“ Das Problem aller Medien sei, dass sie cool und schnell sind. Es mangele allerdings an der persönlichen Bindung. Und die will er wieder herstellen. „Den Showgedanken in den Vordergrund stellen und aus der Sendung ein Ereignis zu machen“, das möchte der 62-Jährige.

Morgens um 4 Uhr heißt es für den Radiomann künftig raus aus den Federn. Doch das macht ihm nichts aus. Auch frühstücken muss er nicht so früh. Aber: „Ich brauche Kaffee. 17 Liter auf die halbe Stunde“, scherzt er. „Das frühe Aufstehen habe ich von meinem Großvater geerbt.“ Der war Professor und er mahlte morgens um 4 Uhr seinen Kaffee und erledigte dies und das, „bevor um 8 Uhr die Post kam“. Doch nicht nur bei der Arbeit, auch zu Hause gibt es eine Menge zu tun. So sind im neuen Domizil im Westend noch längst nicht alle Kartons ausgepackt. „Den Silbermond-Song ,Leichtes Gepäck‘ hätte ich ernster nehmen sollen. Denn wir haben noch viel Zeug mitgenommen, von dem man denkt, ob man das überhaupt hätte einpacken sollen“, sagt er.

In Berlin, wo er zuletzt tätig war, hat er „Kruscht“ und „Technik“ zurückgelassen, was man nicht mehr braucht. Außerdem blieben ein Teil seines Herzens und ein Koffer in der Hauptstadt. „Mein bester Freund und Trauzeuge wohnt in Berlin, insofern, ja, ich habe noch einen Koffer in Berlin.“ Aber ihm war klar, dass er komplett in Frankfurt sein wollte, wenn er hier seine Show hat. „Ich liebe Neuanfänge.“ Deshalb hat er sich auf diese neue Phase in seinem Leben sehr gefreut. „In dem Laden, in dem ich alles lernen durfte, wieder anzufangen, das ist cool“, findet Thomas Koschwitz.

„Die neue Wohnung ist noch nicht fertig eingerichtet“, sagt er. Aber die beiden Kater, die seine Frau Cindy und er haben, hätten sich schon ganz gut eingelebt. Anfangs fragte sich seine Frau, was sie in Frankfurt solle. „Jetzt ist es unser gemeinsames, neues Projekt“, sagt Koschwitz. Traurig, aber wahr: Er hat nur noch wenige seiner Schallplatten. „Den großen Teil meiner 10 000 Platten großen Sammlung habe ich schon 2003 auf 2004 verkauft.“ Die wenigen, die er noch hat, sind aber jetzt in Frankfurt.

(es)

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