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Leckeres für Gaumen und Gehörgang

Von Süßes und Feuriges zerging bei Fingerfood-Musik auf der Zunge wie im Ohr. Es war schon ein echtes Bonbon, das in der ARS-Aula serviert wurde.
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Neu-Anspach. 

„LebensMittelpunkt Neu-Anspach“ unter diesem Wortspiel hat Wirtschaftsförderer Klaus Mainz eine Reihe von Veranstaltungen ersonnen und mit einer Agentur umgesetzt. Lebensmittel mit kulinarischem Potenzial wurden dabei in den Vordergrund gerückt und mit sozialen Aspekten verknüpft. So ist für die Jugendlichen das Jugendhaus ein Lebensmittelpunkt, an dem mit Senioren gekocht und gegessen wurde, Kinder besuchten das „Knusperhäuschen“ des Gebäckherstellers Praum.

Kultur wird als Lebensmittel gemeinhin unterschätzt, aber Kultur ist zweifellos auch ein Lieferant essenzieller Vitamine, unabdingbar für das leibliche Wohlbefinden und wenn es sich dabei um Musik handelt und die auch noch mit Gaumenfreuden angereichert wird, dann werden garantiert hohe Dosen an Glückshormonen ausgeschüttet.

Pianistin Jutta Rieping und die Fingerfood-Künstlerin Patricia Thiel wagten die Fusion und setzten dem Wortspiel „Lebensmittelpunkt“ noch ein Wortspiel drauf: „Taste it“ hieß das kulinarisch-musikalische Programm mit dem die beiden die Sinne der Gäste herausforderten. Rund 70 Gäste stellten sich der Herausforderung, probierten das doppelte Menü, tasteten sich an die Fingerfood-Musik heran und dazu schlug Rieping mit flinken Fingern mal sanft, mal energisch die Tasten des Flügels an.

„Kann Musik auch schmecken? Wie kann man den Klaviersound kulinarisch sinnlich erweitern?“, dies Frage stellte sie und versuchte sie zu beantworten. Beides seien sinnlich Erfahrungen, sagte sie und schärfte die Sinne der Gäste mit einer Ballade des türkischen Komponisten und Pianisten Fazil Say sowie mit Minimal Music von Nicholas Lens. Dann tastete man sich an die ersten Leckerbissen heran: Oliventapenade im Teigschälchen mit gerösteten Mandel, verspeist zu einer Toccata des Zeitgenossen Fulvio Caldini sowie zu einer Sonatine von Nikolai Kapustin, eingelegt in einer Jazz-Marinade, Chili-Zitronen-Hackbällchen mit Kürbis-Orangen-Mus auf Radicchioblatt mit Chilifäden, weiße Macarons gefüllt mit Mascarpone und gepfefferten Erdbeeren, karamellisierte Aprikosen gefüllt mit orientalisch gewürztem Reis-Lammhack.

Dazu gab’s ein Rondeau von François Couperin und ein arabisches Instrumentalprélude von Peter Feuchtwanger. Bach gab’s zu einem Marzipan-Törtchen und ein Schoko-Brownie zu einem Ragtime von Scott Joplin. Die Geschmacksnoten auf der Zunge gingen ebenso ineinander über, wie die ineinander fließenden Noten der Musikstücke die Rieping mit Improvisationen ebenso kreativ abgeschmeckt hatte, wie Thiel die Häppchen. Viel Applaus hatten sich die beiden dafür verdient, Lob ging an den kreativen Wirtschaftsförder Klaus Mainz und Dank an das Zahnarztehepaar Dr. Dr. Peter und Gabriela Schmid, die als Sponsoren das Ereignis erst möglich gemacht hatten.

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