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Spa soll beim Sparen helfen

Fünf Sterne Superior aber kein Spa-Bereich. Das soll sich nun ändern. Das Schlosshotel wird seinen Gästen künftig in den Sommermonaten ein tolles Badeerlebnis bieten können: In den ersten Stunden des Tages können sie exklusiv das Waldschwimmbad nutzen. Die Bauarbeiten für die verglaste Brücke über die Bundesstraße sollen noch in diesem Jahr beginnen.
Das Schlosshotel (hinter den Bäumen) und das Waldschwimmbad wachsen 2015 zusammen.	Foto: jp Das Schlosshotel (hinter den Bäumen) und das Waldschwimmbad wachsen 2015 zusammen. Foto: jp
Kronberg. 

Von der Badesaison 2015 an können sich die Gäste des Schlosshotels auf eine ganz besondere Attraktion freuen: Die frühen Stunden des Tages von 7.30 bis 9.30 Uhr werden sie exklusiv das Waldschwimmbad nutzen können. Über eine verglaste Brücke sollen sie bequem die B 455 überqueren können. Details über die Wegeführung und die Installation der Brücke im Schlosspark seien noch im Abstimmungsprozess zwischen der Hessischen Hausstiftung und dem Denkmalschutz, heißt es. Laut Ersten Stadtrat Jürgen Odszuck (parteilos) sollte wegen der exponierten Lage auch eine Tunnellösung in Betracht gezogen werden. Doch dieser charmanten Lösung könnten die deutlich höheren Kosten und die schwierige topographische Lage (Hanglage) im Wege stehen.

Alle Beteiligten gehen davon aus, dass mit dem Bau noch in diesem Jahr begonnen wird – nach Abschluss der Saison. An den Kosten, es ist von einem Betrag deutlich unter einer Million Euro die Rede, muss sich die Stadt nicht beteiligen. Das Schlosshotel wird im Gegenzug für das exklusive Nutzungsrecht am Morgen die Hälfte der Energie- und Personalkosten übernehmen.

Temmen: Alle gewinnen

Kein Wunder, dass Bürgermeister Klaus Temmen (parteilos) dem Vorhaben positiv gegenübersteht. Allerdings hätte er sich gewünscht, die Pläne wären erst nach seiner Wiederwahl am 25. Mai an die Öffentlichkeit gekommen. Doch die Idee als solches nennt er „grandios“ – auch weil es den Standort in Sachen Tourismus weiterbringt. „Das ist eine typische Win-Win-Situation“, sagt Temmen auf Anfrage der Taunus Zeitung.

Währenddessen mahnt Sportdezernent Klaus Pfeifer (SPD) vor möglichen negativen Auswirkungen auf den Breitensport in Kronberg, wenn die Frühschwimmer künftig möglicherweise erst nach 9.30 Uhr ins Becken dürfen.

Werden jetzt die Rentner und die Arbeitnehmer, die auf dem Weg ins Büro ein paar Runden drehen wollen, an den (Becken-) Rand der Gesellschaft gedrängt? Auch darüber müssen die Fraktionen im Stadtparlament in der nächsten Sitzungsrunde im Mai beraten. Temmen indes ist sicher, dass eine Lösung gefunden wird, mit der alle zufrieden sind.

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