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Stolz auf die Pokale

Von Glück gehabt: Bei der Rad-Touren-Fahrt der Radler hat es mal nicht geregnet. Und so nahm mancher schon ein ganz besonders weite Anfahrt in Kauf.
Viele Pokale gab es am Feiertag in Neu-Anspach zu gewinnen, dafür musste aber ganz schön gestrampelt werden. 	Foto: Saltenberger Viele Pokale gab es am Feiertag in Neu-Anspach zu gewinnen, dafür musste aber ganz schön gestrampelt werden. Foto: Saltenberger
Neu-Anspach. 

Manche Veranstalter haben einfach Dusel. In Tagen des Dauerregens finden sie tatsächlich eine Lücke und ihre Open-Air-Veranstaltung muss nicht ins Wasser fallen wie manch andere in jüngster Zeit. Zu diesen Glücklichen gehörten die Radfahrer aus Neu-Anspach, die an Fronleichnam zur Rad-Touren-Fahrt und zum Radmarathon eingeladen hatten.

Vor allem die aktiven Radfahrer haben von der Trockenzeit profitiert, denn bei Regengüssen durch den Taunus zu radeln, macht keinem wirklich Spaß, weder den sportlich ambitionierten Fahrern noch den Jedermann-Fahrern.

Aber auch die zahlreichen Gäste, die sich vom Vormittag bis zum späten Nachmittag auf dem Platz vor dem Bürgerhaus zusammengefunden hatten, konnten den Feiertag unter freiem Himmel genießen. Denn wie in einem Biergarten machten sich auf der Platzmitte Tische und Bänke breit. Es gab Getränkestände und Grillstationen, und im Foyer des Bürgerhauses machte sich ein riesiges Kuchenbüfett breit. Fahrrad-Experten informierten an ihren Ständen zudem über alles rund um das Zweirad.

Wer schon zwischen 6 und 7 Uhr da war, konnte den Start der Marathon-Fahrer verfolgen, danach gingen, jeweils wie sie gekommen waren, die Rad-Touren-Fahrer bis 9.30 Uhr und die Volksradfahrer bis 11 Uhr an den Start. Und genauso zeitversetzt, wie sie gestartet waren, kamen sie auch wieder zurück. So gab es immer etwas zu sehen, und die meisten füllten die verbrauchten Kalorien gleich wieder auf, saßen zusammen und berichteten sich von ihrer Tour.

 

Lange Anfahrt

 

„Wir sind aus Offenbach hierher gefahren“, sagte einer aus einer 15-köpfigen Gruppe des RC03 Ilbenstadt. Viele steuern die Kleeblattstadt nämlich als Ziel einer Sternfahrt an. „Wer dann noch fit ist, hängt noch eine Tour dran.“ Aber die kleinste Runde betrug immerhin noch 20 Kilometer. So beließ es auch Abdelhamid Rahmani im gelben Ilbenstadter Trikot bei der Anfahrt und zeigt die exakte Entfernung auf seinem Kilometerzähler: 38,58 Kilometer hatte er schon in den Beinen und das gleiche stand für die Rückfahrt bevor.

Die meisten starteten am Feldberg-Center. Die Marathon-Tour betrug 202 Kilometer und führte über Weilrod, Weilmünster, Villmar, Löhnberg, Greifenstein, Leun, Reiskirchen, Oberkleen, Butzbach, Zigenberg und Usingen zurück nach Neu-Anspach. 40 Fahrer stellten sich dieser Herausforderung. 480 Rad-Touren-Fahrer gingen an den Start und hatten die Wahl zwischen 120, 72 oder 41 Kilometer, und 91 Radfahrer machten beim Volksradfahren mit und bewältigten die 20-Kilometer-Strecken. „Darunter waren auch 18 Kinder und Jugendliche“, freute sich der Vorsitzende des Gastgebervereins, Armin Uhrig, über den erfolgreichen Ablauf.

Einige konnten ihn mit einer Trophäe abschließen. Geschwindigkeit ist bei den Touren-Radfahrern nicht das Maß aller Dinge, denn es sind keine Rennen. Deshalb werden die Vereine geehrt, die mit den meisten Teilnehmern gekommen waren. Mit 20 Radlern stellte der RC Hattersheim die stärkste Mannschaft und fuhr mit einem Pokal zurück, den Stadträtin Luise Drescher-Barthel (CDU) übergab. Es folgten auf den Rängen zwei bis fünf Germania Hungen, der RC Ilbenstadt, der RV Ober-Mörlen sowie die „Sandhasen“ Wölfersheim.

Beim Volksradfahren war erneut der Tanzsportclub Grün-Gelb erfolgreich, der mit 33 Startern in die Pedale getreten war. Nach 2010 und 2011 sicherte er sich zum dritten Mal den Wanderpokal, der von der Landtagskandidatin Elke Barth (SPD) übergeben wurde. Knapp dahinter das Karate-Dojo Usingen mit 27 Startern, der Taunusklub sowie die Mittwochstrimmer.

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