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Goldene Hunde-Regeln beachten

Von Während der Projektwoche an der Adolf-Reichwein-Schule standen einige interessante Themen auf dem Programm. Unter anderem „der Hund“. Dazu ging es auf den Übungsplatz des Schäferhundevereins, wo eindrucksvolle Vorführungen stattfanden.
Wer gewinnt – Tim oder der Border Collie? Gegen vier Beine haben zwei leider kaum eine Chance. 	Foto: Appel Wer gewinnt – Tim oder der Border Collie? Gegen vier Beine haben zwei leider kaum eine Chance. Foto: Appel
Neu-Anspach. 

„Wer traut sich?“, fragte Agility-Trainerin Kerstin Weller und schaute die Schüler an. Sie suchte Zwei, die sich einen Wettlauf mit einem Hund zutrauten. Eine Minute später stand Tim an dem einem Start-Punkt und ein kleiner schwarzer Border-Collie am anderen. Los ging’s – und obwohl Tim los flitzte wie ein 100-Meter-Sprinter, hatte er keine Chance gegen den Vierbeiner. Dann trat Marla gegen einen Australian Sheppard an. Sie kam als erste ins Ziel. Allerdings nur deshalb, weil der Hund gerade anderes im Kopf hatte, als einen Wettlauf.

„Hund“ war das Thema, um das es am vergangenen Mittwoch auf dem Übungsplatz des Schäferhundevereins ging. Und es war wohl wieder einer dieser Tage, von dem die Fünftklässler der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) noch lange erzählen werden. Sie konnten erstaunliche Aktionen mit dem Vierbeiner beobachten und selbst mitmachen, wie Tim und Marla. Und zum Abschluss stand noch eine Vorführung auf dem Programm. Dabei zeigte Andreas Röhrig wie ein gut ausgebildeter Hund mit einem Bösewicht umgeht. Schäferhündin Ella durfte ihn erst stellen, verbellen und auf Kommando auch herzhaft zubeißen. Allerdings nur in den dick gepolsterten Arm des Ausbildungswartes. Und den ließ sie auf Kommando auch wieder los. Wenn auch nur ungern, wie deutlich zu sehen war. Aber dafür bekam sie den Ärmel – ohne Inhalt – im Anschluss zur Belohnung.

Ziel des Tages war nicht nur der Spaß. In erster Linie ging es darum, dass die Kinder ein besseres Verständnis für Hunde bekommen, erklärt Melanie Röhrig, Vorsitzende des Schäferhundevereins und Lehrerin an der ARS. Dazu hatte sie den rund 230 Kindern aus acht fünften Klassen erst einmal die zwölf goldenen Regeln im Umgang mit dem besten Freund des Menschen vorgestellt. Und die erste Regel lautet: Behandle einen Hund so, wie Du selbst behandelt werden möchtest. Also, auch der Vierbeiner möchte nicht gerne an den Haaren gezogen, im Ohr gepult oder einfach abgeknutscht werden. In die Augen starren mag der haarige Freund auch nicht. Was er hingegen mag, ist Jagen. Allem was wegläuft wird hinter her gesprintet und das kann schmerzhaft für den Läufer werden. Daher lautet eine weitere Regel: Unter gar keinen Umständen vor einem Hund davon laufen.

Doch wenn man sich an diese Regeln hält, ist ein Hund ein echter Kumpel, weiß die Vorsitzende. Dreizehn Mitglieder des Vereins und zehn Hunde waren da, um den Fünftklässlern einen Eindruck zu vermitteln, was mit „Unterordnung“ gemeint ist oder mit Agility und was ein Rettungshund drauf haben muss. Jungs und Mädels, die selbst einen Hund zu Hause haben, sehen ihren Vierbeiner vielleicht nun mit anderen Augen und wissen, wie sie ihn sinnvoll beschäftigen können. Für Schüler, die kein Haustier haben war es ein schöner Vormittag. Denn egal ob Hundebegeistert oder eher zurückhaltend, für alle Jungs und Mädchen war es ein besonderes Erlebnis. Und im Fach Biologie wird darauf dann auch noch einmal Bezug genommen.

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