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Leberecht-Stiftung: Jetzt geht’s Schlag auf Schlag

Von Schlag auf Schlag geht es derzeit auf den Weihnachtsbaum-Feldern oberhalb Westerfeld. Ein Baum nach dem anderen wird gefällt und auf dem Hof der Familie Groß verkauft. An den kommenden beiden Advents-Wochenenden kann der Christbaum sogar selber geschlagen werden. Für einen guten Zweck.
Manuela und Andreas Groos spenden nach dem Verkauf der Weihnachtsbäume auch in diesem Jahr für die Leberecht-Stiftung. Foto: Pieren Manuela und Andreas Groos spenden nach dem Verkauf der Weihnachtsbäume auch in diesem Jahr für die Leberecht-Stiftung.
Usinger Land. 

In diesem Jahr ist die Adventszeit deutlich kürzer als sonst. Der vierte Advent fällt zugleich auf Heiligabend. Das merken auch Manuela und Andreas Groos in ihrem Hof beim Weihnachtsbaum-Verkauf.

Ein Auto nach dem anderen fährt in diesen Tage mit einem Weihnachtsbaum auf dem Dach oder im Kofferraum nach Hause. „Es sind derzeit deutlich mehr Kunden auf dem Hof, als im vergangenen Jahr nach dem ersten Advents-Wochenende“, sagt Manuela Groos.

Kein Wunder: 2016 lag der erste Advent auch auf dem 27. November. Gefühlt lag Weihnachten damals noch meilenweit entfernt. Doch in diesem Jahr war das Anzünden der ersten Kerze auf dem Adventskranz am vergangenen Sonntag für viele wie ein Weckruf: Es bleiben bis zum Fest gerade einmal noch zwei Wochenenden. Der vierte Advent ist zugleich Heiligabend.

Neuaustrieb im Mai

Auf den Feldern oberhalb Westerfelds wachsen und gedeihen auf 15 Hektar mehrere zehntausend Nordmanntannen, Blaufichten, ein paar Schwarzkiefern und Colorado-Tannen. „Wir hatten in diesem Jahr großes Glück“, sagt Andreas Groos. „Die Frostnächte Ende April haben unseren Bäumen nicht geschadet. Der Neuaustrieb erfolgte erst Anfang Mai.“

Unentwegt fällt er mit seinen Söhnen neue Bäume und fährt sie hinunter in den Hof an der Usinger Straße am Ortseingang von Westerfeld. Auf bald zwei Drittel der Anbaufelder wachsen mittlerweile Nordmanntannen. Auf einem Abschnitt seiner Ländereien hat der 55-Jährige Festzelte und Toilettenwagen aufgestellt.

Hier finden an den Wochenenden zahlreiche Firmen-Events statt. Mitarbeiter großer Firmen aus dem Rhein-Main-Gebiet kommen zum Selberschlagen der Bäume mit Weihnachtsmusik und Glühwein. Den gibt’s auch auf dem Hof im Ausschank.

Wie in den Vorjahren haben Manuela und Andreas Groos auch in diesem Jahr wieder eine Spendendose aufgestellt. Es ist für die Forstwirtsfamilie eine gute Tradition, für die Leberecht-Stiftung der Taunus Zeitung zu sammeln. „Im vergangenen Jahr kamen dabei 1700 Euro zusammen“, sagt Manuela Groos. „Den Betrag haben wir noch um weitere 600 Euro aufgestockt.“

An den kommenden beiden Wochenenden lädt sie mit ihrem Mann auch Familien und Einzelpersonen zwischen 9 und 20 Uhr zum Weihnachtsbaum-Selberschlagen ein. Für Taunus-Bürger ist der Bauernhof der Familie Groos ein fester Anlaufpunkt in der Vorweihnachtszeit.

Kühe, Schweine, Hühner

Ende der 1950er Jahre unterschied sich der Bauernhof von Hans Groos überhaupt nicht von dem anderer Landwirte im Altkreis Usingen. „Meine Eltern hatten zehn Kühe, 20 Schweine, ein paar Hühner und bewirtschafteten mit einem Kramer-Schlepper Baujahr 1955 knapp 15 Hektar Ackerland“, erzählt Andreas Groos.

1958 hatte Hans Groos dann erstmals auf einem Hektar kleine Fichten gepflanzt. Er wollte nach den Worten seines Sohnes „einfach mal etwas anderes ernten als immer nur Getreide.“ Andreas Groos setzte vorausschauend nicht auf die Landwirtschaft, sondern machte folgerichtig eine Baumgärtner-Lehre und konnte so den Betrieb aufbauen.

„Jedes Jahr pflanze ich 5000 neue Bäumchen. Der Großteil sind heute Nordmanntannen, gefolgt von den Blaufichten“, sagt der Baumschulgärtnermeister. „Bereits aus den Jungkulturen muss ich viele Pflanzen entnehmen. Verkauft wird letzten Endes aber nur die Hälfte der Bäume.“

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