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Erlös geht an Leberecht: 2230 Läufer starten beim „After Work Run“

Was gibt es Schöneres, als selbst nach der Arbeit noch Zeit mit den Kollegen zu verbringen? Einiges, mag der ein oder andere sicher denken. Wie es aber auch anders geht und wie sehr der soziale Gedanke tatsächlich zelebriert werden kann, zeigt der „After Work Run“ in Bad Homburg.
Das Feld am Kronenhof ist gut gefüllt an diesem späten Nachmittag beim „After Work Run“ in Bad Homburg. Foto: Jochen Reichwein Das Feld am Kronenhof ist gut gefüllt an diesem späten Nachmittag beim „After Work Run“ in Bad Homburg.
Bad Homburg. 

Langsam füllt sich das Feld am Kronenhof. In den firmeneigenen Farben sitzen die Läufer beisammen und bereiten sich mental auf das Rennen vor. Nun ja, meist wird Bier getrunken. Um Konkurrenz geht es hier aber auch nicht.

Alexander Kunze arbeitet seit drei Jahren für Fresenius und erklärt: „Klar hat der ein oder andere ein Ziel. Ich beispielsweise würde gern die Zeit aus dem Vorjahr schlagen. Eigentlich trifft man sich hier aber und verbringt Zeit unter Kollegen. Im Arbeitsalltag bleibt dafür meist wenig Zeit.“

130 Firmen

Das Feld färbt sich allmählich zum großen Teil blau. Fresenius nämlich stellt mit 385 die meisten aller Startnummern. Insgesamt 130 Firmen gehen mit 2230 Mitarbeitern an den Start. Eine gewaltige Zahl, die sich seit dem Beginn vor sechs Jahren stetig steigerte.

Auch Dehnen gehört zum Laufen dazu, wo wie es diese Gruppe tut. Bild-Zoom Foto: Jochen Reichwein
Auch Dehnen gehört zum Laufen dazu, wo wie es diese Gruppe tut.

Organisatorin Ute Görgen aus dem Sportbüro blickt zurück: „Damals begannen wir mit 600 Läufern. Mit den Jahren wurde das Event für die Firmen aber immer attraktiver und das Angebot wurde toll aufgenommen. Gerade die Kombination aus sozialem Engagement, Party und körperlicher Fitness konnte überzeugen.“ Um die körperliche Fitness zu steigern, wurden lange vor dem Lauf firmeninterne Sportgruppen gegründet.

Sarah Dobrowolski: „Für uns von der wdv-Gruppe ist es das erste Mal hier in Bad Homburg. Von Beginn an wurden wir hierbei auch von der Geschäftsführung unterstützt. Es wurde sogar die ein oder andere Laufgruppe gegründet. Das aber auch mehr aus Spaß, da man auch hier wieder in Kontakt mit anderen Kollegen kam.“ Für die wdv-Gruppe war es der J.P.-Morgan Lauf in Frankfurt, der als Initialzündung diente, auch einen regionalen Lauf zu unterstützen.

Kollegen feuern an

Für manche Unternehmen ist aber gerade dieser eine willkommene Alternative zum großen Bruder. Karsten Lemler von der Interdata Treuhand AG erzählt: „Bei uns gibt es einfach nicht mehr so viele Teilnehmer, weshalb sich der Start beim J.P.-Morgan Lauf kaum lohnen würde. Hier sind wir jetzt aber schon das dritte Mal, es liegt ja auch praktisch vor der Haustür. Wenn man dabei noch soziale Projekte fördern kann, dann ist das natürlich umso schöner.“ Es laufen nicht einmal alle Kollegen, einige kamen auch bloß als Unterstützung zum Anfeuern. Eben das macht es aus.

Dirk Naumann von Fresenius sagt: „Natürlich gibt es mal den ein oder anderen Seitenhieb unter Kollegen, wir wollen aber einfach nur durchkommen. Grade bei der Hitze wird das nicht allzu leicht. Nicht einmal das Bier hier ist kalt.“ Das ist wohl auch der einzige Kritikpunkt des Nachmittags, wenn auch kein unwichtiger. Mit einem Schmunzeln ergänzt er: „Schließlich müssen die Motoren ja gekühlt werden.“

Auf Hochtouren kommen die Motoren wohl dennoch. Nach dem Lauf, wenn die eigentliche Party beginnt und die Band „So Green“ das Beste aus ihrem Repertoire spielt. Der gesamte Erlös aus Startgeldern kommt der Leberecht-Stiftung zugute, die sich seit nunmehr 60 Jahren um behinderte und sozial benachteiligte Kinder kümmert.

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