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Stadt sucht Lösung: Ausbau der Gesamtschule in Stierstadt bringt mehr Verkehr

Von Der Ortsbeirat Stierstadt fühlt sich übergangen. Planer arbeiten derzeit an einem Verkehrskonzept für den Stadtteil, zu dem das Ortsteilparlament gern vorher gehört worden wäre. Nun werde man wohl vor vollendete Tatsachen gestellt, so die Kritik.
IGS Foto: Jochen Reichwein IGS
Stierstadt. 

Der Ortsbeirat Stierstadt ist verschnupft: Die Stadtverwaltung hat ein Büro beauftragt, ein Verkehrskonzept für Stierstadt zu erstellen. Darin soll es um die Auswirkungen gehen, die mit der Erweiterung der Integrierten Gesamtschule (IGS) sowie mit dem Baugebiet Borngrund verbunden sind. So weit ist der Ortsbeirat auch bei den Planern, er wäre nur lieber angehört und nach seinen Vorstellungen befragt worden, bevor das Büro beauftragt wurde.

Magistratsmitglied Paul Gerecht (CDU), der den verhinderten Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) im Ortsbeirat vertrat, konnte nichts dazu sagen, warum das Ortsteilparlament vorab nicht angehört worden war, nahm das Monitum von Ortsvorsteher Ludwig Reuscher (CDU), der es gerne gesehen hätte, wenn das Gremium sich gemeinsam mit den Planern und der Verwaltung zu einem Ortstermin getroffen hätte, aber entgegen. Die Untersuchungen des Büros liefen bereits.

Es sei geplant, den Ortsbeirat am 11. Juni über die dann wohl bereits vorliegenden Ergebnisse zu unterrichten. Der Ortsbeirat teilte Reuschers Verärgerung. Das Problem sei zu sensibel, als dass man es ohne die direkt Beteiligten zu lösen versuchen sollte: „So weit sollte man im Rathaus schon über den Tellerrand hinausschauen können“, sagte Reuscher.

Neue Oberstufe

Im Ortsbeirat herrschte hingegen auch Übereinstimmung darüber, dass sich die Auswirkungen der IGS-Erweiterungen wohl erst in etlichen Jahren, Reuscher geht von „acht bis neun“ aus, zeigen werden, dann, wenn man wisse, wie stark die neue Oberstufe überhaupt angenommen wird. Stephan Jung (Grüne) sieht die Sache derweil ambivalent: „Wir selbst sind es doch, die mit dem von uns erzeugten Ziel- und Quellverkehr für die Verkehrsbelastung und das Chaos sorgen. Andererseits geht es aber auch nur um eine halbe Stunde von 7.30 bis 8 Uhr, dann ist der Spuk doch schon wieder vorbei.“ Auch Jörg Acker (OBG) argumentierte in diese Richtung: „Wir bauen uns immer mehr zu und wundern uns dann über die vielen Autos . . .“

Zunächst hat der Ortsbeirat erwogen, die Sache noch einmal im kleinen Kreis intern, aber sicher auch kontrovers, so Reuscher, zu diskutieren, kam dann aber zu der Erkenntnis, dass es schon Mitte März ist und es insofern nicht mehr allzu lange dauert, bis der Ortsbeirat informiert werden soll. Diese kurze Zeit könne man auch noch warten, zumal Eva Maria Back, Städteplanerin im Rathaus, erklärte, das mit der Untersuchung beauftragte Büro werde dann nicht nur allgemeine Erhebungen als Basis für das Verkehrskonzept präsentieren, sondern auch mehrere Lösungsansätze.

Nachbarn informieren

Der Ortsbeirat befasste sich noch mit zwei weiteren Verkehrsthemen, die beide die Situation ebenfalls nicht unbedingt entspannen. So erklärte Ortsvorsteher Reuscher auf Fragen aus dem Publikum, wie und wann es mit der Neubebauung des Geländes des ehemaligen Gasthauses „Hirsch“ weitergehe, dass man sich während der Bauphase wohl auf Behinderungen einrichten müsse. Der Parkraum an der Straße werde sicherlich teilweise mit Baufahrzeugen belegt sein. Hinterher jedoch, das sei Teil der Planung, werde aber die gleiche Zahl öffentlicher Stellplätze wieder zur Verfügung stehen. Reuscher betonte, die Nachbarn müssten rechtzeitig über die zu erwartenden Behinderungen informiert werden. Bis jetzt sei das noch nicht erfolgt.

Wenig ersprießlich erschien dem Ortsbeirat auch eine Mitteilung von Paul Gerecht aus der Verwaltung, wonach die Untere Naturschutzbehörde beim Landkreis (UNB) die Erweiterung der Parkplatzflächen in der Platanenstraße abgelehnt hat. Laut UNB handele es sich um eine ökologisch wertvolle Fläche.

Dafür fehlte dem Ortsbeirat aber jegliches Verständnis. Schließlich finde auf dem angeblich so wertvollen, geschotterten Gelände die Kerb statt.

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