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Tierschutz: Drei Geschichten, die ans Herz gehen

Drei besonders engagierte Tierschützer erhielten auf dem Kronenhof die „goldene Pfote“. Nominiert waren fünf außergewöhnliche Rettungsaktionen. Eine Geschichte herzzerreißender als die andere . . .
Sabrina Seidel - hier mit Henry beim Gassigehen - wurde ausgezeichnet. Foto: Heike Engelhart Sabrina Seidel - hier mit Henry beim Gassigehen - wurde ausgezeichnet.
Bad Homburg. 

Sabrina Seidel geht mit Hund Henry an einem Bachufer spazieren. Plötzlich schlägt Henry an. Frauchen Sabrina zögert keine Sekunde und entdeckt zu ihrem Entsetzen einen Hundewelpen, gefangen in einer Plastiktüte, die an einem Stock knapp über dem Wasser hängt. Sie bringt den verängstigten Welpen nach Hause und gibt ihm Wasser und Futter. Auch als er ins Tierheim kommt, lässt ihre Fürsorge nicht nach. Sie besucht ihn regelmäßig, bis er vermittelt wird. Für so viel Engagement wird sie mit dem 1. Platz gekürt. Die 3000 Euro Preisgeld darf sie an ein Tierschutzprojekt ihrer Wahl spenden.

Aus dem ganzen Bundesgebiet kommen die Gewinner der „goldenen Pfote“, eines Preises, den die Sulzbacher Tierschutzorganisation Tasso am Samstag im Kronenhof vergab. 1500 Euro gewann Herbert Meyen, ein Angestellter der Stadtwerke Essen. Besucher riefen ihn auf einen Friedhof. Sie hatten Gebell aus einem Kanalschacht gehört. Die Feuerwehr rückte an, doch der Einsatz wurde abgebrochen. Die Helfer konnten nichts finden, die nötige Kamera fehlte, um tief in den Kanal hineinsehen zu können. Doch Meyen blieb hartnäckig. Nach Feierabend lief er mit seinem Rüden Marley nochmals an besagter Stelle vorbei. Auch sein Hund schlug an. Mit Hilfe von Passanten konnte er das Tier schließlich lokalisieren und es wurde gerettet – ein Fuchsbaby. Ohne Meyens beherztes Eingreifen wäre der junge Fuchs vermutlich ertrunken.

Die dritte „goldene Pfote“ ging an Luisa Zielke. Bei einem Ausritt entdeckte die Berlinerin eine abgemagerte Stute mit eiterndem Auge. Geistesgegenwärtig schoss sie Beweisfotos und suchte den Besitzer auf. Doch was sie da hörte, war für sie wie ein Schlag ins Gesicht: Die Stute Marell sollte zum Schlachter. Glücklicherweise wusste sich die Pferdeliebhaberin zu helfen. Sie gründete eine Facebook-Gruppe und sammelte Spenden, um den Tierarzt zu bezahlen. Marells Auge wurde entfernt und die Stute erholte sich. Ein neues Heim fand sie bei ihrer Retterin und deren Haflinger. Leider musste die Stute ein knappes Jahr später eingeschläfert werden. Sie hatte Wasser im Unterbauch. Auch auf ihrem letzten Weg stand ihr Luisa Zielke treu zur Seite – ein verdienter dritter Platz.

Wenn es nach Ehrengast und Bestsellerautorin Charlotte Link gegangen wäre, hätte die Fischrettungsaktion von Familie Werner gewonnen. Die bayerische Familie hatte mehrere ausgesetzte Goldfische aus einem Wasserloch auf dem Feld gerettet. „Ich finde es beeindruckend, dass Fische als rettungswürdig angesehen werden“, erklärte Link ihre Wahl. Selbst viele Vegetarier machten einen Unterschied zwischen Fisch und anderen Tieren. Es war schön zu sehen, wie viele Menschen sich im Alltag für Tiere einsetzen. Die Preise verdient hätten sicherlich alle Nominierten.

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