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Flughafen: Das Terminal 2 wird 20

Die ZING-Reporter der Klasse 4b der Grundschule Mitte in Oberursel und ihre Klassenlehrerin Katja Güra besuchten am Frankfurter Flughafen das Terminal 2 und begaben sich dort auf Entdeckungstour.
Auch Gebetsräume für verschiedene Religionen gibt es im Terminal 2. Bilder > Auch Gebetsräume für verschiedene Religionen gibt es im Terminal 2.
Frankfurt. 

Es war ein aufregender und erlebnisreicher Tag. Die Nachwuchsjournalisten durften das Terminal 2 des Frankfurter Flughafens unter die Lupe nehmen, denn das feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag. Dabei interviewte die Klasse die Area Managerin des Terminals, Nathalie Kaiser, sowie die beiden Fraport Mitarbeiter, Dominic Wohlleben und Rainer Gomulluch, die eine Reihe von Fragen der Kinder beantworteten.

Sie gaben den Schülern interessante Informationen über die 1994 eröffnete Betriebsfläche des Terminals 2, das in diesem Jahr Jubiläum feiert. Es wurde gebaut, weil Terminal 1 zu klein war. Dieses konnte aus Platzgründen nicht einfach vergrößert werden. Aus diesem Grund wurde ein zusätzliches Gebäude (Terminal 2) östlich von Terminal 1 gebaut.

Nathalie Kaiser (31 Jahre) ist die „Bürgermeisterin“ des Terminals. Sie erzählte den Kindern, dass ihr Beruf, den sie seit 10 Jahren ausübt, aufregend ist und für sie nie langweilig wird. Gerade die Aufgabe, mit Schulklassen wie der 4b einen Tag am Flughafen zu verbringen, macht ihr bewusst, wie gerne sie am Flughafen arbeitet. Von ihrem Büro aus kann Nathalie Kaiser sogar direkt auf die startenden und landenden Flugzeuge schauen. „Da sind so manche Kollegen neidisch“, fügte sie schmunzelnd hinzu.

Schon als Kind liebte sie den Flughafen und ist nun heute, nach ihrem dualen Betriebswirtschaftsstudium, Ansprechpartnerin in infrastrukturellen Fragen unter anderem für alle Airlines, die von Terminal 2 abfliegen. „Das Terminal 2 ist so groß wie 34 Fußballfelder!“, erzählte Nathalie Kaiser, damit sich die Kinder die Größe von 306 000 Quadratmeter besser vorstellen konnten.

Die Passagiere erreichen die verschiedenen Geschäfte, Restaurants und die Fluggastbereiche D und E vom Terminal 1, durch eine Fahrt mit der „Skyline“. Dies ist eine elektronisch betriebene, fahrerlose Schienenbahn, durch deren große Fensterscheiben die maximal 120 Fahrgäste den Ausblick über das Flughafengelände genießen können. Das Schienennetz ist zwei Kilometer lang und je nach Anzahl der Passagiere oder nach Wetterlage, fährt die Bahn schneller oder langsamer.

Damit die Reisenden aus aller Welt schnell und unkompliziert ihre Flugverbindungen erreichen, stehen ihnen im Terminal 136 Check-in-Schalter und 72 Ticketschalter zur Verfügung. Gläubige können eine Kirche oder Andachtsräume aufsuchen. Für fast alle Religionen ist ein solcher Gebetsraum vorhanden. Das Terminal 2 ist also wie eine eigene kleine Stadt mit allen notwendigen Einrichtungen.

Selbstverständlich muss auch am Flughafen Frankfurt Sicherheit großgeschrieben werden. Nicht nur alle Flugpassagiere, sondern auch alle Fraport-Mitarbeiter des Vorfeldes und Beschäftige von Firmen, die im Flughafen tätig sind, werden vor Betreten der Sicherheitsbereiche kontrolliert.

Wenn man als Fluggast die Pass- und Sicherheitskontrollen hinter sich gelassen hat, befindet man sich im sogenannten Transitbereich des Terminals. Um den Passagieren das Warten so angenehm wie möglich zu gestalten, gibt es in diesem Bereich einen Marktplatz, der mit verschiedenen Geschäften und Restaurants zum Verweilen einlädt. Täglich halten sich mehr als 23 000 Passagiere im Transitbereich des Terminal 2 auf, die sich auf 72 000 Flugzeuge pro Jahr verteilen. Allerdings müssen alle Flugzeuge, aufgrund des Nachtflugverbots, zwischen 5 und 23 Uhr in die Luft abheben oder zur Landung aufsetzen.

Ankommende Fluggäste holen ihr Gepäck an einem der zwölf Gepäckbänder ab. Die Klasse 4b nahm „Fußmaß“, zählte und stellte fest, dass ein Gepäckband 72 Schritte lang ist. Um die steigenden Fluggastzahlen bewältigen zu können, ist ein drittes Terminal in Planung, das in sieben Jahren fertiggestellt sein sollte.

Zum Abschluss dieses interessanten Einblicks konnten die Kinder der Klasse 4b in Begleitung von Herrn Wohlleben und Herrn Gomolluch hautnah den Flugbetrieb beobachten. Sie wurden mit einem Bus über das Vorfeld des Flughafens gefahren und durften sogar ein Flugzeug anfassen.

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