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Entscheidung am Donnerstag: Müllgebühren werden in Oberursel wohl sinken

Von Das Stadtparlament entscheidet morgen über die geänderte Abfallsatzung, in der die Gebühren für die Jahre 2019 bis 2023 festgelegt werden. Die Müllgebühren sollen leicht gesenkt werden, Sondermüll wird dagegen teurer.
Oberurseler Bürger dürfen sich wahrscheinlich demnächst über geringere Müllgebühren freuen. Foto: Frank Rumpenhorst (dpa) Oberurseler Bürger dürfen sich wahrscheinlich demnächst über geringere Müllgebühren freuen.
Oberursel. 

Die Einführung der Biotonne im Jahr 2015 hat sich nicht nur aus ökologischen Gründen als segensreich erwiesen. Sie hat auch dazu geführt, dass die Mengen des Restabfalls erheblich gesunken sind. Und dies sogar stärker, als in der Kalkulation vermutet worden war. Statt vermuteten 8000 wanderten 2017 nur 6000 Tonnen in die Restmüllbehälter. Das führte dazu, dass in diesem Jahr die Entsorgungsgebühr für den Restabfall von der Rhein-Main-Abfall (RMA) von 239,50 auf 213 Euro gesenkt wurde. Dies und die Tatsache, dass die 2014 geschätzten Ausgaben für den Neubau des Wertstoffhofes noch nicht abgerufen wurden, weil sich die Realisierung verzögerte, war ursächlich dafür, dass im Zeitraum 2015 bis 2017 eine Kostenüberdeckung entstand. Die Überdeckung soll nun in der Kalkulation für die Jahre 2019 bis 2023 gleichmäßig über fünf Jahre ausgeglichen werden, heißt es in der Magistratsvorlage zur Änderung in der Abfallsatzung, die in der Parlamentssitzung am morgigen Donnerstag verabschiedet werden soll.

Andere Kostenverteilung

Der kalkulierte Gebührenbedarf für 2019 bis 2023 liegt mit jährlich 4,96 Millionen leicht über dem der vergangenen fünf Jahre. Davon entfallen 1,118 Millionen Euro auf die Verwaltung, 1,72 Millionen auf Sammlung und Transport, 1,93 Millionen auf die Entsorgung und 610 000 Euro auf den Wertstoffhof, abzüglich 470 000 Euro aus der Überdeckung.

Die Verteilung der Kosten hat sich deutlich verändert, heißt es in der Magistratsvorlage. Während die Kosten für Verwaltung, Sammlung und Transport steigen werden, was unter anderem auf höhere Personalkosten, geplante Investitionen und Tariferhöhungen zurückzuführen ist, werden die Entsorgungskosten sehr deutlich sinken dank des Rückganges der Restabfallmengen.

„Allerdings ist das natürlich davon abhängig, dass es bei den mit den Entsorgern vereinbarten Preisen in den kommenden fünf Jahren auch bleibt“, sagt Oberursels BSO-Geschäftsführer Michael Maag. „Aber wir müssen uns bei der Kalkulation natürlich nach den ausgehandelten Verträgen richten.“ Beim Bioabfall und Baumischabfall gibt es Preissteigerungen, die sich auf die Sondergebühren auswirken.

Ein bis zwei Euro weniger

Die Bürger dürfen sich, die Zustimmung des Parlaments vorausgesetzt, auf eine leichte Senkung der Müllgebühren freuen. Zwischen einem und zwei Euro weniger müssen ab dem kommenden Jahr monatlich für die zweiwöchige Abfuhr des Restmülls bezahlt werden. Diese Kostensenkung betrifft auch die private Eigenkompostierung.

Die Anlieferung von Bauschutt, Baustellenabfall und Altreifen ist weiterhin nur gegen eine Sondergebühr zulässig. Die Gebühr für Bauschutt bleibt stabil, die für Baustellenabfälle steigt um 50 Prozent, weil die Entsorgung teurer geworden ist, die für Altreifen wird ab dem neuen Jahr ebenfalls teurer.

Die Magistratsvorlage passierte den Haupt- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung ohne große Diskussion. Problematisch sah allerdings Andreas Bernhardt (OBG), dass der Wertstoffhof künftig kein Altöl mehr annehmen wird. „Es ist zu befürchten, dass Altöl künftig auf wenig naturfreundliche Weise entsorgt wird“, mutmaßte er. Zu beschließen ist noch eine Änderung des Namens. Oberurseler fahren künftig nicht mehr zum Recyclinghof, sondern zum Wertstoffhof. „Schließlich verwerten wir ja nicht, sondern sammeln und geben weiter“, erklärt Maag.

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