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Frankfurter Flughafen: Sicherheit muss sein

Solche Einblicke erhält man nicht alle Tage: Die Schüler der Klasse 4 a der Schule am Kastanienhain aus Königstein/Schneidhain durften mit ihren Lehrerinnen Carina Busold und Kerstin Hoffmann hinter die Kulissen des Frankfurter Flughafens blicken, denn die Mitarbeiter der Luftaufsicht luden in ihr Büro ein.
Hier ist alles in Ordnung! Die gelbe Linie ist gut zu erkennen, auch solche Dinge prüft die Luftaufsicht. Hier ist alles in Ordnung! Die gelbe Linie ist gut zu erkennen, auch solche Dinge prüft die Luftaufsicht.
Frankfurt. 

Durch den dichten Nebel am Frankfurter Flughafen näherten wir uns im Süden dem General Aviation Terminal (GAT). Nicht nur die Privatjets sind hier zu Hause, auch die Luftaufsicht hat dort ihre Büroräume. Der 46-jährige Jörg Arne Egerter arbeitet seit 2009 als Referatsleiter für Sicherheit im Luftverkehr im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL) und leitet die Außenstelle am Frankfurter Flughafen. Zu seinem Referat gehört auch die Luftaufsicht. Die Tätigkeit am Flughafen macht ihm großen Spaß, und er freut sich immer über den Besuch von Schulklassen. Dabei berichtet er zum Beispiel über die Aufgaben der Luftaufsicht.

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Autoren: Alisa, Berit, Emma, Jasper, Laurenz


Die Luftaufsicht ist eine Aufsichtsbehörde, die kontrolliert, ob Fraport und die Airlines die vorgeschriebenen Verordnungen und Gesetze einhalten. Da am Frankfurter Flughafen ein Nachtflugverbot von 23 Uhr bis 5 Uhr gilt, muss die Luftaufsicht aufpassen, dass nachts keine Flugzeuge starten oder landen. Wenn ein Start unverschuldet verspätet ist, weil es beispielsweise sehr neblig ist, kann die Luftaufsicht eine Ausnahme erteilen. Um in dieser Stunde starten zu dürfen, muss die Airline bei der Luftaufsicht einen schriftlichen Antrag stellen. Falls nachts an Bord ein medizinischer Notfall oder technische Probleme auftreten, darf das Flugzeug mit einer Sondergenehmigung landen. Allerdings darf das Flugzeug am nächsten Morgen um 5 Uhr erst weiter fliegen und die Airline muss der Luftaufsicht schriftlich erklären, wie es zu dieser Notlandung kam.

Ohne Sondergenehmigung darf man in Frankfurt nach 23 Uhr nicht starten. Landen dürfen Flugzeuge unter bestimmten Voraussetzungen nur bis 0 Uhr. Danach muss die Airline dann beispielsweise nach Köln fliegen, weil es dort kein Nachtflugverbot gibt. Falls ein Flugzeug trotzdem ohne Sondergenehmigung landet, gibt es für den Piloten eine Geldstrafe. Wenn sich Anwohner über einen Start oder eine Landung in der Nacht beschweren, müssen die Mitarbeiter der Luftaufsicht schriftlich erklären, wieso das Flugzeug eine Sondergenehmigung bekommen hat. Diese Erklärung wird von Wiesbaden aus weiter verschickt.

Autoren: Aimée, Bennet, Constantin, Leon, Victoria


Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Überprüfung der Start- und Landebahnen. Dabei schauen die Mitarbeiter, ob alle Linien auf dem Boden des Vorfelds gut zu sehen sind und dass keine Schlaglöcher da sind. Falls Schäden entdeckt werden, muss die Bahn gesperrt und der Schaden behoben werden. Die Linien auf dem Boden sind wichtig, weil sie zum Beispiel auch den Parkplatz des Flugzeuges begrenzen. Über diesen Parklinien dürfen keine Gepäck- oder Frachtwagen stehen, da sie das Flugzeug beschädigen können. Auch die Kontrolle der Fracht gehört zu den Aufgaben der Luftaufsicht. Die Fracht muss mit Folie vor Regen geschützt und mit Spanngurten gesichert werden. Das ist wichtig, weil die Folien sonst auf dem Vorfeld herum fliegen könnten und von den Triebwerken angesaugt werden würden.

Fraport führt die Personenkontrollen der Passagiere und auch der Crews durch und die Kollegen von Herrn Egerter überprüfen stichprobenartig, ob alles richtig gemacht wird. Die Mitarbeiter der Luftaufsicht kontrollieren auch, ob der Pilot eine Fluglizenz, ein medizinisches Gutachten und einen Versicherungsnachweis für das Flugzeug dabei hat. Die Luftaufsicht ist also die „Luftpolizei“ des Frankfurter Flughafens.

Autoren: David, Elif, Leonard, Magnus, Nikolas, Sarone


Um all die Kontrollen durchführen zu können, arbeiten 20 Mitarbeiter im Referat für Sicherheit im Luftverkehr am Frankfurter Flughafen. Da immer mindestens zwei Personen im Büro sein müssen, arbeiten sie im Schichtdienst. Um bei der Luftaufsicht zu arbeiten, muss man sich gut mit Flugzeugen auskennen. Manche Mitarbeiter sind selbst Piloten oder haben vorher bei Fraport gearbeitet. Jörg Arne Egerter selbst ist eher zufällig an den Flughafen nach Frankfurt gekommen. Vorher war er bei der Bundeswehr und hat dann nach seinem Studium direkt für einen Minister gearbeitet. Da er sich mit Sicherheitsfragen gut auskennt, ist er schließlich am Flughafen im Referat Sicherheit im Luftverkehr gelandet.

Autoren: Alisa, Berit, Emma, Jasper, Laurenz

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