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Köpperner Gewerbegebiet: Viel Platz im neuen DRK-Zentrum in Köppern

Von Für den Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sind die neuen Räume in einem Bürohaus im Köpperner Gewerbegebiet ein Glücksfall. Stolze 342 Quadratmeter stehen dem „Zentrum für Aktivarbeit“ für Schulungen und Planungen und Koordinieren der Einsätze sowie Lagebesprechungen zur Verfügung. Damit ist man für den Katastrophenfall gerüstet. Am 28. April wird das neue Domizil der Bevölkerung vorgestellt.
Mark Henning (li.) und Uwe Riehl haben sich im neuen DRK-Zentrum in der Köpperner Otto-Hahn-Straße bereits bestens eingelebt. Foto: Jochen Reichwein Mark Henning (li.) und Uwe Riehl haben sich im neuen DRK-Zentrum in der Köpperner Otto-Hahn-Straße bereits bestens eingelebt.
Hochtaunus. 

Eine gute Vorratshaltung an einem zentralen Ort, das haben Uwe Riehl und Mark Henning in den vergangenen Jahren gelernt, erleichtert ihre Arbeit enorm. Während der Flüchtlingskrise von September 2015 bis Februar 2016 waren die Katastrophenschützer des DRK mit rund 400 Helfern quasi im Dauereinsatz, errichteten und betreuten Notunterkünfte in Offenbach, Oberursel und Bad Homburg. „Damals haben wir erfahren, wie zeitaufwendig es beispielsweise ist, unseren Bestand an Feldbetten bei unseren 12 Ortsverbänden zusammenzusuchen, abzuholen und nach Offenbach zu transportieren“, berichtet Kreisbereitschaftsleiter Mark Henning.

Würden morgen plötzlich Hunderte von Feldbetten benötigt, ginge das Beschaffen und der Transport ohne großen Zeit- und vor allem auch ohne großen Helferaufwand: „Dank unseres Umzugs nach Köppern in unser neues Zentrum haben wir jetzt auch endlich ein Zentrallager, in dem wir Platz genug haben, um unser Material – wie zum Beispiel die Feldbetten – aufzubewahren“, so Henning. Man habe den Bestand sogar erhöht und sich eigens einen Gabelstapler angeschafft. „So bekommen wir die Feldbetten ruckzuck in einen Laster“, erklärt der 51-jährige Kreisbereitschaftsleiter.

Das Feldbetten-Beispiel zeigt, was für den DRK-Kreisverband das große Plus ihres Umzugs von der Alten Feuerwehrwache in der Schwalbacher Straße in Bad Homburg in ihre neue Unterkunft im Köpperner Gewerbegebiet ist. Die alte Wache ist bekanntlich Geschichte – auf dem Gelände entsteht derzeit der Neubau der Maria-Scholz-Schule.

„Zentrum für Aktivarbeit“, so lautet der offizielle (und ein wenig sperrige) Name des neuen DRK-Domizils, in dem Platz für Büros, Einsatzzentrale, Seminarraum und Lager ist. „Das Mehr an Platz bedeutet für uns eine Verbesserung aller unserer Arbeitsabläufe“, betont Henning, der seine Führungsaufgabe, ebenso wie Uwe Riehl, der für den Katastrophenschutz zuständige Rotkreuzbeauftragte, ehrenamtlich betreibt. Jetzt sei man auch in der Lage, Materialvorräte anzuschaffen. Henning: „Wir haben 2015 bei unserem Einsatz für die Flüchtlinge gemerkt, dass es bei bestimmten Dingen schnell zu Engpässen kam.“ An Feldbetten sei man 2015 zeitweise nur noch über Kanada rangekommen. Deshalb wurde der Bestand jetzt von 1000 auf 2000 Betten erhöht. Nun könne man dank der zentralen Lagerung auf alles Nötige für Katastrophenfälle oder Hilfseinsätze schnell und einfach zugreifen.

Voll bis unters Dach

Auf Europaletten, die bis hoch unter das Dach der Garagenhalle des neuen DRK-Zentrums reichen, stapeln sich besagte 2000 – teilweise noch original verpackte – Feldbetten. Hinzu kommen rund 3600 Decken und 400 Bademäntel, die in dem Hochregallager ebenfalls ordentlich verstaut sind. „So ein profanes Kleidungsstück wie ein Bademantel dient uns für Menschen in Unterkunftssituationen als gute Notbekleidung“, weiß Uwe Riehl zu berichten. Platz ist in der Lagerhalle, in der auch der Fuhrpark der Einsatzfahrzeuge des Katastrophenschutzes stehen, zudem auch für eine weitere Neuanschaffung: einen Dieseltank, der bis zu 1000 Liter fasst. „Auch das erleichtert uns die Arbeit, denn Diesel benötigen wir für unsere Zeltheizungen. Bisher hatten wir nur 20-Liter-Tanks. Einer musste dann immer wieder für Nachschub an der Tankstelle sorgen“, so Riehl.

Ehrenamtliche Helfer werden immer gebraucht

Ihr neues Aktivzentrum in der Otto-Hahn-Straße 11 in Köppern stellt das DRK-Team der Öffentlichkeit am Samstag, 28. April, mit einem Tag der offenen Tür vor.

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In der Otto-Hahn-Straße 11 ist vieles unter ein Dach gekommen – nicht nur, was die Materialien angeht. „Wir sind sehr froh, dass wir hier auch unsere Abläufe besser gestalten und Informationen bündeln können“, führt Riehl aus. Der größte Raum der neuen Zentrale dient als Lehrsaal. „Hier führen wir für alle Ortsverbände Weiterbildungen oder auch unsere Helfergrundausbildung durch“, erzählt Henning. Zudem verfüge die Bereitschaftsleitung des Kreises ebenso über ein eigenes Refugium wie der Fachbereich „Information und Kommunikation“. „Dieses Büro wird bei Einsätzen zu einer kleinen Leitstelle, beispielsweise beim Radrennen am 1. Mai oder während des Bad Homburger Laternenfests“, berichtet der Kreisbereitschaftsleiter. Größere Einsätze werden allerdings im Stabsraum vorbereitet und durchgeführt. Den Rotkreuzlern steht auch ein Lager für Funkgeräte und andere Kommunikationsmedien zur Verfügung. „Hier führen wir kleinere Reparaturen selbst durch“, so Henning. Die Aufteilung der Räume, fügt der Kreisbereitschaftsleiter hinzu, garantiere ein zeitgemäßes Arbeiten. „Wir müssen nicht mehr wie früher wegen Platzmangels improvisieren. Jetzt sind wir im Katastrophenschutz bestens gerüstet.“

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