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Vortrag im St. Josef Krankenhaus: Was Schuppenflechte lindert

In regelmäßigen Abständen bieten die Hochtaunus-Kliniken Veranstaltungen zu medizinischen Themen. Im Rahmen des Gesundheitsforums informierte Chefarzt Dr. Norbert Schütz Betroffene zum Thema Schuppenflechte im St. Josef Krankenhaus.
Internist Norbert Schütz schaut sich ein letztes Mal seine Erkenntnisse an, die er Betroffenen im Rahmen des Gesundheitsforums in St. Josef weitergibt. Internist Norbert Schütz schaut sich ein letztes Mal seine Erkenntnisse an, die er Betroffenen im Rahmen des Gesundheitsforums in St. Josef weitergibt.
Königstein. 

Norbert Schütz ist Internist und Chefarzt der Medizinischen Klinik Usingen. Die Rheumatologie als ein Fachbereich der Inneren Medizin führte ihn zum Thema „Psoriasis“, weithin als Schuppenflechte bekannt. Die nicht ansteckende, entzündliche Hautkrankheit zeigt sich im Wesentlichen durch stark schuppende Hautstellen, zumeist an den Knien, Ellenbogen und an der Kopfhaut und geht häufig mit starkem Juckreiz sowie Veränderungen an den Nägeln einher.

Doch die Patienten belastet nicht nur die optische Beeinträchtigung, unter der sie oft ein Leben lang leiden. Als sogenannte Systemerkrankung kann sich die Schuppenflechte auf ein gesamtes Organsystem auswirken, vor allem Gelenke, zugehörige Bänder und angrenzende Weichteile belasten, also rheumatische Beschwerden verursachen.

Weltweit leiden etwa 125 Millionen Menschen am Krankheitsbild. „In Deutschland sind circa 2 Millionen Menschen betroffen. Das ist ein relevanter Anteil“, sagt Norbert Schütz. Die Schuppenflechte hätte in der Regel ein ganz typisches Erscheinungsbild, das sich „im Großteil der Fälle über eine Blickdiagnose erkennen lässt“, so Schütz.

Im Rahmen des Gesundheitsforums St. Josef Königstein, referierte Schütz und stand für Fragen und Tipps zum Umgang mit der Krankheit zur Verfügung. Nahezu dreißig direkt oder indirekt Betroffene kamen.

Austausch mit anderen

„Ich habe sehr starke Probleme und muss Medikamente einnehmen. Es erleichtert, hier mit anderen Betroffenen zusammen zu sein“, so eine Zuhörerin. Im Austausch untereinander und mit medizinischen Experten wisse man durch solche Veranstaltungen, nicht allein mit dem Problem zu sein. „Es hat sich vieles geändert“, gibt eine weitere Betroffene zu. „Interessant, was man heute alles erfahren hat“, so ihre Meinung.

Die geläufige Meinung „Fett drauf und dann wird alles besser“ könne nicht als Maßstab gelten, so Schütz. Eine Heilung gäbe es nicht, wohl aber eine Linderung der Beschwerden.

Spezielle Salben, angereichert mit Harnstoff, Kortikoiden oder Vitamin B12, sind als Medizinprodukte geeignet und bedürfen einer längerfristigen Behandlung. „Reicht das nicht, dann kombiniert man die Therapie mit einer UV- Bestrahlung.“ Auch die Gabe von speziellen Tabletten müsse bei schweren Fällen in Betracht gezogen werden.

Sonne, Strand und Meer

„Ich habe festgestellt, dass auch eine gesunde Ernährung kombiniert mit Sport helfen kann. Auch ich mache regelmäßig Sport und ernähre mich gesund“, so eine Stimme aus dem Publikum. Norbert Schütz teilt diese Auffassung. „Eine mediterrane Ernährung kann durchaus sinnvoll sein“, so der Experte. Viel Gemüse, Fisch und die Zubereitung von Speisen mit gesunden Ölen wie Olivenöl sei im Allgemeinen ein probates Mittel für eine gesunde Lebensweise. Dennoch könne man keinen genauen Heilungsplan, „der immer und für jeden gilt“, abgeben. „Jeder Mensch ist individuell. Was dem einen Patienten hilft, bringt bei einem anderen vielleicht gar keine Besserung“, so Schütz und verweist exemplarisch auf die UV-Therapie.

Dennoch: „Ein Urlaub mit Sonne, Strand und Meer tut der Haut gut, davon bin ich überzeugt“, sagt eine Patientin. „Man hat dann auch weniger Stress, was ja auch noch zusätzlich dem Abklingen der Beschwerden hilft“, sagt sie.

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