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Informationsveranstaltung in Neu-Isenburg enttäuscht Bürger: Die Straße "Am Trieb": Drei Varianten, keine Verbesserung

Die Straße „Am Trieb“ bietet zu wenige Parkplätze, was sich durch das Neubaugebiet Birkengewann noch zuspitzen dürfte. Bei einer Infoveranstaltung für Bürger sollten Lösungsansätze vorgestellt werden.
Das Planungsbüro Habermehl & Follmann stellte den Bürgern drei Varianten vor. Nach der Präsentation diskutierten die Anlieger die Umgestaltungspläne für die Straße „Am Trieb“. Das Planungsbüro Habermehl & Follmann stellte den Bürgern drei Varianten vor. Nach der Präsentation diskutierten die Anlieger die Umgestaltungspläne für die Straße „Am Trieb“.
Neu-Isenburg. 

Die Anwohner der Straße „Am Trieb“ haben einige Gründe, um sich aufzuregen: Erhöhtes Verkehrsaufkommen wegen des Engpasses in der Offenbacher Straße, Belästigung durch Baulärm und ein chronischer Mangel an Parkplätzen. Gerade Letzteres hatte im Hinblick auf die Straße am Neubaugebiet Birkengewann für Beschwerden gesorgt.

Fehler von vorher

Mit der Infoveranstaltung in der Hugenottenhalle wollte die Stadt genau darauf reagieren. Der Erfolg ist aber begrenzt, das Fazit der Anlieger: „Es gibt nichts Neues und keine Verbesserung.“ Das Resümee eines Ehepaars: „Wir sind sauer und enttäuscht. Diese Veranstaltungen sind nur dazu da, die Fehler von vorher zu reparieren. Oder es zu versuchen.“

Edwyn Mayer hat also keine schöne Aufgabe. Der Geschäftsführer des planenden Ingenieurbüros muss das Kind retten, das in der Planungsphase in den Brunnen gefallen ist. Es gilt den Spagat hinzubekommen, die Interessen der Bürger und der Stadt unter einen Hut zu bekommen. Drei Varianten zur Umgestaltung der Erschließungsstraße stellt er den Anwohnern vor, die anschließend zu diskutieren sind. Allerdings scheint das etwas überflüssig, denn für die Stadt und die Planer gibt es nur eine sinnvolle und umsetzbare Lösung.

Eine Fahrradstraße

Bei den durchgespielten Möglichkeiten sollen die derzeit 40 öffentlichen Parkplätze erhalten oder etwas mehr werden. Von der Idee, eine Einbahnstraße in Süd-Nord-Richtung zu installieren, ist niemand begeistert. Variante zwei wird pro forma durchgespielt: Verkehr in zwei Richtungen und Schutzstreifen für Radler. Zu realisieren sei das eigentlich nicht, so Mayer, womit nur noch eine Lösung bleibt. „Am Trieb“ soll zu einer Fahrradstraße werden, die für den Anliegerverkehr frei ist. „Das ist unser Favorit, weil sie bestandsorientiert, leicht umsetzbar und die wirtschaftlichste Lösung ist.“ Einwände der Anwohner gibt es nur bedingt, die vorherrschende Meinung: Genau so werde es derzeit ohnehin praktiziert.

Keine Verschlechterung, aber auch keine Verbesserung. Drei zusätzliche Stellplätze für Autos soll die Variante bringen – ein schwacher Trost. „Es ist ein Fehler der Stadt. Bei der Planung des Neubaugebiets hätte man von vorneherein eine breitere Straße berücksichtigen müssen. Platz genug wäre gewesen“, macht eine Anliegerin ihrem Ärger Luft.

(nab)
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