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Kelsterbacher handeln fair

Die Stadt Kelsterbach will eine "Fair Trade City" werden. Dafür soll gezielt informiert und geworben werden.
Die Initiativgruppe mit Matthias und Johanna Drews, rechts Afrasan Amadavan, hinten Sonja Friedrich will für fair gehandelte Produkte werben.	Foto: lp Die Initiativgruppe mit Matthias und Johanna Drews, rechts Afrasan Amadavan, hinten Sonja Friedrich will für fair gehandelte Produkte werben. Foto: lp
Kelsterbach. 

Kelsterbach will sich mit dem Siegel "Fair Trade City" schmücken. Dieser Titel erfordert bestimmte Voraussetzungen und bringt Verpflichtungen mit sich. "Ich denke, das ist für Kelsterbach alles kein Problem, wenn man es denn wirklich will", betont Sonja Friedrich, die in der Stadtverwaltung die Koordination des Vorhabens übernommen hat.

Kirchen mit im Boot

Der ursprüngliche Anstoß kam vonseiten der Linken in Kelsterbach: Jens Wiegand stellte die Aktion den Parlamentariern vor. Ein von den Fraktionsführern der CDU, EUK, WIK und Linke unterzeichnetes Aktionspapier wird mittlerweile von allen Parteien mitgetragen. Auch die SPD ist mit an Bord und so entwickelte sich eine "Lenkungsgruppe", in der auch die Kelsterbacher Kirchen und die IGS Kelsterbach vertreten sind. Die Stadt- und Schulbibliothek soll als Raum für Veranstaltungen genutzt werden.

Jetzt traf sich die Lenkungsgruppe, um erste Aktionen sowie das weitere Vorgehen abzustimmen. "Wir wollen keine Vereinsstruktur mit Vorsitz und nachrangigen Mitgliedern. Wir wollen es bei einer offenen Initiativgruppe belassen, so kann sich jeder soweit einbringen wie es ihm möglich ist", erläutert Sonja Friedrich. Als primäre Aufgabe sieht die Lenkungsgruppe "Fair Trade City" dass die Intension dieses Siegels den Bürgern bekannt gemacht und auch für Produkte aus fairem Handel geworben wird.

Zeichen zur Erkennung

Matthias Drews, Student der Medieninformatik, hatte bereits einen Entwurf für ein Plakat sowie Flyer mitgebracht. "Wir wollen ein bestimmtes unverkennbares Symbol mit Kelsterbach und dieser Aktion in Verbindung ringen", erläuterte Drews. "Wichtig ist, dass die Bürger mit diesem Erkennungszeichen immer die Aktion ,Fair Trade City‘ verbinden." Für einige war es überraschend zu erfahren, dass es in Kelsterbach Ware aus dem Fair Trade City-Programm zu kaufen gibt. Diese sollen jetzt ebenfalls bekannt gemacht werden.

Als erste Aktion ist geplant, auf dem Weihnachtsbasar der Christuskirchengemeinde am morgigen Sonntag in der Mehrzweckhalle Süd einen Stand mit Waren aus Fairem Handel anzubieten. Wie Sonja Friedrich bestätigte, soll in der Verwaltung künftig nur Kaffee und Orangensaft aus fairem Handel getrunken werden, um einen Beitrag zum Ziel als "Fair Trade City" zu leisten. "Es gibt viele einfache Schritte, mit dem jeder Einzelne zum Erfolg unseres Vorhaben beitragen kann", betonte Friedrich. lp

Wer Interesse hat am Programm "Fair Trade City mitzuarbeiten, kann sich bei Sonja Friedrich unter Telefon (0 61 07) 77 32 39 melden.

(Leo Postl)
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