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Sparen zahlt sich aus: Langens Bürgermeister legt einen Haushalt mit Überschuss vor

Die Stadt hat im Etat einen Überschuss von 360 000 Euro. Doch die „Suppe der schwarzen Zahlen“ könne noch versalzen werden, sagte der Rathauschef.
Langens Etat liegt im Plus. Doch Bürgermeister Frieder Gebhardt warnt vor Euphorie, es stünden noch Ausgaben an. Foto: (214455816) Langens Etat liegt im Plus. Doch Bürgermeister Frieder Gebhardt warnt vor Euphorie, es stünden noch Ausgaben an.
Langen. 

Nach elf Jahren und der Grenze der erstmals durchbrochenen 100-Millionen-Euro, gelingt es Kämmerer Frieder Gebhardt (SPD) dem Stadtparlament einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf für das Jahr 2019 zu präsentieren. Ausgaben in Höhe von 99,98 Millionen Euro stehen Einnahmen von 100,34 Millionen Euro gegenüber – das bedeutet ein Überschuss von 360 000 Euro. Dabei erfüllt Langen auch die Forderung zu dem Entschuldungsprogramm der Hessenkasse, die der Stadt 27,5 Millionen Euro Schulden auf dem Girokonto abgenommen hatte.

„Dieser Haushalt ist auf knappe Kante genäht und hat keinen Spielraum“, warnt der Bürgermeister vor Euphorie. Es gäbe dabei durchaus noch ein paar Unwägbarkeiten, die die „Suppe der schwarzen Zahlen“ noch versalzen könnte. Zum einen sei die Verwaltung bei der Gewerbesteuer in Höhe von 16,2 Millionen Euro etwas mutiger gewesen. „Aber keinesfalls unseriös“, beeilte sich Gebhardt zu sagen.

Ein Hoffnungsschimmer sei dabei, dass die für 2018 angedachte Gewerbesteuereinnahmen von 14,32 Millionen Euro um 3,2 Millionen Euro übertroffen werde. Außerdem stammten 48 Prozent der Erträge aus der Schlüsselzuweisung vom Land Hessen, den Anteilen an der Einkommens- und Umsatzsteuer und dem Familienleistungsausgleich.

„Hier sind wir also extrem abhängig von den Annahmen der Steuerschätzungen“, erklärte Gebhardt und machte damit deutlich, dass das Pendel bei der Endabrechnung sowohl nach oben als auch nach unten ausschlagen könne. Gebhardt führte aus, dass auf Langen viele Herausforderungen warten, die auch die Finanzen belasten: Mit der wachsenden Einwohnerzahl müsse die Infrastruktur wachsen. Zusätzliches Geld werde zum Beispiel benötigt, um die Kinderbetreuung auszubauen.

„Wir müssen uns darum kümmern, dass die Menschen, die hier leben, Arbeitsplätze am Ort finden oder diese mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichen“, so der Rathauschef. Die Stadt müsse mit dem Fortschritt bei der Digitalisierung mithalten. „Wir müssen gewährleisten, dass älter werdende Menschen möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld leben können. Wir brauchen eine lebendige Innenstadt und eine aktive Stadtgesellschaft“, unterstrich der Bürgermeister.

Zahlen einsehen

In den Haushalt 2019 sei auch die Straßenbeitragssatzung als Einnahme noch eingepreist – eine offene Frage, über die die Stadtverordnetenversammlung noch beraten müsse. Gute Nachrichten gebe es zu der Grundsteuer B: Im vergangenen Jahr stand noch die Erhöhung auf 735 Punkte in der Diskussion. Dies sei vom Tisch und die Steuer steige 2019 um 50 Punkte auf dann 700 Punkte.

„Aber auch damit sind wir im Kreis Offenbach führend“, weiß der Langener Rathauschef, dass Langens Bürger durchaus belastet sind. Unter www.langen.de können die Bürger den Haushalt mit allen Zahlen und Statistiken auch im Detail einsehen.

(njo)

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