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Lehranstalten ausbauen

Nicht nur der Haushalt der Untermainstadt muss verabschiedet werden, auch der Schulentwicklungsplan stellt die Stadt vor eine Herausforderung. Große Themen sind die Inklusion und der Ausbau der Ganztagsbetreuung.
Kelsterbach. 

Bei der vergangenen Sitzung des Stadtparlaments hatte der Erste Stadtrat Kurt Linnert (SPD) seinen großen Auftritt. Nicht nur, dass er als Stadtkämmerer den geplanten Haushalt für 2013 vorstellte – als Verantwortlicher für Kelsterbachs Schulen, präsentierte er auch den Schulentwicklungsplan. "Der Schulentwicklungsplan stellt die gegenwärtigen und zukünftigen Schulstandorte dar und gibt vor, welche Bildungsangebote wo vorgehalten werden", erklärte Linnert den Zweck.

Dabei betonte er die gute Zusammenarbeit auch mit benachbarten Schulträgern und dem staatlichen Schulamt. "Die zunehmende Nachfrage von Schülern aus den westlichen Vororten Frankfurts zum Besuch der Integrierten Gesamtschule, die jedoch nur in begrenzter Zahl berücksichtigt werden können, sind Belege für die gute Arbeit und Ausstattung sowie ein konsequentes Ganztagesangebot", sagte Linnert nicht ohne Stolz. Ein großes Thema an den Schulen sei die Inklusion, also die Förderung von Schülern mit Beeinträchtigung und Behinderung in allgemeinen Schulen. "Für uns als Schulträger bedurfte es nicht erst einer Konvention der Vereinten Nationen, um dieses Leitbild in den schulischen Alltag zu integrieren", erklärte er. Seit 1991 werde in den Kelsterbacher Schulen gemeinsamer Unterricht praktiziert.

Eigenes Profil

Auch mit der Karl-Krolopper-Schule sei die Untermainstadt auf dem richtigen Weg. Sie habe ein eigenes Profil entwickelt und arbeite als regionales Beratungs- und Förderzentrum mit anderen Schulen zusammen. Mit dem Schuljahr 2009/2010 sei die Umwandlung der Integrierten Gesamtschule (IGS) zur Ganztagsschule umgesetzt worden. Auch den Kooperationsvertrag mit der Werner-Heisenberg-Schule, der 2010 geschlossen wurde, erwähnte Linnert.

Damit gibt es in Kelsterbach die Möglichkeit, auch die Fachhochschulreife zu erlangen. Ganztagsschule zu werden ist auch das Ziel an beiden Grundschulen. In der Bürgermeister-Hardt-Schule gibt es seit diesem Schuljahr ein Betreuungsangebot bis 14 Uhr.

Neue Ausrichtung

Ein Eckpunkt in dem Entwurf des Schulentwicklungsplans sei die neue pädagogische Ausrichtung der Karl-Treutel-Schule. Dort gibt es an vier Tagen Angebote bis 17 Uhr sowie einen Klassentag mit ganztägigem Unterricht und gemeinsamer Mittagspause.

Gleichzeitig kritisierte der Erste Stadtrat die mangelnde Unterstützung seitens des Landes Hessen. "Auch hier werden dem Schulträger Kelsterbach wieder weitere Kosten, für die eigentlich das Land aufkommen müsste, auferlegt", erklärte Linnert. Allerdings, so schloss Kurt Linnert seinen Vortrag, sei Kelsterbach durchaus in der Lage, diese Aufgaben auch in der Zukunft zu lösen. Die anschließende Abstimmung der Parlamentarier ergab ein einstimmiges Votum für den vorliegenden Schulentwicklungsplan bis zum Jahr 2016.khn

(Karlheinz G. Niess)
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