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Tierrecht.EU21: Sie engagieren sich zum Wohle der Tiere

Tiere sind Lebewesen und müssen geschützt werden. Das ist die Ansicht des Vereins Tierrecht.EU21. Dafür gehen sie auch auf die Straße.
Der Vorsitzende Volker Arndt (4.v.l.) und seine Stellvertreterin Jutta Seidl (3.v.l.) berieten, welche Aktionen in nächster Zeit gestartet werden. 	Foto: Niess Der Vorsitzende Volker Arndt (4.v.l.) und seine Stellvertreterin Jutta Seidl (3.v.l.) berieten, welche Aktionen in nächster Zeit gestartet werden. Foto: Niess
Mörfelden-Walldorf. 

Als Stadtverordneter in Mörfelden-Walldorf konnte Volker Arndt (Linke) schon einige kleinere Erfolge feiern. Der bisher vielleicht bedeutendste war sein Antrag, dass kein Zirkus mit Tieren mehr in der Doppelstadt gastieren darf. Dieses Engagement hängt mit seiner Vereinsarbeit zusammen. Er ist nämlich Vorsitzender des Vereins Tierrecht.EU21. Dieser hielt jetzt seine Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus ab.

 

Flagge zeigen

 

„Wir haben derzeit rund 15 Mitglieder“, sagte Arndt. Dabei ist er besonders stolz darauf, dass der Ende 2012 gegründete Verein stetig wächst und bisher keine Austritte hatte. Dem Verein „Tierrecht.EU21“ geht es vor allem um die „Förderung des Umwelt-/Naturschutzes sowie Förderung des Tierschutzes zur allgemeinen Verbesserung eines Gemeinwohls von Menschen und Tieren“, wie es in der Satzung heißt. Dabei arbeiten die Mitglieder mit Aufklärungskampagnen. Aber auch gezielte Aktionen gehören zum Repertoire des Vereins.

„Ende vergangenen Jahres demonstrierten wir vor dem rumänischen Konsulat“, erinnert sich Arndt. „Die haben das Konsulat sogar geschlossen, obwohl es eigentlich geöffnet haben sollte“, sagte Arndt. Damals ging es um die vielen Straßenhunde in dem Balkanland, die von staatlicher Seite getötet werden.

Im kommenden Jahr werden sie auf dem Festival „Wutzdog“ in Leeheim mit einem Informationsstand präsent sein. Auch bei der Frankfurter Demonstration „Pelzfrei“ wollen die Mitglieder Flagge zeigen.

Im Gegensatz zu den meisten Tierschutzorganisationen geht es „Tierrecht.EU21“ vor allem um die rechtlichen Grundlagen. „Hier gibt es in der Europäischen Union noch einen riesigen Bedarf“, sagte Arndt. Zu dem Thema hatte er eigens einen Vortrag vorbereitet, den er vorstellte.

 

Viele kleine Schritte

 

Das „Zirkusthema“ ist hierfür ein deutliches Beispiel. Bis heute gibt es keine einheitliche Regelung in der Europäischen Union. In Österreich, Dänemark, Schweden und Finnland ist die Haltung von Wildtieren in Zirkussen ganz oder teilweise verboten. Doch in Deutschland hält sich die Politik bei diesem Thema sehr zurück. Im Mörfelden-Walldorfer Stadtparlament unterstützten die Mitglieder der Öko-Partei den Antrag von Volker Arndt. „Es ist schwierig, und wir müssen viele kleine Schritte machen“, sagte der Vereinsvorstand. Dazu gehören vor allem die Informationsstände um die Menschen für das Thema zu sensibilisieren, um den Menschen deutlich zu machen, dass Tiere keine „Sachen“ sind, sondern fühlende und Schmerz empfindende Lebewesen.

(khn)
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