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Unterschriften für das Tierheim

Von Tierschützer wollen die Privatisierung des Dreieicher Tierheims verhindern. Daher sammelten sie Unterschriften, die sie dem Landrat übergaben.
Evelin Bohlscheid (links) und Marlis Bahr überreichten Landrat Oliver Quilling (Vierter von links) den Ordner mit den mehr als 2800 Unterschriften zum Erhalt des Dreieicher Tierheims als Verein. 	Foto: Nicole Jost Evelin Bohlscheid (links) und Marlis Bahr überreichten Landrat Oliver Quilling (Vierter von links) den Ordner mit den mehr als 2800 Unterschriften zum Erhalt des Dreieicher Tierheims als Verein. Foto: Nicole Jost
Kreis Offenbach. 

2849 Unterschriften haben die beiden Tierschutzvereine Langen/Egelsbach und die Tierhilfe aktiv in den vergangenen vier Wochen zum Erhalt des Dreieichenhainer Tierheims gesammelt. Per Online-Petition, auf dem Dreieicher Stadtfest und bei einigen anderen Gelegenheiten sicherten viele Bürger den Tierschützern ihre Unterstützung zu. Den dicken Ordner haben Evelin Bohlscheid und Marlis Bahr, begleitet von einigen Mitstreitern, gestern Landrat Oliver Quilling (CDU) im Kreishaus vorbei gebracht.

 

Kontrolle sehr gering

 

Seit Monaten werben die engagierten Tierschützer für einen Erhalt des Vereins und wollen eine Privatisierung von Hundezüchtern vermeiden. „Wir haben bei unseren Unterschriftenaktionen gemerkt, dass wir sehr viel erklären müssen, dass die Menschen bei uns im Kreis das Konstrukt des Tierheims in Dreieich oftmals gar nicht verstehen – obwohl es mit Steuern finanziert ist“, erklärte Evelin Bohlscheid dem Landrat. Das treffe auch für zahlreiche Politiker zu, mit denen die Vereine in Kontakt getreten seien. „Letztlich stieß es aber bei allen auf Unverständnis, dass im Falle einer Auflösung des Vereins dieses öffentlichen Geld, immerhin 230 000 Euro im Jahr, in private Hände geht, um die Aufgabe der Städte, die Fundtiere unterzubringen, zu übernehmen“, betonte Evelin Bohlscheid. Die Möglichkeit der Kontrolle werde dadurch sehr gering.

 

Vorstand ist festgefahren

 

Oliver Quilling nahm den Ordner in Empfang und betonte, dass der Kreis bei der Entscheidung über die Zukunft des Tierheims Dreieich „keine Karten im Spiel“ habe. „Wir übernehmen nur eine moderierende Funktion, aber ich habe in der nächsten Woche alle Bürgermeister hier zusammen, und wir werden das Thema Tierheim besprechen“, kündigte der Landrat an. Letztlich liege die Entscheidung beim Vorstand des Tierheims – aber natürlich handele dieser im Auftrag der Städte. Vielerorts werde die Zukunftsfrage um das Tierheim auch in den Parlamenten diskutiert. „Die Bürgermeister haben auch wegen der Diskussionen der vergangenen Wochen die Sensibilität des Themas längst erkannt“, sagte Quilling.

„Leider haben wir den Eindruck, dass der Vorstand sehr festgefahren bei der Meinung ist, dass die Privatisierung die beste Lösung sei“, bedauerte Rainer Göbel, Mit-Unterstützer der Gruppe. Er führte die Vorteile eines Verbleibs als Verein auf: Die europäische Ausschreibung würde nicht benötigt, es ließen sich Spenden besser aquirieren, und Steuergeld müsste nicht in private Hände gegeben werden, wo die Möglichkeit der Kontrolle eher schwierig sei. Die Diskussion um die Zukunft des Dreieicher Tierheims bleibt also weiter spannend.

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