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Wenn Steine erzählen könnten

Die Klasse 3 b der Dreieicher Ludwig-Erk-Schule erkundete zusammen mit ihrer Lehrerin Uta Egler-Geis den Hauptfriedhof in Frankfurt. Dabei erfuhren sie viel über besondere Gräber.
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Die Schüler der Klasse 3 b der Ludwig-Erk-Schule besuchten zusammen mit ihrer Lehrerin Uta Egler-Geis an einem Vormittag den Hauptfriedhof in Frankfurt. Alexandra Tolba, Inhaberin der Friedhofsgärtnerei, führte die Klasse fachkundig über den Friedhof. Die Kinder erhielten Presseausweise und einen Reporterblock und notierten alles, was ihnen wichtig erschien.

Alexandra Tolba berichtete: Der Hauptfriedhof wurde 1828 eröffnet und ist so groß wie 100 Fußballfelder. Es gibt fast eine Million Gräber. 5000 Menschen werden im Jahr beerdigt. Die meisten Menschen lassen sich heute in einer Urne bestatten. Das ist viel billiger und macht nicht so viel Arbeit wie ein normales Grab. In Deutschland muss jeder Mensch auf einem Friedhof bestattet werden.

Es dauert etwa eineinhalb Stunden, bis ein Mensch zu Asche verbrennt. Dicke Menschen brauchen eine halbe Stunde länger. In jeder Urne steht auf einem Schamottstein eine Nummer. In einem Buch der Friedhofsverwaltung steht geschrieben, wer der Verstorbene war. Am 1. Juli 1828 wurde die 52-jährige Maria Catherine Alewyn als erste Person hier bestattet.

Auf dem Friedhof gibt es viele Mauern, weil dieser immer wieder vergrößert werden musste. Die Gräber an den Mauern waren die teuersten und sehr begehrt. Menschen aller Religionen der Welt werden auf dem Friedhof bestattet, nur die Juden haben einen extra Teil.

Hunderte Rocker kamen mit ihren lauten und knatternden Motorrädern zu einer Beerdigung eines erschossenen Freundes auch auf den Friedhof. Meine Mama hat sich sehr viel Sorgen darüber gemacht, aber die ließen uns alle in Ruhe. Außerdem standen überall Polizisten herum.

Catalina Cazan, Benas Jasaitis, Louisa Paeschke, Alexander Engler, Stefan Scherer

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