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Der besondere Blickwinkel

Sie sind jung, wendig und hochmotiviert - und sie werden in den kommenden drei Monaten als Nachwuchsreporter für die NNP arbeiten: Rund 700 Grundschüler aus 34 Klassen in der Region beteiligen sich in diesem Jahr am Projekt „Zeitung in der Grundschule“ (ZING).
Sie freuen sich auf die „Zeitung in der Grundschule“, an der in den kommenden drei Monaten rund 700 Schüler aus der Region mitarbeiten werden: Andreas Wohlfart, NNP-Geschäftsbereichsleitung (links), Mario Rohrer, Vorstandsmitglied KSK Limburg (Vierter von links), Dr. Markus Moog (IZOP-Institut, Dritter von rechts), NNP-Redaktionsleiter Joachim Heidersdorf (rechts) sowie die ZING-Lehrer.	Foto: Bohnhorst-Vollmer Bilder > Sie freuen sich auf die „Zeitung in der Grundschule“, an der in den kommenden drei Monaten rund 700 Schüler aus der Region mitarbeiten werden: Andreas Wohlfart, NNP-Geschäftsbereichsleitung (links), Mario Rohrer, Vorstandsmitglied KSK Limburg (Vierter von links), Dr. Markus Moog (IZOP-Institut, Dritter von rechts), NNP-Redaktionsleiter Joachim Heidersdorf (rechts) sowie die ZING-Lehrer. Foto: Bohnhorst-Vollmer
Limburg. 

„Wenn ich hier in der Region an die Zeitung denke, dann denke ich an die NNP“, begrüßte Mario Rohrer, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Limburg, die Lehrer der 34 neuen ZING-Klassen. Er freue sich auf das Zeitungsprojekt, für das sein Kreditinstitut auch weiterhin die großzügige finanzielle Unterstützung übernehmen wird, versicherte er. Außerdem sehe er dem bevorstehenden Besuch der jungen Reporter in seinem Büro wieder mit großem Vergnügen entgegen - selbst wenn die Kinder, wie schon beim vergangenen Mal, seinen Schreibtisch in Windeseile durcheinander bringen würden.

Im Rahmen des von der NNP redaktionell betreuten Projekts erarbeiten die Schüler zunächst ein Thema in der Klasse und besuchen anschließend ein Unternehmen oder eine Einrichtung im Landkreis, um das Erlernte „exklusiv und in echt“ zu recherchieren. Sie sammeln Daten und Fakten, führen Interviews, schreiben Reportagen und fotografieren. Es sei ein aufwendiges Projekt, das für die Lehrer zusätzliche Arbeit bedeute, erklärte NNP-Redaktionsleiter Joachim Heidersdorf und bedankte sich ausdrücklich für den Einsatz der Pädagogen. Aber aus „ihrem besonderen Blickwinkel“ würden die Schüler erfrischende Beiträge liefern, die „der Zeitung gut tun“.

Tatsächlich sei es bisweilen schwierig, die verschiedenen Texte und Bilder zu einem homogenen Beitrag zusammenzufügen, räumte Heidrun Valley von der Grundschule Hünfelden ein. Aber die Mühe lohnt sich, betonte die Lehrerin, die bereits zum zweiten Mal bei ZING dabei ist und mit ihren Jung-Reportern in diesem Jahr eine Limburger Musikalienhandlung erkunden wird. „Das Projekt ist auf jeden Fall eine Bereicherung“, meinte sie. Zudem würden die Schüler erkennen, dass der „Schreibanlass einen Zweck“ hat, bekräftige Kerstin Lang von der Grundschule Ahlbach. Wenn die Kinder spürten, dass die „Beobachtungen aus ihrer Lebenswirklichkeit“ auch für andere interessant sind, fühlen sie sich ernstgenommen. „Und das steigert die Motivation.“

Das bestätigte auch Dr. Markus Moog vom Aachener Institut zur Objektivierung von Lern- und Prüfungsverfahren. Mehr als 60 000  Schüler aus rund 2700 Klassen hat das pädagogische Institut in den vergangenen 30 Jahren bundesweit in die Welt der Tageszeitung eingeführt. Aus der Region Limburg-Weilburg nehmen in diesem Herbst und Winter rund 700 Schüler der dritten und vierten Klassen teil. Seit 1987 waren es schon 422 Klassen und mehr als 9000 Schüler.

Ziel des Projekts sei es, selektives und kontinuierliches Lesen zu fördern, sagte Moog. Und Kurt Meteling vom zuständigen Schulamt wies darauf hin, dass das Kultusministerium das Lesen in diesem Jahr zu einem Schwerpunktthema gemacht habe, weshalb er dem Projekt „Zeitung in der Grundschule“ einen besonders hohen Stellenwert beimesse. Neben der regelmäßigen Lektüre soll den Kindern mit ZING aber auch ein kritischer Umgang mit den Medien vermittelt werden. Es gehe darum, bei den Schülern ein Problembewusstsein zu entwickeln, formulierte Moog. Dies sei beispielsweise durch die tägliche Lektüre des Wetterberichts möglich. „Die Schüler lesen die Wettermeldung und prüfen, ob sie stimmt oder nicht.“ Denn auch dies ist Markus Moog zufolge eine wichtige Lernerfahrung: „Nicht alles, was gedruckt ist, stimmt immer.“ Dennoch: Was die ZING-Reporter in den nächsten Monaten berichten, stimmt und wird von 50 000 NNP-Lesern gelesen. abv

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