E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Hofheim am Taunus 28°C

Die Holzernte birgt auch Gefahren

"Halt! Baumfällung! Durchgang verboten, Lebensgefahr!" Mit Absperrbannern in der Breite eines ganzen Waldweges versucht das Forstamt Weilmünster dem gesetzlichen Betretungsverbot von Waldflächen Nachdruck zu verleihen, wenn dort Bäume gefällt werden. Aber oft nehmen Spaziergänger diese Verbote nicht ernst. Durch diese Achtlosigkeit könne es zu Unfällen kommen.
Durchgehen verboten: Das gilt auch für Spaziergänger.	Foto: NNP Durchgehen verboten: Das gilt auch für Spaziergänger. Foto: NNP
Weilmünster/Oberlahn. 

"Halt! Baumfällung! Durchgang verboten, Lebensgefahr!" Mit Absperrbannern in der Breite eines ganzen Waldweges versucht das Forstamt Weilmünster dem gesetzlichen Betretungsverbot von Waldflächen Nachdruck zu verleihen, wenn dort Bäume gefällt werden. Aber oft nehmen Spaziergänger diese Verbote nicht ernst. Durch diese Achtlosigkeit könne es zu Unfällen kommen.

"Die Holzernte in den Wäldern ist eine sehr gefährliche Arbeit, da dürfen auf keinen Fall Unbefugte herumspazieren", sagt der Leiter des Forstamtes Weilmünster, Johannes Maassen. Darauf angesprochen, seien die Waldbesucher immer der Auffassung, sie könnten sich vor einem fallenden Baum noch schnell in Sicherheit bringen. "Das kann zum fatalen Trugschluss werden", warnt der Chef des Forstamtes. Wer die Absperrungen überschreite, bringe sich in akute Gefahr, denn nicht nur fallende Bäume sind gefährlich, sondern auch in den Kronen hängengebliebene Äste und vor allem die dort eingesetzten Maschinen könnten von einem Laien nur schwer eingeschätzt werden. Gespannte Drahtseile, die tonnenschwere Lasten ziehen, seien nur aus nächster Näher erkennbar und könnten eine tödliche Gefahr sein, so Maassen. Für die Waldarbeiter seien leichtsinnige Spaziergänger zudem eine große zusätzliche Belastung bei ihrer ohnehin gefährlichen Arbeit.

Vor allem in den stadtnahen Wäldern, in denen der Besucherdruck sehr hoch ist, brenne dieses Problem den Forstleuten unter den Nägeln, sagt der Experte. Besonders ärgerlich sei die Uneinsichtigkeit, die manche Waldbesucher, ob zu Fuß oder mit dem Rad, an den Tag legten. Würden Waldbesucher von Arbeitern auf die Übertretung angesprochen, reagierten diese nicht selten mit völligem Unverständnis. Beschimpfungen seien an der Tagesordnung. Daher weist das Forstamt nachdrücklich darauf hin, dass alle Absperrungen Gültigkeit besitzen, rechtsverbindlich seien und eingehalten werden müssten.

Um Verständnis bittet die Forstbehörde die Waldbesucher, wenn die Waldwege während der Holz-erntesaison zeitweise verschmutzt werden. Das sei unvermeidlich, weil die tonnenschweren Stämme von Forstspezialfahrzeugen an die Waldstraßen transportiert werden, wo sie für die weitere Verladung gelagert werden. Oftmals seien die Wege während der Arbeiten verschmutzt. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Wege wieder gereinigt, wobei allerdings keine Straßenkehrmaschine zum Einsatz komme.

Für die Beschäftigten des Forstamtes bringen die Herbst- und Wintermonate viel Arbeit mit sich: 100 000 Festmeter Holz müssen eingeschlagen und verkauft werden. Im laubholzreichen Landkreis Limburg-Weilburg sei die Arbeitsspitze besonders groß, denn Laubhölzer können erst eingeschlagen werden, wenn sie ihre Blätter verloren haben. Außerdem werden laut Maassen aus den Laubbäumen sehr viel mehr Verkaufssortimente gewonnen als aus den Nadelbäumen.nnp

(nnp)
Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen