E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Hofheim am Taunus 24°C

ZING-Schüler gehen der Frage nach: Wird es in der Zukunft noch Bargeldzahlungen geben?: Kleidung – auch für wenig Geld

Die Kinderreporter der Klasse 4b der Herzenbergschule Hadamar gingen im Kinderkleiderladen auf Entdeckungsreise – und landeten zwischen Stramplern und Schneehosen.
Schülerreporter der Herzenbergschule führen ein Interview mit Liane Schmidt vom Deutschen Kinderschutzbund. Bilder > Schülerreporter der Herzenbergschule führen ein Interview mit Liane Schmidt vom Deutschen Kinderschutzbund.
Hadamar. 

Nicht weit von der Herzenbergschule entfernt, machten sich die Schüler und Schülerinnen der Klasse 4b gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Melanie Müller auf den Weg, um den Kinderkleiderladen im Herzen Hadamars am Neumarkt 10 zu erkunden. Dort erwartete sie ein herzlicher Empfang von Liane Schmidt vom Kinderschutzbund sowie den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Lilo Faust, Susanne Platt-Patounis sowie Mechtild Weber-Oehm, welche die ankommenden Jung-Reporter freundlich begrüßten. Zuerst durften alle Schüler die vielen Regale und Kleiderstangen ganz genau untersuchen: Hier gab es jede Menge gebrauchte Kinderkleidung von Größe 50 bis 176, wunderschön und sehr gut erhalten.

Einige Reporter fanden sofort ihr Lieblingsstück, das sie am liebsten sogleich mit nach Hause in ihren Kleiderschrank genommen hätten. Aber auch die winzig-kleinen Babystrampler und die tollen Krabbeldecken wurden bewundernd bestaunt. So viel Auswahl, da wusste man gar nicht, wo man zuerst hinschauen sollte. Ein besonderes Highlight für die Schüler war der hintere Raum, in dem es jede Menge Spiele und Bücher gab. Viele Dinge sahen neu und kaum gebraucht aus.

Kleider, Spiele und Bücher

Nach dem ersten Rundgang gingen die Schüler ihrer eigentlichen Aufgabe nach: wichtige Recherche-Arbeiten im Namen der NNP! Sie durften nach Herzenslust Fragen stellen, die von den Anwesenden mit viel Geduld und Freundlichkeit kindgerecht beantwortet wurden. Eifrig schrieben sie alle Antworten auf ihre Notizblöcke, sodass sie bald alle wichtigen Informationen zusammengetragen hatten: Die Idee eines Kinderkleiderladens in Hadamar gab es schon lange, erklärte Liane Schmidt vom Kinderschutzbund. Das Bündnis „Familienfreundliches Hadamar“ suchte lange Zeit nach einem Weg, wie Familien mit wenig Geld an schöne Kinderkleidung kommen sollten. Erst durch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund Limburg-Weilburg war es möglich, am 10. Juli 2015 den Laden in Hadamar zu eröffnen. Auch viele nahegelegene Firmen, wie zum Beispiel Sterntaler (Dornburg), Müllerland (Görgeshausen) und Rolli (Elz), haben dieses Vorhaben durch Sachspenden unterstützt.

Nach unzähligen Arbeitsstunden durch die ehrenamtlichen Helfer entstand ein liebevoll eingerichteter Laden, in dem große und kleine Besucher sich sofort wohl fühlen. Eine Kinderecke lädt zum Spielen ein, so dass Mamas und Papas in Ruhe in dem reichhaltigen Sortiment stöbern können.

Jeder darf einkaufen

Einkaufen darf hier jeder, der nicht die finanzielle Möglichkeit hat, sich stets neue Kinderkleidung im Kaufhaus zu besorgen. Sobald der Sprössling mal wieder aus seinen Sachen herausgewachsen ist, kann er sich hier eindecken.

Mittlerweile nehmen etwa 160 Familien in und um Hadamar herum das Angebot sehr gerne an. Jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr kann man hier sein Einkaufskörbchen befüllen.

Der Einkauf wird in Tüten umgepackt und kostet dann nur 2,50 Euro pro Tüte.

Im Moment gibt es etwa 15 Mitarbeiterinnen, die ehrenamtlich in mehreren Teams und mit viel Freude im Laden arbeiten. Weitere ehrenamtliche Helfer, aber auch Kleider-, Sach- und Geldspenden (für die Ladenmiete) werden jederzeit gebraucht.

Die Spendenannahme ist immer montags von 9 bis 11 Uhr und donnerstags von 18.30 bis 19.30 Uhr. Besonders warme Kinderkleidung wird im Moment benötigt, aber auch immer wieder gebrauchte, aber saubere und intakte Kleidung für Kinder und Jugendliche, Babyartikel und Kinderwagen, Kleinmöbel, Spielwaren und Brettspiele, Schulartikel (zum Beispiel Schulranzen, Sporttaschen, Schulhefte), Bettwaren, Bücher, Stoffe und Wolle.

Die Idee des Kinderkleiderladens hat alle Schüler beeindruckt. Manche von ihnen haben selbst schon Kleidung hier gekauft und waren mit den Begebenheiten vertraut. Der Gedanke der Hilfsbereitschaft, der im Kinderkleiderladen vorherrscht, hat bei vielen Kindern Eindruck hinterlassen.

Sofort haben sich einige ausgetauscht, aus welchen Klamotten sie inzwischen herauswachsen sind und sich erkundigt, ob diese zum Spenden geeignet wären. Nicht nur den Erwachsenen, sondern auch uns Schüler von der Herzenbergschule liegt es besonders am Herzen, sich für andere (und vor allem auch für Kinder) einzusetzen.

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen