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Tierheimhund Paul fand sein Glück: Liebe auf den ersten Blick

Von Am morgigen Sonntag ist der „Tag des Hundes“. Damit wird die besondere Rolle des Hundes für die Gesellschaft gewürdigt. Die NNP hat eine Familie in Hundsangen besucht, die ihren Hund Paul im Limburger Tierheim gefunden hat.
Kerstin Horn und Mischlings-Rüde Paul haben sich im Limburger Tierheim kennengelernt. Foto: Quirein Nadja Kerstin Horn und Mischlings-Rüde Paul haben sich im Limburger Tierheim kennengelernt.
Hundsangen. 

Freudig rennt Paul an die Tür, wedelt mit dem Schwanz und strahlt mit seinen Hundeaugen aus, wie er sich fühlt: Der schwarze Schnauzer-Labrador-Mix ist glücklich.

Das war nicht immer so: Bei zwei seiner Vorbesitzer konnte er nicht bleiben. Durch die Vermitt eines anderen Tierschutzverein kam er über einen Umweg nach Limburg ins Tierheim – vermutlich enttäuscht von den Menschen.

Als ehemaliger Tierheimhund hat er warten müssen, bis er endlich seine Familie findet. Das hat nun geklappt: Bei Familie Horn in Hundsangen fühlt sich der Hund wohl, und auch die Familie ist überglücklich über den Familienzuwachs. „Es passt einfach“, sagt die 55-jährige Kerstin Horn und streichelt das schwarze Fell von Paul. Sie hat sich in den schwarzen Schnauzer-Labrador-Mix, der früher Punjo hieß und als portugiesischer Straßenhund nach Deutschland kam, verliebt, ebenso wie der Rest der Familie Horn. Selbst Kater Jack, ebenfalls aus dem Tierheim, „mag den kniehohen Mischlingshund mit dem fransigen Zottelfell. Ein Glücksgriff“, sagt Kerstin Horn, er gehöre jetzt zur Familie, und sie gebe ihn nie wieder her.

Paul und Familie Horn haben sich im Tierheim kennen- und liebengelernt. „Auf Stammbäume lege ich keinen Wert“, sagt Kerstin Horn und erklärt, warum sie einen Hund aus dem Tierheim und nicht vom Züchter geholt hat. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt sie, als sie Paul in seinem Zwinger sah und der Hund fröhlich und aufgeweckt den Kontakt zu ihr durch das Gitter suchte.

Die Hündin, die sie zunächst im Auge hatte, habe nicht zu ihr gepasst, sagt sie. Das sei ihr nach einem Spaziergang im Tierheim ebenso aufgefallen wie dem Tierheim-Personal. Anders war es bei Paul: „Der Funke ist übergesprungen“, erklärt Kerstin Horn, die schon einmal einen Hund aus dem Tierheim holte und ebenso zwei Katzen ein neues Zuhause gab

Optische Anforderungen oder Wünsche bezüglich der Rasse hatte sie nicht. Das Bauchgefühl entscheide, sagt sie. Es müsse einfach passen. Zudem sei Paul sehr dankbar, baue wieder Vertrauen zu den Menschen auf, nachdem er so enttäuscht wurde. Dass er irgendwann einmal etwas Schlimmes erlebt hat, dafür spreche auch seine Angst, beispielsweise vor Plastikflaschen. Mit ganz viel Liebe und Geduld aber zeige sie und ihre Familie dem kleinen Paul, dass er bei ihnen in Sicherheit ist, dass er keine Angst haben muss, wieder abgegeben zu werden. Und das scheint Paul zu spüren: Entspannt liegt er auf seinem großen weichen Hundekissen und schnarcht leise. Ab und zu öffnet er ein Auge, schaut, ob Frauchen noch in seiner Nähe ist. Denn ganz verschwunden ist seine Angst, wieder alleingelassen zu werden, noch nicht.

Dass alle Hunde aus dem Tierheim einen „Knacks“ hätten, von diesem Klischee wollen Horns allerdings nichts wissen. Auch die Hündin, die zuvor bei der Hundsänger Familie wohnte, war aus dem Tierheim, und alles war super. Mit fast 16 Jahren musste sie im vergangenen Jahr allerdings krankheitsbedingt eingeschläfert werden.

Ein langes glückliches Familienleben führte diese Hündin mit der Familie. So soll es auch Paul ergehen. Ganz klar für Familie Horn, dass deshalb jedes Jahr Hundegeburtstag gefeiert wird. Dann gibt es Extraknochen, noch längere Spaziergänge und noch mehr Streicheleinheiten.

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