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ZING-Reporter der Astrid-Lindgren-Schule: Unterwegs mit Capt’n Hook

Wer denkt sich die Namen für die Lahn-Lamas aus? Was passiert, wenn die Tiere spucken? Und mögen Lamas es, geschoren zu werden? Diesen spannenden Fragen gingen die Reporter der Astrid-Lindgren-Schule nach. Sie recherchierten bei den Lahn-Lamas in Heistenbach.
Aus „superweicher“ Wolle können Socken, Schals und Pullover gestrickt und gehäkelt werden. Bilder > Aus „superweicher“ Wolle können Socken, Schals und Pullover gestrickt und gehäkelt werden.
Heistenbach. 

„Igitt, die spucken doch!“ So denken viele über Lamas. Nein, angespuckt werden wollten wir nicht. Aber wir haben uns trotzdem getraut und die Lamas besucht.

Erwartungsvoll stehen wir vor dem großen Stalltor, das gerade von Beate Fillbach geöffnet wird.

Und sofort sehen wir sie alle. Dicht beieinander stehen oder liegen sie da und schauen uns mit hochgestreckten Köpfen und neugierigen Augen entgegen: Simsalabim, Bibo, Hippie, Abrakadabra und, und, und: Es sind die Lahn-Lamas.

Im Juni waren wir schon einmal hier und hatten sie und ihre Besitzerin, Beate Fillbach, kennengelernt. Nach einer langen Tour durch die Felder von Heistenbach waren wir begeistert von den Tieren. Diesmal sind wir als Reporter gekommen und wollen von unseren Erlebnissen mit den interessanten Tieren berichten.

Martin und Michael stehen mit ihren Reporter-Blöcken bereit. Sie haben viele Fragen aufgeschrieben, die sie Beate Fillbach zu den Lamas stellen wollen.

Wir hören, Aila und Perla waren die ersten beiden Lamafohlen, die vor 13 Jahren zu ihr gekommen sind. Jetzt hat sie 28 Lamas und 20 davon sind bei ihr in Heistenbach geboren. Melinda ist die Älteste, 16 Jahre alt, Asterix, der Jüngste, ist erst sechs Monate alt.

 

Ein Lama aus Kanada

 

Ganz neu bei den Lamas ist Remy, sechs Jahre alt. Ende August kam sie mit dem Flugzeug aus Kanada, wurde in Luxemburg am Flughafen abgeholt und nach Heistenbach gefahren.

Was ihr an den Lamas gefällt? Alles, meint Beate Fillbach, besonders das Verhalten der Tiere. Sie sind neugierig, friedlich, sanftmütig, rücksichtsvoll. Wie es ihnen gerade geht, kann man gut an der Körperhaltung, der Stellung der Ohren und des Schwanzes erkennen.

Wie kriegen die Lamas ihre Namen? Dazu hat die Besitzerin der Tiere gute Ideen: George Clooney ist wie der Schauspieler charmant und gibt gerne Küsschen. Jennifer Lopez hat wie Jennifer Lopez braune Haare, viel Wolle und dadurch einen kräftigen Po. La Toya ist ein bisschen zickig. Brad Pitt kommt wie der Schauspieler gut bei den Mädels an.

Ob es Freunde unter den Lamas gibt wollen wir wissen. Ja, Bibo und George Clooney stehen zum Beispiel gerne beieinander und spielen zusammen.

 

Spuck-Sperre

 

Zanken sich die Lamas? Ja, es kommt auch zu Streitereien, beispielsweise wegen dem Futter, oder wer der Chef ist, hören wir. Dabei wird auch richtig gespuckt. Das hat Folgen: Das angespuckte Tier bekommt Maulsperre und kann eine halbe Stunde nicht essen und trinken. Eine harte Strafe!

Wenn zu viele Lamas da sind, verkauft Beate Fillbach einzelne Tiere. Sie sagt, es fällt ihr aber immer wieder schwer, sie abzugeben.

Ob sie mit den Tieren Geld verdienen kann? Nein, sagt sie, die Kosten für das Futter, den Tierarzt, die Versicherung sind hoch. Lamas halten, ist für sie ein Hobby.

Hat Beate Fillbach viel Arbeit mit den Lamas? Es ist Arbeit, die Spaß macht, meint sie, und nennt, was zu tun ist: Es gefällt ihr, die Jungtiere zahm zu machen.

Als Futter kauft sie Heu vom Bauern und ein extra Lamafutter vom Händler. Auf der großen Wiese fressen die Lamas Gras, zum Trinken bekommen sie Wasser.

Die Lamahaufen müssen von der Wiese entfernt werden.

Von Zeit zu Zeit werden an den Füßen die Klauen geschnitten.

Geschoren werden die Lamas ein Mal im Jahr. Beate Fillbach macht es mit Hilfe von Freunden selbst. Den Lamas gefällt es eigentlich nicht, wenn sie mit der Schermaschine kommt. Sie müssen mit Futter angelockt und festgehalten werden. Aber die Wolle muss weg.

Beate Fillbach, die Besitzerin der Tiere, zeigt uns, was sie mit der Wolle macht. An der Kämmmaschine und mit der Wollbürste werden die Haarbüschel fein gekämmt. Superweich fühlen sie sich danach an.

 

Superweiche Haarbüschel

 

Am Spinnrad sehen wir, wie die Wolle zu Fäden versponnen wird. Aus diesen Wollfäden können dann Pullis, Schals, oder Socken gehäkelt und gestrickt werden. Von Natur aus ist die Lamawolle braun, weiß, oder schwarz. Die weiße Wolle kann bunt gefärbt werden.

Nach soviel Informationen freuen wir uns auf den Spaziergang mit den Lamas. Beate Fillbach wählt die Tiere aus, legt ihnen Halfter um und los gehts. Die Reporter der Astrid-Lindgren-Schule, Martin und Celina führen den schönen, sanften Adonis, Michael und Selina-Maria trauen sich an Capt’n Hook, Damian und Marcel Plisch lassen sich von Simsalabim verzaubern, Anna-Lena und Christian freuen sich auf den lustigen Hippie, und Carsten und Olga führen Abrakadabra an der Leine.

Beim richtigen Führen läuft man auf Höhe des Kopfes neben dem Lama her und hält die Leine locker und möglichst ruhig.

Zuerst steigen wir eine steile Treppe hinauf, dann gehen wir eine gemütliche Runde durch die Felder und führen die Lamas auf ihre Weide. Dort angekommen, laufen sie freudig los und verteilen sich auf der großen Wiese.

Tschüss, Lamas! Es war schön bei euch! Wir werden sicher wiederkommen.

Die ZING-Reporter waren: Martin, Michael, Christian, Celina, Anna-Lena, Damian, Selina-Maria und Carsten.

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