E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Hofheim am Taunus 21°C

People 4 Pets: Verein will Hunde-Leid lindern

Von Das Leid vieler Hunde, die in Rumänien auf der Straße leben und mit dem Tode bedroht sind, will Sabine Cero aus Hofen mit einem eigens gegründeten Verein lindern helfen.
Sabine Cero mit einem ihrer Schützlinge. Sabine Cero mit einem ihrer Schützlinge.
Runkel-Hofen. 

Die Hofenerin Sabine Cero hat den gemeinnützigen Verein „People 4 Pets“ gegründet, der sich um die schreckliche Situation von Straßenhunden in Rumänien kümmert.

Wie die 48-jährige Vorsitzende berichtet, haben viele Menschen in dem südosteuropäischen Land, die der Arbeit wegen vom Land in die Städte übergesiedelt sind, ihre Hunde einfach ausgesetzt, die sich dann immer weiter wild vermehren. Diese Hunde drohen dann eingefangen und getötet zu werden. Um die Lage in dem Land zu verbessern, setzt „People 4 Pets“ auf Aufklärung und sammelt Spenden, um möglichst viele Hunde sterilisieren lassen zu können. Für ihren 15 Mitglieder zählenden Verein braucht Cero natürlich weitere Mitstreiter und auch Spenden, denn die Tierärzte kosten Geld.

 

In die Karpaten gereist

 

Ihre Liebe zu Hunden entdeckte die Hofenerin, als sie vor 25 Jahren von ihrem damaligen Partner ihren ersten Hund Jerry geschenkt bekam. Dann bekam sie ihren zweiten Hund Maja, der mittlerweile über 14 Jahre alt ist. Dieser ist ein geretteter Straßenhund aus Griechenland, und so kam Sabine Cero auf die Idee, bei der dortigen Hilfsorganisation hinter die Kulissen zu schauen und sich selbst für arme Kreaturen im Ausland zu engagieren. Vor acht Jahren hat sie begonnen, die Patenschaft für Hunde zu übernehmen und deren Futter zu bezahlen. Was sie aber bei ihrem damaligen Verein vermisste, war, dass sie keine Möglichkeit erhielt, selbst aktiv zu werden. Über das Internet wurde sie auf die Situation der Straßenhunde in Rumänien aufmerksam und besuchte im August 2010 erstmalig ein Tierheim in den Karpaten.

In Rumänien gebe es aktuell ungefähr 100 000 Straßenhunde, erzählt sie. Um der Lage Herr zu werden, wurde laut Cero ein Kopfgeld auf Hunde ausgesetzt, damit so viele wie möglich gefangen und getötet werden können. Es gibt aber auch Hunde, die Glück haben, denn mittlerweile würden im Land schon einige Tierheime mit ausländischen Organisationen zusammenarbeiten. In Maßen vermittelt Ceros Verein Tiere an gute Besitzer in Deutschland. Das Hauptaugenmerk wird aber derzeit darauf gelegt, dafür zu sorgen, dass nicht immer mehr Hunde auf der Straße landen. Das geht mit Aufklärung der Bevölkerung, damit sich ihre Tiere nicht weiter ungebremst vermehren können.

In einem Monat wurden mit Spenden von „People 4 Pets“ sowie amerikanischen Organisationen an einem Wochenende 321 Hunde kastriert. Denn aus einem Hund könnten, so die Vereinsvorsitzende, innerhalb von sieben Jahren durch unkontrollierte Vermehrung 67 000 Hunde werden.

In vielen rumänischen Tierheimen gehe es den Tieren sehr schlecht, weil sie nur das Minimum gefüttert bekämen. Eigentlich für den Tierschutz bestimmtes Geld verschwinde in dunklen Kanälen. Bei Sabine Cero nicht. Sie verzichtet auch bewusst darauf, mit Bildern geschundener Hunde und süßen Welpen, die ihrer Meinung nach gar nicht hätten geboren werden sollen, um Spenden zu werben. Der Verein arbeitet eng mit dem Tierheim in Sighetu Marmatiei zusammen und hat die Sondergenehmigung, Hunde dort herausholen zu können, wenn er für sie ein neues Herrchen vermittelt hat. Mit Spenden wird zudem dafür gesorgt, dass die Tiere genug zu fressen bekommen und medizinisch betreut werden. Ebenfalls wird versucht, mit den Kommunen in der Karpatenregion zu kooperieren.

 

Mehr Verantwortung

 

80 Prozent der Bürger auf dem Land ließen ihre eigenen Hund immer noch alleine draußen herumlaufen. Hündinnen würden dadurch ungewollt trächtig und die Welpen einfach auf der Straße ausgesetzt. Darum wurden für Kinder Aufklärungsbroschüren gedruckt. Sie sollen lernen, mit Tieren mitzufühlen, damit sie später einmal verantwortungsvoller als frühere Generationen mit ihren Haustieren umgehen.

Die Hundesbesitzer brauchen allerdings Spender für die Kastrationen, denn ein normaler Rumäne müsse, wie Cero berichtet, im Monat mit umgerechnet 250 Euro auskommen. „Wenn ich nach einer Reise wieder nach Deutschland zurückkomme, bin ich immer geerdet“, sagt die Hofenerin. Sie wäre für Unterstützer sehr dankbar, die ihr bei der täglichen Arbeit ehrenamtlich helfen oder Aktionen starten, bei denen Spenden zusammenkommen, mit denen weiter Aufklärung und Kastrationen in Rumänien bezahlt werden können. Denn weil sie das Kerngeschäft mit nur zwei weiteren Personen erledigen muss, hat Cero, die als Disponentin einer Fluggesellschaft arbeitet, seit der Vereinsgründung so gut wie keine Freizeit mehr.

Wer den Verein unterstützen möchte, erreicht Sabine Cero unter Telefon:  (0 64 82) 94 94 57 oder per E-Mail unter t.cero@people4pets.de. Nähere Informationen über den Verein gibt es auf der Homepage unter www.people4pets.de.

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen